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Ausgleich in der 90. Minute: 1. FC Garmisch-Partenkirchen muss sich gegen Penzberg mit 2:2 begnügen

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Von: Oliver Rabuser

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Hätte einen Elfer zugesprochen bekommen müssen: FC-Stürmer Jonas Poniewaz. im Duell mit Uros Puskas.
Hätte einen Elfer zugesprochen bekommen müssen: FC-Stürmer Jonas Poniewaz. im Duell mit Uros Puskas. © or

Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen kann die Patzer der Konkurrenten nicht nutzen, schafft selbst nur ein Unentschieden gegen Penzberg. Den Ausgleich kassiert der Spitzenreiter in der Schlussminute.

Garmisch-Partenkirchen – Die Enttäuschung konnten die Fußballer des 1. FC Garmisch-Partenkirchen nur schwerlich verbergen. Und sie war auch absolut gerechtfertigt. Denn in Summe war das 2:2-Unentschieden gegen den 1. FC Penzberg ein stimmiges Abbild von dem, was sich zuvor auf dem Rasen am Gröben in Sachen Tormöglichkeiten und Anteile abgespielt hatte. Mehr wäre zu viel des Guten gewesen für den Bezirksliga-Spitzenreiter.

Anlässe zu hadern, finden sich gleichwohl verstärkt aufseiten des 1. FC Garmisch-Partenkirchen. Markant waren drei Schwerpunkte, bei denen die Gastgeber Leidtragende waren. Der Pfusch im Umgang mit einer Handvoll richtig guter Chancen gehört zweifellos dazu. „Wir haben es einfach verpasst, das 3:1 zu machen“, bedauert Florian Heringer. Der Coach musste mit ansehen, wie seine Offensivkräfte entweder an Penzbergs Tormann Emil Schachtschneider oder an sich selbst scheiterten. Einen raffiniert getretenen Freistoß von Lukas Kunzendorf fischte Schachtschneider aus der bedrohten Ecke. Aber dann fehlten zunächst Jonas Poniewaz beim Abschluss aus zentraler Position gegen den Lauf des Keepers wenige Zentimeter. Danach schickte Momo Ndiaye einen Freistoß an den langen Pfosten, wo Christoph Schmidt per Kopf quer legte und Selvedin Mesanovic den Ball mit dem Schienbeinschoner aus drei Metern über den Torwinkel bugsierte. Weiter drosselte Majid Al-Khafaji beim Zwei-gegen-eins-Konter das Tempo so lange, bis der Moment des Zuspiels auf Poniewaz zu ungünstig und der Abschluss aussichtslos war. „Uns fehlt die letzte Konsequenz, den letzten Ball besser zu spielen und das Tor zu machen“, bemängelt Heringer.

Und dann war da noch diese eine Szene, in der der Unparteiische die Regeln recht eigenwillig auslegte. Poniewaz drang per Finte in den Strafraum ein, wurde dort von Mirko Ramcic zu Boden gedrückt. Schiedsrichter Daniel Gutmann zögerte, wartete ab, bis Al-Khafaji den Ball über den Kasten gejagt hatte. Dann entschied er auf Abstoß. Heringer konnte mit dieser Entscheidung nicht leben. Die Regel besagt nämlich, dass ein Vorteil innerhalb des Sechzehners eine Strafstoßentscheidung nur durch einen Torerfolg aufheben kann. Heißt: Es hätte Elfmeter geben müssen. Der FC-Coach stellte klar, dass er „sauer“ war über diese Fehlinterpretation. Da half es auch nichts, dass der Referee hinterher seinen Fauxpas beim gemeinsamen Sichten der Bewegtbilder einräumte. „Dadurch kam Penzberg nochmals richtig auf und hatte gute Chancen.“

FC-Torhüter David Salcher avancierte hierbei mit vier starken Paraden sogar noch zum Spieler des Tages. Doch zum Ende der Penzberger Druckphase schluderten Heringers Mannen ein weiteres Mal: Julian Bittner ignorierte den Ballverlust in Tornähe komplett, Ndiaye stellte seinen langen Fuß nur zögerlich raus, und auch die Abwehrreihe verzichtete fatalerweise auf den Zugriff. So drehte sich Dennis Grgic um Florian Adlwärth und schoss in die kurze Ecke zum späten Ausgleich.

Ndiaye hatte den 1. FC schon kurz nach Anpfiff mit einem Distanzschuss in Front gebracht. Weil der 1. FC auf weiteres Angriffspressing verzichtete, kamen die Gäste zum Ausgleich. Mesanovics neuerlicher Führungstreffer reichte am Ende nicht zum dreifachen Punktgewinn. OLIVER RABUSER

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