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Halten den Laden zusammen: das bestens aufgelegte Innenverteidiger-Duo Christoph Schmidt und Florian Scheck (r.).

Rauch mit überragender Leistung

Glanzlos, aber glücklich: 1. FC Garmisch-Partenkirchen siegt schon wieder

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Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen bleibt in der Erfolgsspur. 2:0 besiegt die Elf von Trainer Christoph Saller den SV Egg an der Günz.

Garmisch-Partenkirchen – Da gewinnt der 1. FC Garmisch-Partenkirchen sein Landesliga-Heimspiel gegen den SV Egg an der Günz mit 2:0 – und was macht Christoph Saller? Der meckert erst einmal. Zu wenig Laufbereitschaft, zu viele individuelle Fehler, zu häufige Ballverluste in der Offensive. Kritikpunkte fand der Trainer des 1. FC zur Genüge. „Die erste Halbzeit hat mir überhaupt nicht gefallen“, stellt Saller klar.

In der Tat: Zu Beginn hatten die Werdenfelser so ihre Probleme, in die Partie zu finden. Auf dem schwer zu bespielenden Rasenplatz am Gröben versprang den Gastgebern nicht selten der Ball, oder wenn sie ihn einmal kontrollierten, fehlte es bei den Anspielen in die Spitze an Präzision. Die stets auf Fehler lauernden Egger kamen dadurch immer wieder zu aussichtsreichen Kontermöglichkeiten. Das Gute aus Sicht der Garmisch-Partenkirchner: Die Gäste machten nichts daraus. Arg einfallslos präsentierten sie sich im letzten Angriffsdrittel, schenkten haufenweise Bälle her. „Da hatten wir Glück“, sagt Saller. „Andere Teams hätten die Räume deutlich besser genutzt.“ So aber blieb Egg abgesehen von einem Kopfball von Michael Seidel, der knapp übers Tor strich, und einem Freistoß an die Latte von Manuel Schedel harmlos.

Effektiver 1. FC Garmisch-Partenkirchen

Effektiver zeigte sich da schon der 1. FC. Besser gesagt: Stefan Lorenz. Einen Freistoß aus 23 Metern schickte der Stürmer nach 17 Minuten per Aufsetzer ins Torwarteck. Ohne Frage: ein strammes Gerät des Farchanters. Doch hätte ihn Gäste-Keeper Christoph Schäffler streng genommen um den Pfosten lenken müssen. „Hat uns gutgetan“, sagt Saller zum etwas schmeichelhaften 1:0. Wirklich besser wurde das Spiel seiner Mannschaft aber erst in Durchgang zwei. Der FC-Coach stellte um, verstärkte die Mittelfeldzentrale mit Dominik Schubert als zweiten Sechser neben dem omnipräsenten Michael Rauch. Fortan hatten die Gastgeber die Partie unter Kontrolle. Offensiv blieb jedoch vieles Stückwerk. Mehr als eine Schusschance von Rauch, ein Latten-Kopfball des eingewechselten Momo Diaby und das 2:0 durch Moritz Müller, der einen Eckball von Jonas Poniewaz mit der Brust über die Linie drückte, sprang nicht heraus.

Reichte letztlich aber leicht für einen verdienten Heimsieg. Denn defensiv stand der 1. FC wie eine Wand. Der fehlerfreie Torwart Andreas von Mücke musste lediglich nach rund einer Stunde bei einem abgefälschten Schuss von der Strafraumgrenze sein Können zeigen. Ansonsten räumte die Viererkette um Leon Brudy, Christoph Schmidt, Florian Scheck und Florian Langenegger alles rigoros ab. „Ein Kompliment an die vier da hinten“, sagt auch Saller. Allgemein will der Trainer die Kritik am Auftritt seiner Elf vor allem in der ersten Halbzeit nicht falsch verstanden wissen. „Es geht nicht darum, alles schlecht zu reden“, beteuert er. Allerdings weiß der 45-Jährige eben, wie viel spielerisches Potenzial im Team der Werdenfelser schlummert. „Und das haben wir heute leider nicht so gezeigt, wie wir uns das vorgenommen hatten.“

Mit Selbstvertrauen geht‘s jetzt nach Gundelfingen

Aber sei’s drum. Mit dem nächsten Heimsieg hat der 1. FC seine Ausgangsposition noch einmal verbessert, steht mittlerweile auf Rang vier. „Das hätte uns vor der Saison kaum jemand zugetraut“, sagt Saller und lächelt zufrieden. Beste Voraussetzungen also, um kommende Woche tiefenentspannt und mit reichlich Selbstvertrauen zu Spitzenreiter Gundelfingen zu fahren. „Das wird geil – wir können nur gewinnen.“

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