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1. FC immer tiefer im Abstiegsstrudel

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Von: Oliver Rabuser

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Garmisch-Partenkirchnens Dominik Schubert im Laufduell mit einem Nördlinger Spieler.
Der Wille ist den Garmisch-Partenkirchnern um Dominik Schubert (r.) in keiner Weise abzusprechen – für ein Erfolgserlebnis in Nördlingen reicht es dennoch nicht. © oliver rabuser

Der 1. FC Garmisch-Partenkirchen muss sich weiterhin mit dem Abstiegskampf in der Fußball-Landesliga auseinandersetzen. Der 1. FC verlor beim TSV Nördlingen mit 1:2.

Nördlingen – Aus Wahrscheinlichkeiten wurden Tatsachen. Eine Niederlage beim TSV Nördlingen musste ob der Tabellensituation einkalkuliert werden. Dass der 1. FC Garmisch-Partenkirchen die Hinrunde der Fußball-Landesliga tatsächlich auf einem Abstiegsregelationsplatz abschließt, ist die unschöne Konsequenz. Beim 1:2 im Donau-Ries musste das Team von Trainer Christoph Saller zudem mit der Hypothek eines sehr frühen Rückstands umgehen. Es ist die alter Leier in dieser Saison. Ordentliches Spiel, unbefriedigendes Resultat. „Uns fehlen Konsequenz und Konstanz.“ Die Einschätzung von Dominik Schubert zielt auf Spiel und Hinrunde gleichermaßen. Der 1. FC gerät immer mehr unter Zugzwang. Die vier anstehenden Partien gegen Aystetten, Bad Heilbrunn, Memmingen und Mering – alles Konkurrenten in tabellarischer Reichweite – sind von existenzieller Bedeutung. Um dem Abstiegskampf im Frühjahr doch noch zu entrinnen, müssen Saller und sein Team noch in diesem Herbst die Kehrtwende schaffen.

Auch in Nördlingen hätten die Garmisch-Partenkirchner nicht als Verlierer vom Platz gehen müssen – taten sie aber. Weil der Aufstiegsaspirant zunächst durch Qualität bestach, später durch taktisches Kalkül. Nach nur zwei Spielminuten lag der Ball hinter David Salcher im Netz. Ein Eckstoß an den kurzen Pfosten führte zum ersten Rückschlag. Schubert verweist auf eine Reihe von TSV-Kickern mit Gardemaß. „Die haben 1,90 Meter plus, da kommst du einfach nicht hin.“ Im Gegenzug verpasste Jonas Schrimpf nach einem Dribbling den Abschluss. Zwar räumt Schubert ein, dass Nördlingen im ersten Abschnitt die bis dato stärkste Mannschaft dieser Spielzeit gewesen sei. Dennoch schufen die Gäste eine Reihe aussichtsreicher Situationen, mit denen allerdings zu ängstlich und wenig zielstrebig umgesprungen wurden.

Nochmals Schrimpf, zweimal Moritz Müller und auch Elian Schmitt trafen allesamt ungünstige Entscheidungen vor dem gegnerischen Kasten. Ganz anders der Favorit. Blitzschnell konterte der TSV mit einem Steckball in die Tiefe, Florian Scheck durfte als letzter Mann nicht entscheidend zupacken, schon war´s passiert – 2:0.

Der 1. FC war im zweiten Abschnitt tonangebend. Es änderte aber nichts an der mangelhaften Entschlossenheit im Zuge der Offensivbemühungen. Schubert bestätigte das gefällige Spiel seinen Teams, betonte aber: „Ab dem Sechzehner hat uns einer den Stecker gezogen.“ Der einzig wirklich resolute Abschluss führte dann auch direkt zum Anschlusstor. Müller zog ab und ein TSV-Akteur lenkte den Ball ins eigene Gehäuse. Die finalen Bemühungen waren dann wieder zu unsauber vorgetragen, sodass der erhoffte Ausgleich für die kämpfenden Werdenfelser nicht mehr erzielt werden konnte.

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