Ob die Ansprache hilft? Immer schwieriger wird es für Maximilian Wagner, die Motivation im Training hochzuhalten. Das liegt auch an der Situation im Ligapokal.
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Ob die Ansprache hilft? Immer schwieriger wird es für Maximilian Wagner, die Motivation im Training hochzuhalten. Das liegt auch an der Situation im Ligapokal.

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FCKS will wissen, wie es mit Ligapokal weitergeht - WSV will Platz eins

  • vonAndreas Kögl
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  • Oliver Rabuser
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Es geht um wenig bis nichts mehr im Ligapokal. Damit geht jede Mannschaft anders um.

Kochelsee/Unterammergau – Während der Trainer des FC Kochelsee Schlehdorf merkt, wie die Motivation bei seinen Spielern abhandenkommt, konzentriert sich der Abteilungsleiter des WSV Unterammergau vor allem auf eines: das Gewinnen.

FC Kochelsee Schlehdorf - ASV Antdorf

Die Spannung ist weg, so viel steht fest. Gut, beim FC Kochelsee Schlehdorf bleibt das wichtige Kreisklassen-Nachholspiel gegen Münsing (22. November) im Hinterkopf. Aber im Ligapokal ist die Luft raus. Erst recht, seit der Verband die Regularien am Freitag angepasst hat: Vereine aus Landkreisen mit einem Inzidenzwert über 50 können ihre Partien ohne weitere Angabe von Gründen unbürokratisch verlegen. „Dadurch wird das Ganze fragwürdig“, findet FC-Trainer Maximilian Wagner. Nach Rücksprache mit seinem früheren Mannschaftskollegen Markus Winkler glaubt Wagner allerdings, dass die Antdorfer am Sonntag antreten. Dann wird dem FCKS der Offensivmann Yuri Schindler fehlen. Er hat sich eine Muskelverletzung zugezogen.

Unabhängig von der bevorstehenden Partie erhofft sich der FC-Coach bald eine klare Aussage seitens des Verbandes, wie es mit dem an Teams ausgedünnten Pokalwettbewerb weitergehen soll. „Die wichtigen Spiele sind durch“, sagt der 35-Jährige mit Blick auf die Liga. Jetzt aber stehen er und seine Mannschaft nahezu jeden Donnerstag vor der Frage, ob gespielt wird. Wagner merkt schon die Auswirkungen: Im Training werde es immer schwieriger, ein Feuer der Motivation zu entfachen. Natürlich wolle man im Rhythmus bleiben, jedes Spiel ernsthaft angehen, Spaß an Fußball haben. Nur so mache das auf Dauer wenig Sinn.

ASV Eglfing - WSV Unterammergau

Den Fußballplatz der Eglfinger dürften die Unterammergauer am Samstag problemlos finden. Anfang des Monates waren sie dort für ihre Kreisklassenpartie zu Gast. Nun geht es beim ASV im Ligapokal um Punkte. „Wir würden da natürlich schon ganz gern noch einmal was mitnehmen“, sagt WSV-Abteilungsleiter Leonhard Gansler. Auch wenn es in seiner Gruppe nur mehr um die Platzierung geht. Denn sie besteht lediglich noch aus drei Vereinen, jeder ist sicher weiter. Als Erster kann man sich nun immerhin ein Heimspiel in der nächsten Runde sichern. Genau das würde Gansler gefallen.

Für die Gastgeber ist es der erste Auftritt, der in die Wertung kommt, nachdem Huglfing und Oberhausen/Weilheim zurückgezogen haben. Das interessiert Gansler nicht. Für ihn zählt, was er bereits vor dem Ligaspiel gesagt hat: „Wenn du in Eglfing was holen willst, dann musst du dich richtig anstrengen.“ Genau dieses Engagement fehlte Trainer Josef Thiermeyer vor drei Wochen gerade in der ersten Halbzeit. „So kannst du dich hier nicht präsentieren“, schimpfte er damals nach dem 1:1. Jetzt kann er selbst mit gutem Beispiel vorangehen. Denn aufgrund massiven Personalmangels beziehungsweise unglücklicher Spielansetzungen fährt der WSV gerade mal mit elf Leuten nach Eglfing. Thiermeyer steht als Spielertrainer auf dem Platz.

Unglücklich gelaufen. Denn die Begegnung war auf Wunsch des WSV von Sonntag auf Samstag verlegt worden. Denn ursprünglich wollten die Ammertaler ein kleines Fest veranstalten, das sie aufgrund der aktuellen Lage abgesagt haben. Jetzt aber sind drei Mannschaften im Einsatz – die Erste, die Zweite und die Jugend. Hinzu kommen Verletzte. „Somit gehen uns einfach die Leute aus.“ Zumal auch noch Torjäger Ferdinand Brauchle ausfällt.

(OLIVER RABUSER UND ANDREAS KÖGL)

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