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Auf den Schwingen des Erfolgs: Ferdinand Brauchle.

5:1-Sieg des WSV Unterammergau gegen FC Garmisch Partenkirchen II

Ferdinand Brauchle nicht zu bremsen! WSV-Torjäger trifft dreimal in 22 Minuten

  • Andreas Mayr
    vonAndreas Mayr
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Unterammergau – Der 5:1-Sieg des WSV Unterammergau gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen II lässt sich in zwei Geschichten erzählen. Beide höchst unterschiedlich.

Eine ist das Fußball-Heldenepos des Ferdinand Brauchle, des gefährlichsten Mannes der Kreisklasse 3. Er schoss drei Tore. Was selten vorkommt: Er schoss sie innerhalb von 22 Minuten. Das passiert so gut wie nie. Nach Toren hat er sich angewöhnt, die Arme wie ein Adler auszustrecken, er sieht dann wirklich aus wie ein Greifvogel, und – um im Bild zu bleiben – so behandelte er dann auch die armen Verteidiger der FC-Reserve wie Mäuse, die gegen diesen Herren der Lüfte keine Chance haben. Zweimal segelte Brauchle gen Strafraum und vollstreckte (einmal Kopf, einmal Fuß). Beim dritten Mal zog er aus der Distanz ab. Der Treffer zum 4:1 war ein Gemälde dieses illustren 5:1-Erfolgs.

Dieses Duell ist aber auch das Drama des Momo Diaby. Man hat diese Story oft erzählt. In sämtlichen Ligen. Kreisliga, Bezirksliga, nun Kreisklasse. Sie behandelt sein Verhältnis zu den Schiedsrichtern und seine Art Fußball zu spielen. Diaby flog nach 42 Minuten vom Platz nach seiner zweiten Gelben Karte. Die zweite Verwarnung war zwar völliger Quatsch, wie auch WSV-Coach Josef Thiermeyer bestätigt: „Der Kontakt war zu wenig.“ Aber der Zwei-Meter-Mann hatte sich einmal mehr selbst in diese Zwickmühle manövriert. Mit ungeschickten Aktionen und seinen langen Beinen, die er zum falschen Zeitpunkt ausfuhr, hatte er Fouls wie Treuepunkte gesammelt.

Nur gab es dafür keine Cola-Gläser gratis, sondern einen Platzverweis. Danach beschimpfte er den Schiedsrichter, ehe er in der Kabine verschwand. Sein Trainer Mirvan Rahmani weiß um seinen Ruf. „Man kennt ihn im Landkreis.“ Thiermeyer, früher selbst als Spieler kein Kind von Traurigkeit, kennt das Problem. „Da hatte man schon vorab eine Gelbe Karte sicher.“ Allerdings sei Diaby ruhiger geworden verglichen mit früher, betont Rahmani. Er habe sich bloß von den Zuschauern provozieren lassen. „Man kann ihn nur mit so was stoppen. Er ist ein Wahnsinns-Fußballer.“ Den Ausgang der Partie beeinflusste die Rote Karte nicht. Abwehrfehler erkannte Rahmani. Zwei Tore habe der 1. FC „schwach verteidigt“. Woran’s lag? Kurioserweise an den Hilfen aus der Landesliga, weil das Team in der Konstellation selten trainiert. „Wenn wir nicht eingespielt sind, helfen die auch nicht so.“ am

Unterammergau – 1. FC GAP II 5:1 (4:1)

WSV Unterammergau: Diroma – T. Speer, Brauchle, Korntheuer, A. Speer, Kröker, Grotz, Stumpfecker, Buchwieser, Sebic, Vogt – Eingewechselt: Hutter, Klemm, Spindler, Zach.

1. FC Garmisch-Partenkirchen II: Von Mücke – Adlwärth, Tauwald, Bekombo, Hoseyni, V. Loshi, Reiter, Tatlici, Diaby, Jonietz, Rotaru – Eingewechselt: Kücük, Özkan, Kounaz.

Schiedsrichter:Christof Mahler (FC Seeshaupt) – Zuschauer:50 –Tore: 1:0 (2.) Sebic, 1:1 (5.) Diaby, 2:1 (11.) Brauchle, 3:1 (21.) Brauchle, 4:1 (33.) Brauchle, 5:1 (87.) Hutter

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