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Romantik pur: Levent Karaca geht vor seiner Güler in die Knie!

Levent Karaca vom SV Ohlstadt hatte den Ring im Stutzen

Jetzt spricht die Frau: Ist der Fußballplatz der perfekte Ort für den Heiratsantrag? 

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Für Levent Karaca kam beim wichtigsten Moment seines Lebens nur ein Ort in Frage: der Fußballplatz des SV Ohlstadt. Vor dem Kreisliga-Derby gegen den SV Uffing ging der Abwehrspieler in die Knie und zog einen Ring aus seinem Stutzen.

Im Interview verraten die Verlobten, warum der Fußballplatz der schönste Ort für einen Heiratsantrag ist.

Ist das Kreisliga-Derby gegen den SV Uffing der richtige Moment, um auf die Knie zu gehen?

Levent Karaca: Seit ich Güler kenne, wusste ich: Für einen Antrag gibt es keinen besseren Ort als den Fußballplatz des SV Ohlstadt. Ich liebe Fußball und diesen Verein. Das ist mein Leben. Bei diesem Spiel waren die wichtigsten Menschen in meinem Leben mit dabei: meine Familie, meine Freunde und die Mannschaft. Andere machen einen Antrag im Urlaub und können nicht verstehen, warum ich mir dafür den Fußballplatz ausgesucht habe. Aber das kann auch keiner verstehen, der nicht in diesen besonderen Verein eingebunden ist. Das ist keine Mannschaft, das ist eine Familie.

Wie ging es Ihnen, als der Stadionsprecher Ihren Namen ausgerufen hat?

Güler: Ich war mega aufgeregt. Ich habe nichts mehr wahrgenommen. Ich wusste, was auf mich zukommt. Was soll es sonst sein, habe ich mir gedacht. Ich habe am ganzen Körper gezittert, als Levent auf die Knie gegangen ist. Ich bin immer noch total geflasht. Ich habe mir immer schon so einen großen Rahmen für meinen Heiratsantrag gewünscht.

Hatten Sie mit dem Antrag gerechnet?

Güler: Auf keinen Fall. Ich habe an dem Tag sogar meine Kontaktlinsen vergessen (lacht). Ich dachte mir: kein Problem. Während des Spieles schaue ich eh nur auf meinen Freund. Und dann das. Ich habe nicht mal gesehen, dass meine ganzen Freundinnen da waren. Als ich „Ja“ gesagt habe, habe ich sie alle jubeln gehört. Was Levent zu mir gesagt hat, behalte ich aber für mich.

„Dass sie Ja gesagt hat, hat mir einen Kick gegeben. Das war vor dem Derby gegen Uffing der richtige Motivationsschub.“

Wie ging es Ihnen beim Einlaufen?

Karaca: Ich war weiß im Gesicht.Es waren 400 Leute da. Aus meiner Mannschaft waren nur drei Spieler eingeweiht. Und der Stadion-Sprecher. Ich hatte den Ring im Stutzen. Meine kleine Schwester hat Güler aufs Spielfeld geführt. Ich bin in die Knie gegangen. Ich habe mir das Lied „Beni Çok Sev“ von Tarkan gewünscht. Auf Deutsch heißt das: Lieb mich sehr. Bleib bei mir. Davor hatte ich nichts. Genau das wollte ich Güler in diesem Moment sagen. Dass sie dann „Ja“ gesagt hat, hat mir einen unglaublichen Kick gegeben. Das war vor dem Derby gegen Uffing genau der richtige Motivationsschub.

Hätte der Fußball-Platz auch das K. O.-Kriterium sein können?

Güler: Ich hätte niemals „Nein“ gesagt. Ich bin so stolz auf Levent. Für mich war es perfekt. Er liebt Fußball. Deshalb bin ich bei fast jedem Spiel dabei. Fußball, mein Freund, ein Antrag und ich – das ist die perfekte Formel.

Wie habt Ihr den Tag nach dem Antrag verbracht?

Karaca: Das war der Wahnsinn. Erst haben wir Uffing im Derby geschlagen. Danach haben wir mit dem Team ein paar Bierchen getrunken und die Zweite angefeuert. Am Abend bin ich mit Güler dann essen gegangen.

Ist es okay, dass Levent sagt: Ich liebe Fußball?

Güler: Jeder muss seine Hobbys haben. Meine Freundinnen sagen jetzt: Hey Spielerfrau (lacht). Ich bin stolz, dass Levent so erfolgreich in der Kreisliga für Ohlstadt spielt.

Das Interview führte Christoph Seidl

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