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70 Minuten hielt er durch: Jonas Poniewaz gehörte erstmals wieder der Startelf an.

Torjäger halbes Jahr früher zurück als prognostiziert

Poniewaz feiert nach einem Jahr Verletzungspause Comeback beim 1. FC GAP

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So wirklich viel Positives blieb am Samstagnachmittag nicht hängen beim 1. FC Garmisch-Partenkirchen. Das Pünktchen gegen Illertissen war eine magere Ausbeute für den Landesligisten.

Das eigene Spiel wirkte noch immer stark verbesserungsfähig. Ein Lichtblick war letztlich aber dabei. Er betraf einen jungen Mann, der nach langer Verletzungspause sein Comeback gab: Jonas Poniewaz. Der 23-Jährige stand gegen Illertissen plötzlich in der Startelf. Fast genau ein Jahr nach seiner schweren Verletzung.

Während die meisten Spieler am Samstagnachmittag schon beim Duschen waren oder die Geschehnisse rund um den späten Ausgleich in Gesprächen verarbeiteten, saß Poniewaz auf einem Klappstuhl am Kunstrasenplatz und beobachtete die Reserve, die bereits ihr Spiel begonnen hatte. Dort hatte der Stürmer im Grunde sein Comeback erwartet. Bis zu dem Moment, als Christoph Saller am Ende der Woche eine Idee kam. Er berief den Offensivmann ins Aufgebot.

Dass Poniewaz schon wieder zurück ist, stellt eine Überraschung dar. Denn die Prognosen nach der Verletzung damals in Neuperlach waren düster ausgefallen. Irgendwo um die eineinhalb Jahre herum – so hieß es von medizinischer Seite. Gut, es war ja auch wirklich viel kaputt gegangen. Kreuzband, Innenband, Meniskus – alles kaputt. Der Abtransport im Sanka sah übel aus. Doch nach nur zwei Drittel der erwarteten Zeit kehrte der junge Torjäger aufs Feld zurück.

Poniewaz schaffte es in einem Jahr, weil er die nötigen Maßnahmen getroffen hat, um die Leidenszeit in Grenzen zu halten. „Er ist ein Vollblutfußballer, will immer mehr“, lobt Saller die Einstellung seines Talents. Dessen vorzeitiges Comeback hatte sich schon während der Vorbereitung angedeutet. „Er hat im Training gute Leistungen gebracht“, versichert der Trainer. Genau deshalb fiel Saller die Entscheidung auch nicht schwer, Poniewaz sogar in die Startelf zu befördern. Schließlich musste Michel Naber passen, Moritz Müller wird frühestens kommende Woche wieder ins Training einsteigen. Saller zog Franz Fischer ins Mittelfeld zurück, schickte Poniewaz in der offensiven Dreierreihe ins Gefecht.

Zwar reichte es noch nicht zu einer Torchance, dafür rackerte der „Heißsporn“ (Saller) immens für das Team. „So eine Leistung musst du nach einem Jahr Verletzungspause erst einmal bringen“, stellt der Coach klar. Vor allem, dass Poniewaz „keinen Zweikampf gescheut“ habe, imponierte Saller.

Der Spieler selbst ordnete seine Rückkehr besonnen ein. Es dauere sicher noch, bis er wieder „bei 100 Prozent“ angelangt sei. „Aber ich habe mich brutal gefreut, wieder in der Startelf zu stehen.“ Er habe sofort wieder ein „gutes Gefühl“ ausgemacht, endlich wieder aktiv auf dem Platz mitzumischen.

Nach 70 Minuten waren die Kräfte dann aufgezehrt, meldete sich die erschöpfte Muskulatur. Doch von ein paar Krämpfen lässt sich Poniewaz längst nicht mehr schocken. Sein Versprechen: „Ich arbeite hart dafür, um wieder dahinzukommen, wo ich mal war.“ Und damit spielte er sicher nicht auf den Klappstuhl vom Samstag an.

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