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Hatte die WSV-Führung auf dem Fuß: Tobias Speer.

Zwei Tore in der Nachspielzeit

Furiose Schlussphase: Unterammergau kassiert drei Tore gegen ESV Penzberg

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Ein Fußballspiel hat bekanntlich zwei Halbzeiten. Die erste fand in der Kreisklassenpartie zwischen dem abstiegsgefährdeten ESV Penzberg und den Gästen vom WSV Unterammergau am Samstag so gut wie nicht statt.

Beide Teams boten Fußball-Magerkost von bescheidener Qualität, neutralisierten sich weitgehend. Munterer wurde es dann nach dem Wechsel bei den Gästen, die auf reichlich Stammpersonal verzichten mussten (Stumpfecker, Thiermeyer, Michael Hibler, Hutter).

Den Torschrei schon auf den Lippen hatten die WSV-Akteure in der 63. Minute, als Tobias Speer in allerletzter Sekunde an ESV-Keeper Eugen Brenninger scheiterte. Ebenso wie acht Minuten später, als der gleiche Spieler im Torwart der Gastgeber erneut seinen Meister fand. „Zu diesem Zeitpunkt waren wir nahe dran an der Führung“, stellte Ludwig Hutter, Sportlicher Leiter Unterammergaus, fest. Doch als noch gut eine Viertelstunde zu spielen war, ließen sich die Gäste durch schnell ausgeführte Konter der Eisenbahner im Stile einer Schülermannschaft zweimal übertölpeln. Beim 1:0 prallte der Ball vom Pfosten ins Tor, das 2:0 besorgte der Penzberger Schott mit einem Lupfer über WSV-Keeper Marco Diroma. Damit war das Spiel so gut wie entschieden. Die restlichen beiden Treffer durch Stefan Wagner per Foulelfmeter zum 1:2 und erneut Schott per Kopfball fielen spät in der Nachspielzeit.

Konsterniert zog Hutter am Ende sein Fazit: „Man hat gemerkt, dass Penzberg dieses Spiel unbedingt gewinnen wollten. Dieses Gefühl hatte ich bei unserer Mannschaft nicht. Da muss einfach mehr Power kommen.“ Kommen muss nun auch bald der erste WSV-Sieg in diesem Jahr – es folgt ein Dreierpack dahoam, zuerst am kommenden Sonntag gegen Schäftlarn, dann Münsing, dann Berg. „Da müssen wir nun endlich mal in die Gänge kommen.“ Und Tore schießen, nicht welche kassieren. In gut 15 Minuten waren es deren drei am Samstag in Penzberg: „So was darf nicht passieren, da muss man einfach mit mehr Konzentration zu Werke gehen.“ Nur gut, dass der WSV in der Vorrunde schon so fleißig Punkte gesammelt hat.

ESV Penzberg - WSV Unterammergau 3:1 (0:0)

WSV: Diroma – T. Speer, Brauchle, A. Speer, Wagner, F. Spindler, Grotz, Moser, Zach, Kolb, Buchwieser – Eingewechselt: L. Spindler, Kroeker.

Schiedsrichter: Heiko Arndt (SF Egling)

Zuschauer: 80. –Tore: 1:0 (76.) Kling, 2:0 (83.) Schott, 2:1 (90.+3/FE) Wagner, 3:1 (90.+4) Schott.

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