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Zwei Vorbereiter im Zweikampf: Florian Zapf (l.) liefert die Vorlage zu Bad Kohlgrubs 2:1-Führung, Schlehdorfs Simon Wagner jene zum 2:2-Endstand.

Remis zwischen FCKS und Bad Kohlgrub

Pajonkowski sieht „spielerische Katastrophe“ seiner Elf

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Unterm Strich geht das Unentschieden zum Auftakt für beide Teams in Ordnung. Der FC Kochelsee-Schlehdorf und der FC Bad Kohlgrub trennten sich am Ende mit 2:2. 

Schlehdorf – Zwar betrachten und beurteilten die zwei Trainer die Partie unterschiedlich. Doch ist das 2:2 zwischen dem FC Kochelsee Schlehdorf und dem FC Bad Kohlgrub insoweit das gerechte Ergebnis, als jede Mannschaft in einem Abschnitt Vorteile auf ihre Seite brachte. Reduziert man jedoch das Spiel auf die jeweiligen Tormöglichkeiten, hätten die Platzherren ihr Heimspiel gewinnen müssen. „Die Chancen müssen für drei Spiele reichen“, sagt Max Wagner nach seinem Debüt als Trainer bei den Schlehdorfern. Seinem Kollegen blieb die Vielzahl an Möglichkeiten nicht verborgen. Entsprechend kommentiert der Ammertaler Coach Oliver Pajonkowski den ersten Punktgewinn dieser Saison. „Letzten Endes müssen wir zufrieden sein.“

Die Kohlgruber lieferten den ersten Höhepunkt einer kurzweiligen Partie. Im zweiten Anlauf nach einem Eckball traf Maximilian Meditz frei im Fünfer zum 1:0. Die Antwort aus Schlehdorf ließ nicht lange auf sich warten. Ein Diagonalball von Christian Syrowatka fand den Weg zu Sebastian Reißenweber, der gekonnt in den Winkel traf. Ein Distanzschuss von Markus Kröner landete indes nur auf dem Tornetz.

„Natürlich wünscht man sich mehr“

Dann waren wieder die Gäste am Zug. Josef Niklas schickte Florian Zapf in die Gasse, dessen Zuspiel fand Christian Maintz. Tormann Florian Lantenhammer reklamierte vehement auf Toraus, holte sich dafür sogar die Verwarnung von Schiedsrichter Dragan Dekic ab. Umstehende Personen bestätigten den Ball im Aus, beschweren durften sich die Kicker vom Kochelsee aber nur kurz. Denn nach einer Aktion an Dominik Strauß wäre eigentlich ein Strafstoß fällig gewesen. „Klarer Elfer“, betont Pajonkowski – das sah der Schiedsrichter jedoch anders. Dennoch glichen die Bad Kohlgruber bald aus. Yuri Schindler traf nach einer Freistoßflanke von Simon Wagner im dritten Anlauf.

Pajonkowski bedauert die mangelnde Ausbeute aus der spielerischen Überlegenheit. „Natürlich wünscht man sich mehr“, sagt der FC-Coach. Wagner seinerseits geißelt den ersten Durchgang als „spielerische Katastrophe“. Sein Team legte eine „unerklärliche Nervosität“ an den Tag. Das änderte sich nach Seitenwechsel schlagartig. Ein ums andere Mal brachten die Schlehdorfer die Abwehr der Ammertaler in Verlegenheit. Hohe Bälle räumte Bad Kohlgrubs Meditz weitgehend ab. Bei Pässen in die Schnittstelle jedoch zeigte sich die Defensive der Gäste sehr anfällig.

Stefan Raffeiner, dessen Einwechslung sich belebend auf das Schlehdorfer Offensivspiel auswirkte, verpasste zweimal knapp per Kopf. Leo Sam traf nur das Außennetz. Noch schlimmer aber war die missratene Querablage von Matthias Leiß auf Schindler beim aussichtsreichen Konter. Der Schuss des Tages blieb Markus Kröner versagt. Seinen Knaller vom Sechzehner-Eck hielt Manuel Bichler klasse. Am Ende bedauerte Coach Wagner: „Leider haben wir den letzten Pass oder Schuss nicht angebracht.“ Der absolute Wille, den er sich im Vorfeld gewünscht hatte, fehlte.

FC Kochelsee Schlehdorf – FC Bad Kohlgrub 2:2 (2:2)

FCK Schlehdorf: Lantenhammer – Simmeth, Nedeljkovic, Reißenweber, Wagner, Syrowatka, Kammerlochner, Sam, Kröner, Schindler, Leiß. – Eingewechselt:Raffeiner, Krönauer, Huber.

FC Bad Kohlgrub: Bichler, Ettengruber, M. Strauß, Meditz, B. Strauß, Niklas, Burkart, Zapf, F. Kraus, D. Strauß, Maintz. – Eingewechselt:S. Kraus, Lory.

Schiedsrichter:Dragan Dekic (Benediktbeuern). – Zuschauer:50. – Tore: 0:1 (3.) Meditz, 1:1 (11.) Reißenweber, 1:2 (33.) Maintz, 2:2 (38.) Schindler. – Gelbe Karten:Lantenhammer, Kammerlochner, Simmeth – Kratz, Burkart, Maintz.

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