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Keine Freunde an diesem Wochenende: Markus Schmidt (r.) und Edi Koller (l.), der lange hart geblieben ist. 

Das „aufgezwungene“ Derby fällt doch aus

Murnaus Koller sträubt sich lange gegen Spielabsage – zum Ärger von Schmidt

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Die Leitungen sind zugefroren. Duschen in den Umkleidekabinen des FC Oberau unmöglich. Diese Nachricht übermittelte FCO-Vorsitzender Florian Brück am Freitagabend an Edi Koller.

Da hatte dann auch der Trainer der Fußballerinnen des TSV Murnau ein Einsehen – und stimmte einer Verlegung des Derbys ins neue Jahr zu. Lange Zeit war er eisern geblieben. Zum Unmut der Verantwortlichen beim FCO.

Markus Schmidt etwa war sauer, stinksauer. Noch am Freitagmittag hatte er mit Koller telefoniert und aufgrund akuten Spielermangels um einen neuen Termin gebeten. Vergeblich. „Er hat angeblich keinen Termin frei“, sagte Schmidt. „Ich glaube aber, dass er auch nicht so recht will.“ Trotz aller Nöte, die die Gastgeberinnen plagen. Lediglich neun Spielerinnen hätte Schmidt beisammen gehabt. Entsprechend angefressen war der FCO-Trainer. Das Verhalten der Murnauer findet er schwach. „Kollege Koller hätte einen Ausweichtermin finden können“, meint er. „Aber Murnau will aufsteigen und nimmt keine Rücksicht.“

Sportlich rechnete er mit dem schlimmsten für seine dezimierte Mannschaft. Vergangene Woche spielte er gar mit dem Gedanken, die Punkte kampflos abzugeben, falls es mit einer Verlegung nicht klappen sollte. Davon ist er zumindest abgekommen. Oberau hätte gespielt. Eines aber versprach Schmidt schon im Voraus: „Wenn wir jetzt in Unterzahl antreten, hoch verlieren und dann eine Murnauer Spielerin jubelt, dann flippe ich aus.“

Koller auf TSV-Seite, betont, dass er den Oberauerinnen keineswegs übel mitspielen wolle. „Ich habe keinen Termin mehr frei“, beteuert der Murnauer Trainer. Nächste Woche müsse sein Team noch im Pokal ran. Im Frühjahr steht das Nachholspiel gegen Traunstein an, an Pfingsten fehlen ihm die Pflegerinnen und Lehrerinnen, unter der Woche die Studentinnen. „Selbst schwäche ich mich nicht“, stellt er klar. Darum ließ er sich zunächst nicht auf eine Verlegung ein. Er habe selbst Probleme in seinem Kader, verfüge keinesfalls über sein bestes Team. So hätte beispielsweise Eva Zöller aufgrund einer Hochzeit im Derby gefehlt. So aber bleibt es ruhig am Wochenende – ein hitziges Derby gibt’s dann erst 2020.  ku/am

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