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„War kein Muss, dass Jungs dazukommen“: Drei Neuzugänge für den TSV Murnau

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Von: Andreas Mayr

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Er soll künftig Tore im Trikot des TSV Murnau bejubeln: Mit Andreas Schneeweiß kommt
 vom FC Penzberg einer der gefährlichsten Außenspieler der Bezirksliga.
Er soll künftig Tore im Trikot des TSV Murnau bejubeln: Mit Andreas Schneeweiß kommt vom FC Penzberg einer der gefährlichsten Außenspieler der Bezirksliga.  © Andreas Mayr

Bislang war der TSV Murnau nicht als große Transfer-Destination bekannt. Mit dem Label Kreisliga ließ sich kaum jemand Externes locken.

Murnau – Und Geld zahlen sie beim TSV sowieso keines, das verbietet der strikte Jugendkurs. Einkünfte fließen direkt in den Nachwuchs. Mit dem Wechsel von Georg Kutter – er kam im Juni 2021 vom SV Uffing – ist den Murnauern eine Trendwende gelungen. Spätestens nach dem Aufstieg in die Bezirksliga strahlt der TSV eine neue Attraktivität nach außen aus, die magnetische Kraft besitzt. Drei Neuzugänge verstärken den Aufsteiger, allesamt mit Potenzial für einen Stammplatz.

Von Kreisliga-Aufsteiger Rottenbuch stößt Roman Trainer zum TSV, mit 31 Treffern bester Torjäger der Kreisklasse 4. Mehr als Georg Kutter damals in der Kreisklasse geschossen hat, scherzt TSV-Abteilungsleiter Michael Adelwart. Aus Penzberg kommt mit Andreas Schneeweiß einer der gefährlichsten Außenspieler der Bezirksliga (acht Tore in 21 Partien). Der Peitinger Pascal Jocher, Jahrgang 2003 und zuletzt in Kaufbeuren, passt zudem perfekt ins Jugendkonzept des TSV.

TSV Murnau: Alle drei Neuzugänge sind 25 oder jünger

Adelwart stellt klar: „Es war kein Muss, dass neue Jungs dazukommen.“ Heißt, Murnau bemühte sich nicht groß um Neuzugänge, vertraut seinen Stammkräften und Talenten. Dennoch glaubt der Spartenchef, „dass es bei allen drei Sinn macht“. Alle aus dem Trio sind 25 Jahre oder jünger und wollten unbedingt nach Murnau.

Mit 31 Treffern ist Roman Trainer der beste Torjäger der
 Kreisklasse 4.
Mit 31 Treffern ist Roman Trainer der beste Torjäger der Kreisklasse 4. © Tobias Gutmann/FuPa

Trainer hatte bereits im Winter mit der Mannschaft trainiert, zog es aber vor, die Saison bei der Spielgemeinschaft Wildsteig/Rottenbuch „sauber zu Ende zu bringen“, so beschreibt Adelwart die Situation. Der Roman habe wahrscheinlich mehr Spiele der TSV-Männer und A-Jugend gesehen als mancher Murnauer, scherzt der Abteilungsleiter. Hintergrund sind Trainers persönliche Beziehungen nach Murnau – seine Freundin kommt von dort. Mit 31 Treffern in der Vorrunde sowie weiteren zwei in der Relegation verhalf er der SG Wildsteig/Rottenbuch zum Sprung in die Kreisliga. In Murnau „will er den nächsten Schritt machen“, erklärt der Fußballerchef. In Trainers Fall bedeutet das, jetzt auf höherklassigem Amateurniveau zu kicken.

Schneeweiß von Penzberg und Jocher von Peiting kommen

Schneeweiß aus Penzberg hat diese Entwicklung längst hinter sich. Zu A-Jugend-Zeiten war er Penzbergs überragender Kicker mit einem Riecher für Tore. Seine Mixtur aus Technik, Tempo und Schuss machen ihn zum optimalen Mann auf der Außenbahn. Eine Flügelzange mit Bastian Adelwart auf links sowie Schneeweiß auf rechts dürfte direkt zu den gefährlichsten Waffen der Bezirksliga zählen. Schneeweiß habe sich selbst angetragen. „Er will unbedingt nach Murnau. Das macht ihn interessant“, sagt Adelwart.

Seit Jahren verfolgt er den dritten Neuen, Pascal Jocher aus Peiting. Bereits in der E-Jugend hat er ihn kicken sehen. Danach kreuzten sich immer wieder die Pfade, sei es beim Stützpunkttraining oder bei Duellen mit Kaufbeuren. Mit der SpVgg stieg er zuletzt in die U19-Landesliga auf. Weil er nun zu alt für den Jugendbereich ist, sah sich der defensive Mittelfeldspieler nach einem Verein um. Ein Spezl empfahl ihm schließlich Murnau. Ob er in seinen jungen Jahren schon ein Kandidat für die verantwortungsvolle Aufgabe im Zentrum ist? Adelwart sagt: „Das Handwerkszeug hat er, um da mitzukicken. Und er ist der Typ dazu.“

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