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Eingebaute Torgarantie: Eva Zöller (l.) traf auch beim Auswärtssieg in München wieder.  

„Immer 150 Prozent sind nicht möglich“

Trotz einigen Wacklern: TSV Murnau ringt den FC Stern München II nieder

Edi Koller hat kein Problem mit durchwachsenen Auftritten. Wer so oft so gut spielt wie die Murnauer Fußballerinnen bisher in der Bezirksoberliga, der darf auch einmal schlecht spielen.

„Immer 150 Prozent sind nicht möglich“ – da gibt sich der Trainer durchaus sanftmütig. Seiner Mannschaft gestand er die schwächere Partie beim FC Stern München II zu. Wahrscheinlich, weil die Murnauerinnen dennoch mit 4:3 gewannen. Koller spricht sowieso fast nur in höchsten Tönen von seinen Spielerinnen. Das Team agiere die ganze Saison auf einem Top-Level. „Einen schlechten Tag hast du immer dabei.“

„Die drei liefern einfach immer“

Diesmal wankte die Defensive. Gewiss waren die Umstände – kleiner Kunstrasen, Eiseskälte – nicht die angenehmsten für ein Fußballspiel, aber konsequent verteidigen hätten die Frauen trotzdem können. Wenigstens fingen sie sich nach einer schwierigen Startphase samt 1:2-Rückstand. Bis zur 57. Minute traf der TSV dreimal. Das Trio Annika Doppler, Eva Zöller und Franziska Fischer erzielte wieder sämtliche Tore. „Die drei liefern einfach immer“, lobt Koller. Besonders der dritte Treffer, herausgespielt über fünf Stationen, war ein „geiles Tor“.

Koller entspannte sich an der Seitenlinie so gut es ging, bis ihn ein Elfmeterpfiff aus der Ruhe riss. Aus einem Meter Entfernung traf ein Gewaltschuss zuerst ein Murnauer Knie, dann eine Hand. „Irgendwie muss man sich schützen“, sagt der Coach. Es blieb aber einer der wenigen Fehler des guten Schiedsrichters. Münchens Gefährlichste verwandelte. Danach packte Stern „die Brechstange“ aus. Aber selbst die wackelige TSV-Defensive brach nicht.   

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