Er war der

Große Trauer um Hans Koller

Ob als Vorsitzender, als Jugendtrainer, als Torwart oder auch einmal als Nikolaus bei der Weihnachtsfeier – Hans Koller war eine Institution beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen.

In so vielen Bereichen. Nun ist der Tausendsassa im Alter von 68 Jahren an seinem langjährigen Krebsleiden gestorben. 1984 begann seine FC-Ära. Geplant war die natürlich nicht.

Der ehemalige BerufsSoldat zog mit seiner Familie aus Schönau in Berchtesgaden ins Werdenfelser Land. Beim 1. FC machte er sich schnell bemerkbar. „In seiner ersten Woche war er zufällig gleich im Vereinsheim am Gröben“, erinnert sich sein langjähriger Freund Franz Benkert. „Er hat sich sofortins Vereinsleben integriert.“ Koller entwickelte sich zum „Mr. FC“, der stets ein offenes Ohr für andere hatte. Seine Art war es, die die Spezl und Weggefährten so an ihm schätzten. „Er war einer vom alten Schlag, immer geradeaus“, sagt FC-Trainer Christoph Saller, der unter Kollers Führung in der ersten Mannschaft spielte. „Er war nicht immer der bequemste, aber er war kein Falscher“, erklärt SportVorstand Andreas Wiedenmann.

„Das habe ich sehr an ihm geschätzt.“ Als Hauptsponsor Roland Holly sein Engagement 1998 deutlich reduzierte, herrschte ein wenig Krisen-Stimmung amGröben. „DerHanshatdas Heft in die Hand genommen, als es kein anderer machen wollte“, betont Saller. Koller zog von Firma zu Firma, machte Werbung für den Verein und sanierte mit den Einnahmen den FC. „Das war der typische Koller Hans, der die Ärmelhochkrempelt und sagt: Jetzt erst recht.“ Von 1998 bis 2004 stand Koller an der Spitze und kümmerte sich um alle Angelegenheiten auf sowie neben dem Fußballplatz. „Er war immer irgendwo involviert, ob als Jugendtrainer oder als Beirat“, sagt Saller. „Er war halt ein Fußball-Verrückter“, erklärt Gerhard Schmidt. Der Vorsitzende des SV Krün hatte 1999 den FC-Trainerjob übernommen. Koller war sein Glücksfall.

„Er hat mir alles neben dem Platz abgenommen, wenn ich Probleme hatte.“ Als „umtriebigen Typen, von dessen Unruhe jeder Verein profitierte“, bezeichnet ihn Benkert, für den der Tod seines Freundes „ein herber Verlust“ ist. Koller wird nicht nur dem FC – der an diesem Samstag gegen Penzberg im Trauerflor aufläuft – fehlen. Andere Vereine, wie die Tennis-Abteilung des ESV Werdenfels, unterstützte Koller jahrelang. Neben dem Sport zählte für Koller vor allem die Familie. Benkert sagt: „Sein Stolz waren seine Frau, die Kinder und die Enkelkinder.“

Quelle: fussball-vorort.de

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