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Garmisch-Partenkirchen: Unnötiges Ende der Erfolgsserie gegen SV Mering

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Von: Oliver Rabuser

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Streckt sich vergeblich: Einmal überwindet Moritz Müller (l.) Merings Keeper Julian Baumann, doch das genügt nicht für den 1. FC, um den vierten Sieg in Folge zu feiern.
Streckt sich vergeblich: Einmal überwindet Moritz Müller (l.) Merings Keeper Julian Baumann, doch das genügt nicht für den 1. FC, um den vierten Sieg in Folge zu feiern. © Oliver Rabuser

Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen verlor nach zuletzt drei siegreichen Spielen in Serie wieder. Gegen den SV Mering stand nach 90. Minuten eine 1:2-Niederlage zu buche.

Garmisch-Partenkirchen – Das Ergebnis passt nicht ins Bild. Drei Siege in Folge, die zurückgekehrte Leichtigkeit, ein 1. FC Garmisch-Partenkirchen auf dem Weg nach oben in der Tabelle der Fußball-Landesliga. Das Leistungstief schien überwunden. Und dann das: Obgleich die Heimelf vom Gröben alles andere als das schlechtere Team war, unterlag sie trotz Führungstreffer dem SV Mering mit 1:2. Ein Produkt fehlender Konsequenz des 1. FC.

FC Garmisch-Partenkirchen- „Überflüssige“ Niederlage gegen den SV Mering

„Überflüssig“ war die Begrifflichkeit, die Seitens des Stammklientels und der Funktionäre in der Stunde nach dem Schlusspfiff die Runde machte. Aber was sollten Sigi Riesch und Arne Abl auch anders zum Besten geben? Die Niederlage war eben schlicht unnötig. In all ihren Facetten. „Wir müssen mindestens einen Punkt holen“, kommentierte ein zerknirschter Coach Christoph Saller die Geschehnisse. Seit langem, genau genommen seit der 0:2-Niederlage gegen den FC Memmingen II am dritten Spieltag, sah sich Saller genötigt, einen Schiedsrichter zu kritisieren. Klar: Spielleiter Michael Hagl war sehr jung und von unauffälligem Format. Einige seiner Entscheidungen waren nicht zwingend nachvollziehbar. Darunter eine Abseitsentscheidung gegen Moritz Müller, die freilich der Assistent traf, aber auch ein angebliches Foulspiel des Torjägers gegen den an der Sechzehnergrenze fahrigen SV-Keeper Julian Baumann. Dass im Gegensatz zu letztgenannter Szene Mering einen Strafstoß zugesprochen bekam, wollte Saller freilich nicht wahrhaben. „Beide Spieler laufen Schulter an Schulter“, beobachtete der FC-Coach das Duell zischen Christoph Schmidt und Merings Manuel Utz. Den Elfmeter gab’s dennoch. Jeton Abazi versenkte ihn im Nachschuss zum 1:2, den ersten Schuss konnte David Salcher noch parieren. Salcher, der einmal mehr tadellose FC-Keeper, ließ nach Schlusspfiff hörbar wissen, dass seine Elf nicht am Gegner, sondern am Schiedsrichter gescheitert sei. Er betonte, dass es sich um „spielentscheidende Szenen“ gehandelt hätte.

Dieses Urteil alleine wäre aber zu kurz gegriffen. Denn Mering begann deutlich gefälliger, hatte durch Manuel Salzmann und Lukas Kirsten gute Chancen. Erst als der 1. FC begriff, wie anfällig sich der Gast in kontinuierlicher Bedrängnis gebar, war die Tür zur Partie offen. Zur Pause blieb es aber beim 0:0. Aber nicht lange: Müller brachte den 1. FC in Front, indem er eine Flanke von Immanuel Sierck mit der Brust annahm, noch ein paar Meter abspulte, dann flach unter Baumann einschoss. Eine Fortsetzung der FC-Erfolgsstory schien wahrscheinlich, zumal die Gäste nicht zwingend in Erscheinung traten. Doch ein Pass auf die halblinke Seite, ein abgefälschter Schuss von Utz, schon stand es 1:1. Wenig später folgte der besagte Strafstoß, der in seiner Entstehung wenigstens zweimal zu verhindern gewesen wäre. „Im Mittelfeld nicht konsequent auf den Ball gegangen“, monierte Saller. „Dann prallt er dem anderen eben vor den Fuß.“

Anschließend packte die Platzherren die Brechstange aus, doch dieses Konzept erwies sich als wenig zielführend. Vorwiegend halbhohe Abschlüsse gefielen allein Keeper Baumann. „Wir brauchen zu viele gute Chancen, um zu einem Treffer zu kommen“, nennt Saller eine der größten Baustellen im bisherigen Saisonverlauf. „In der letzten Viertelstunde müssen wir wenigstens ein Tor machen.“ (OLIVER RABUSER)

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