Stürmt vorneweg: Bad Kohlgrubs Angreifer Markus Burkart (r.). foto: thomas sehr (archiv)

Kontern gegen den Favoriten

FCKS fährt angeschlagen zum Landkreis-Duell nach Bad Kohlgrub

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Bad Kohlgrub – Noch bevor das Landkreisduell zwischen dem FC Bad Kohlgrub und dem FC Kochelsee Schlehdorf (Samstag, 14.15 Uhr in Bad Kohlgrub) überhaupt angepfiffen ist, sehnt Maximilian Wagner schon den Schlusspfiff herbei.

„Schön langsam wird es Zeit für die Winterpause“, unterstreicht der Trainer des FCKS. Nicht ohne Grund. „Wir kommen personell auf dem Zahnfleisch daher.“ Dieses Wochenende muss er beispielsweise auf Markus Kröner verzichten. Rückenprobleme machen einen Einsatz des formstarken Offensivspielers unmöglich. Außerdem sind Dominik Simmeth und Stefan Raffeiner angeschlagen. Zurück ins Team kehrt lediglich Sebastian Lautenbacher.

Wagners Trainerkollege vom FC Bad Kohlgrub, Oliver Pajonkowski, hat mit derartigen Problemen derzeit nicht ganz so arg zu kämpfen. Zwar kann er auf seinen Kapitän Josef Niklas frühestens nach der Winterpause wieder zurückgreifen und auch sonst fehlt ihm von Spiel zu Spiel immer einmal der eine oder andere Fußballer – aber offenbar wirkt sich das nicht all zu negativ auf die Leistungen der Ammertaler aus. Hat sich das Team doch mit einer imponierenden Serie in den vergangenen Wochen Schritt für Schritt in der Tabelle nach oben gearbeitet. Der Lohn: Im schlechtesten Fall überwintert der FC auf Rang zwei. „Wir wollen das Jahr aber natürlich mit einem weiteren Sieg beenden“, stellt Pajonkowski klar.

Wagner wäre hingegen schon mit einem Unentschieden zufrieden. „Unser Ziel ist es, irgendwie einen Punkt mitzunehmen“, betont er. Eine Niederlage will er mit allen Mitteln vermeiden. „Mit einem Negativergebnis und leeren Händen wollen wir nicht in die lange Pause gehen.“ Ob der angestrebte Punktgewinn gelingt, weiß Wagner natürlich noch nicht. Einen Plan, wie das Ziel erreicht werden soll, hat er aber bereits. „Wir werden sicher nicht auf Pressing spielen.“ Vielmehr lautet die Devise: hinten reinstellen und auf Konter lauern. Eine Taktik, die dem FCKS in der Vergangenheit schon zu so manchem Erfolgserlebnis verholfen hat. „Gegen spielerisch tendenziell stärkere Mannschaften tun wir uns mit dieser Herangehensweise einfach deutlich leichter.“ Wagner erinnert an das Hinspiel. Beim 2:2 vergab sein Team mehrfach die Chance auf den Sieg. „Wenn wir diesmal etwas abgebrühter sind, ist etwas drin.“

Wollen die Bad Kohlgruber die drei Punkte im Ammertal behalten, müssen sie sich im Vergleich zur Vorwoche wohl deutlich steigern. Zwar siegte die Mannschaft von Pajonkowski klar mit 4:0 gegen die SG Oberhausen/Weilheim, doch die Art und Weise, wie der Erfolg zustande kam, trieb dem FC-Trainer eines ums andere Mal die Zornesröte ins Gesicht. Vor allem, weil er weiß, dass es seine Schützlinge deutlich besser können, was sie in den Partien zuvor teilweise eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatten. „Wenn wir konzentriert und mit dem Kopf bei der Sache ins Spiel gehen, dann sind wir schwer zu schlagen“, betont Pajonkowski. „Wenn wir die Aufgabe zu locker angehen, haben wir aber auch gegen jeden Kreisklassisten unsere Probleme.“

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