Im Anflug: Linksverteidiger Leon Brudy (vorne) wechselt vom BCF Wolfratshausen zum 1. FC Garmisch-Partenkirchen. OR

Brudy und Mesanovic neu am Gröben

1. FC Garmisch-Partenkirchen rüstet für den Durchmarsch nach

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Zwei Transfers unterstreichen, wie ernst es dem 1. FC Garmisch-Partenkirchen mit dem Aufstieg in die Landesliga ist. Mit Leon Brudy kommt ein Linksverteidiger aus der Bayernliga. Selvedin Mesanovic aus Mittenwald soll Druck auf die Angreifer ausüben.

Die Ausgangsposition ist vielversprechend: Mit nur zwei Zählern Rückstand auf Tabellenführer SV Aubing liegt der 1. FC Garmisch-Partenkirchen auf Platz zwei der Bezirksliga. Dieser berechtigt am Ende der Saison zur Teilnahme an der Aufstiegsrelegation. Der Durchmarsch von der Kreis- in die Landesliga ist für die Mannschaft von Trainer Christoph Saller also durchaus möglich.

Dass der 1. FC zurecht um den Aufstieg mitspielt, zeigte er vor allem in den ersten zwei Dritteln der Vorrunde. Spielstark und torgefährlich trat der Aufsteiger in seinen Duellen auf. Mit dem entscheidenden Zusatz: So lange Wunsch- und Startelf nicht wesentlich von einander abwichen. Denn als es im Spätherbst personell zwickte, kam der 1. FC aus dem Tritt. Spieler aus der Zweiten Mannschaft mussten reihenweise aushelfen. Die Ausfälle kompensieren konnten sie aber nicht. Der Club schleppte sich mehr schlecht als recht in die Winterpause.

Eine zweite solche Schwächephase kann sich ein Aufstiegsaspirant im Normalfall nicht leisten. Deshalb reagierten die Garmisch-Partenkirchner: Beim Trainingsstart am Dienstag standen zwei Neulinge auf dem Platz: Leon Brudy und Selvedin Mesanovic. Vor ihnen und dem Rest des Kaders liegen laut Saller rund 14 Tage Athletik- Ausdauer- und Grundlagentraining, drei Wochen Arbeit an Taktik und Spielsystemen sowie als Ausgleich ein Trainingslager und sechs Testspiele – das erste bereits am Samstag zuhause gegen die DJK Waldram.

Neuzugang Brudy kommt vom kriselnden Bayernligisten BCF Wolfratshausen. Allerdings kam er dort aufgrund eines USA-Aufenthalts in der bisherigen Saison nicht zum Einsatz. Dass der 25-Jährige nun am Gröben gelandet ist, liegt indes nicht an finanziellen Verlockungen. Der Aufwand für Bayernliga-Fußball war Brudy kurz vor seiner Bachelor-Arbeit zu groß. Angebote aus dem Münchner Raum gab es schon auch. Aber letztlich entschieden zwei gewichtige Faktoren für den 1.FC: Ex-BCF-Kollege Florian Scheck stellte den Kontakt her, veranschaulichte Brudy die Atmosphäre am Gröben. Der wiederum war angetan von „Voraussetzungen und Ausgangsposition“, betont Saller. Brudys Vita liest sich spannend: Der Linksfuß kickte nicht nurin der US-CollegeLiga, er gehörte einst auch dem U19-Bundesligateam des SC Freiburg an. „Er hat Fußball von der Picke auf gelernt“, versichert Saller. Für ihn ist klar: „Leon hilft uns in jedem Fall weiter.“

Keine gewagte Aussage, blickt man auf die erste Halbserie zurück. Saller machte sich die Mühe einer ausgiebigen Fehleranalyse. „Fast 70 Prozent alle Gegentore hatten ihren Ursprung auf unserer linken Seite“, sagt er. Dort war eigentlich Andreas Grasegger als Außenverteidiger eingeplant. Doch der Routinier steht aufgrund seines Jobs bei der Polizei nicht immer zur Verfügung, war zudem einige Partien verletzt. Saller versuchte es mit Stefan Kautecky, Valmir Loshi, Michel Naber oderAleks Milivojevic. Keiner überzeugt komplett. „Viel Rotation, wenig Konstanz“, fasst Saller zusammen.

Der zweite Neue kommt aus dem Landkreis: Beim FC Mittenwald traf Mesanovic in der A-Klasse zunächst nach Belieben – bis ihn ungünstige Arbeitszeiten sowie ein Schien- und Wadenbeinbruch einbremsten. Saller hofft, dass der 24-Jährige es schafft, sich „mental von der Verletzung zu befreien“. Von dessen Qualitäten ist derTrainer überzeugt. „Er ist ein Stürmer, der weiß, wo die Kiste steht.“ Mesanovic solle „Druck auf die etablierten Spieler“ ausüben und langfristig seinen Platz im Bezirksliga-Team finden. „Er ist für die Erste Mannschaft vorgesehen.“

Quelle: fussball-vorort.de

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