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Ioannis Hristoforidispfeift selbst Spiele. foto: privat

Schiedsrichter-Neulingskurs 

FC Megas packt sensibles Thema an

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Klemens Wind war sofort begeistert. Ein Neulingskurs in Garmisch-Partenkirchen – „ideal“, sagt der Obmann der Fußball-Schiedsrichter.

VON CHRISTIAN FELLNER

Garmisch-Partenkirchen – Klemens Wind war sofort begeistert. Ein Neulingskurs in Garmisch-Partenkirchen – „ideal“, sagt der Obmann der Fußball-Schiedsrichter. Bereitet ihm doch gerade die südlichste Region seines Gebietes die größten Bauschmerzen. Die wenigstens Referees in der Gruppe Weilheim kommen aus dem Landkreis – und Wind weiß nicht, warum so großes Desinteresse herrscht. Klar also, dass er erfreut war, als Ioannis Hristoforidis sich am Telefon meldete und zusagte: Der FC Megas, bei dem der junge Grieche als Abteilungsleiter fungiert, richtet den nächsten Neulingskurs in Garmisch-Partenkirchen aus. Vom 19. bis 21. Juli bietet sich die Möglichkeit für alle Fußball-Interessierten ab 14 Jahre, die Mitglied in einem Verein sind, sich zum Schiedsrichter ausbilden zu lassen.

Der Kontakt zwischen Wind und Hristoforidis besteht schon länger. Schließlich pfeift der Grieche seit September 2017 selbst in der Gruppe Weilheim. „Im Nachwuchs und bis zur B-Klasse“, sagt er. Für höhere Ligen fehle es ihm noch an Routine, das räumt er ganz offen ein. „Weiter oben zerfleischen sie dich“, sagt Hristoforidis. Denn: „Das ist alles nicht so einfach, wie es von draußen aussieht.“ Auf 15 bis 20 Spiele kommt er in der Saison.

Gerade weil er den Job als Schiedsrichter aus eigener Erfahrung kennt, war er so erpicht, das Thema anzupacken. Schon 2018 hatte der FC Megas geplant, einen Kurs in der Marktgemeinde zu stemmen. Es klappte aber nicht. Nun hat Hristoforidis alle Probleme gelöst, so kann das dreitägige Seminar Mitte Juli über die Bühne gehen. Theorie und Praxis stehen Freitag und Samstag an. Vier bis fünf Stunden sind es pro Tag, die die Kandidaten abends einplanen sollten. Die Abschlussprüfung erfolgt dann am Sonntagvormittag (ab 9 Uhr). Der Kreisjugendring stellt dem FC Megas und dem Verband seinen Tagungsraum an der Bahnhofstraße für den Theorie-Teil zur Verfügung, der sportliche Part erfolgt dann auf dem Zerhoch-Sportplatz an der Partnach. „Das liegt alles sehr zentral und nah beieinander“, betont Hristoforidis.

Sein eigener Verein geht beim Kurs mit gutem Beispiel voran: Acht Fußballer hat der FC Megas angemeldet, vornehmlich auch die Asylbewerber aus den Reihen der Mannschaft. „So können sie sich in den Verein einbringen“, sagt der Spartenchef. Er sieht dieses Projekt als gute Sache. „Es schadet nicht, wenn sie die Regeln richtig lernen und besser verstehen, worum es geht.“ Ein Vorteil: Viele sprechen schon sehr gut Deutsch. Die Hoffnung: „Vielleicht gefällt es ja einigen, und sie bleiben dabei.“ Das würde auch Wind gefallen.

Anmeldungen

sind bis Anfang Juli möglich an Lehrwart Martin Preininger per E-Mail an sr.preininger@gmail.com oder bei Ioannis Hristoforidis telefonisch unter 0152/36 98 91 13. Bei ihm gibt’s alle Infos zum Kurs.

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