Erfolgreicher Auswechselspieler: Mit seinem Tor zum 1:1 hat Maximilian Lechner (links) den ersten Sieg von Florian Scheck und Co. verhindert.
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Erfolgreicher Auswechselspieler: Mit seinem Tor zum 1:1 hat Maximilian Lechner (links) den ersten Sieg von Florian Scheck und Co. verhindert.

FC-Trainer Christoph Saller plant mit drei Punkten am Samstag

FC Garmisch-Partenkirchen mit Remis: Stürmer Maximilian Lechner schießt Bad Heilbrunn zum Ausgleich

  • VonOliver Rabuser
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Der FC Garmisch-Partenkirchen trennt sich vom SV Bad Heilbrunn mit einem Unentschieden. Für das nächste Spiel plant der FC-Coach aber mit drei Punkten.

Bad Heilbrunn – Am Ende liegen einige Fußballer des 1. FC Garmisch-Partenkirchen rücklings am Boden. Erschöpfung kann man aufgrund des hohen Engagements auf tiefem Rasen als Ursache gelten lassen, nicht aber Enttäuschung. Einmal haben sie halt nicht aufgepasst, und hinten raus fehlten die berühmten Körner. Daher kamen die Werdenfelser im Landesliga-Derby beim SV Bad Heilbrunn nicht über ein 1:1 (0:0) hinaus. Der erste Dreier ist laut FC-Coach Christoph Saller nunmehr für kommenden Samstag geplant: „Da holen wir uns die drei Punkte.“

FC Garmisch-Partenkirchen war „geduldig im Spielaufbau“

Es war schon ganz ordentlich, was die FC-Kicker auf dem Rasen zeigten. Obendrein über einen deutlich längeren Zeitraum als beim Auftaktspiel. Und wenn selbst der Heimtrainer Walter Lang die Performance anspricht, die „reifere Mannschaft“ auf gegnerischer Seite ausmacht, dann muss in Summe vieles gepasst haben. Tat es auch. Die stabile Defensive war die Grundlage für mutige Vorstöße. „Heilbrunn hat nur lange Bälle gespielt, das ist unser Verdienst“, lobt Saller sein Team. Einmal rutschte einer durch, doch Anton Pappritz scheiterte an FC-Keeper David Salcher. Nach vorne wagte sich die Gäste mit Bedacht und klarem Entwurf. „Wir waren geduldig im Spielaufbau und hatten schöne Kombinationen“, konstatiert Coach Saller.

Das einzige Manko: das Toreschießen. Gelegenheiten waren ausreichend da. Florian Langenegger etwa setzte einen Kopfball knapp über die Latte. Julian Sachs und Jonas Schrimpf stellten das Visier marginal unpräzise ein, und bei der Direktabnahme von Lukas Kunzendorf war Heilbrunns Keeper Christoph Hüttl im Nachfassen zur Stelle. Die größte Gelegenheit hatte Jonas Poniewaz, scheiterte per Schuss ins lange Eck und Schrimpf verpasste den Abpraller im Zentrum. Versäumnisse, die sich nach der Pause in Wohlgefallen aufzulösen schienen. Ein Flipperball landete bei Moritz Müller, der im Laufduell mit Thomas Pföderl seinen Geschwindigkeitsvorteil ausspielte, ehe er Hüttl aussteigen ließ und überlegt zum 1:0 einschoss. An Müller liegt´s ja selten, wenn der 1. FC mal nicht siegt. Der Oberhauser schießt Tore am Fließband. Dennoch: Augenblicke nach dem Erfolgserlebnis lief Müller wieder auf Hüttl zu, der aber parierte den Vollspannstoß. „Mit einem 0:2 wäre die Sache durch gewesen“, räumt Lang ein.

Maximilian Lechner trifft für den SV Bad Heilbrunn zum Ausgleich

Doch bei den Gastgebern stach eine frische Kraft – mit dem ersten Ballkontakt. Maximilian Lechner, einst Kreisklassenstürmer beim ESV Penzberg und fast drei Jahre komplett weg vom Fußball, setzte die Kugel aus halbrechter Position in die lange Torecke. „Macht er geschickt“, sagt Saller, ohne freilich die Fehlerquellen zu vergessen. „Wir sind beim Einwurf nicht konsequent dran und gehen beim Doppelpass nicht nach.“ Der Ausgleich führte zu einem Bruch im FC-Spiel. Die Kräfte schwanden sukzessive, Heilbrunn bekam Oberwasser und wäre beinahe als Sieger vom Platz gegangen. Doch Anton Krinners Kopfball parierte Salcher stark, beim Außenpfostentreffer von Thomas Schmöller zu Beginn der Nachspielzeit hatten die Gäste aus Garmisch-Partenkirchen das nötige Quäntchen Glück.

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