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Akrobatisch, akrobatisch: Holzkirchens Marko Maric (r.) vermochte aber auch trotz aller Eleganz nicht, den Murnauer Andreas Knoll zu bremsen.

Knoll gegen Holzkirchen in Topform

TSV 1865 Murnau - Hellwache Murnauer fegen Relegations-Anwärter TuS Holzkirchen II mit 4:0 vom Platz.

Als Andreas Knoll kurz nach Spielschluss aus der Kabine hinauf in die Gaststube an der Poschinger-Allee marschierte, strahlte er wie die Sonne, die sich hinter den Wolken versteckte. Vor Freude freilich. Denn der blonde Flügelflitzer schnürte am Samstag einen Doppelpack – und was für einen. Tore, wie sie schöner nicht fallen können. Erst versenkte Knoll ein Zuspiel von Philipp Mann im langen Eck zum 2:0. Später verwertete der 25-Jährige einen Freistoß von Benedikt Hausmann ähnlich spektakulär – per Volleyschuss zum 4:0-Endstand. Der TSV Murnau feierte also schon vor dem Pfingstsonntag.

Von wegen Pfingst-Ochse, dem altbayerischen Synonym für den Langschläfer am Pfingstfeiertag. Hellwach waren sie, die Galm-Schützlinge. Mit diesem Widerstand hatten die Gäste vom TuS Holzkirchen II offensichtlich nicht gerechnet. Denn mit Ausnahme ein paar gefährlicher Spielszenen zeigte die Landesliga-Reserve herzlich wenig, was sie für die nächsthöhere Spielklasse qualifiziert hätte. Murnau war „fast über das gesamte Spiel die bessere Mannschaft“, betont Galm. Seine Elf habe damit den Klassenerhalt aufgrund der Leistungen nach der Winterpause „redlich und verdient“ eingefahren.

Seinen zweiten Doppeltorschützen – Patrick Witzke – musste Galm explizit herausheben. Für ihn freue er sich „ungemein“. Gerade weil es eine „schwere Geburt“ war, Witzkes Torriecher wiederzufinden. Dabei konnte der Flügelstürmer für seinen ersten Streich noch gar nichts. TuS-Keeper Domingo Grafunder eilte bei einem Flankenball aus seinem Gehäuse, rief „Torwart“ – und verpasste den Ball. Der fiel Mann auf den Kopf und von dort Witzke auf den Fuß. Diese 1:0-Führung war den Gastgebern aber zunächst nicht geheuer. „Etwas gebraucht“ habe sein Team, um die eigene Überlegenheit zu verinnerlichen. Galm sprach von „vermisster Zielstrebigkeit“ in der Folgezeit. Erst Knolls 2:0 löste sämtliche Verkrampfungen.

„Danach hat fast alles geklappt“, sagt Galm. Der 43-Jährige betonte, dass neben den bekannten Stärken der Mannschaft – nämlich „eng und kompakt“ zu agieren – auch die „Ruhe im Spiel nach vorne“ gepasst hätte. Mit dem nunmehr zwölften Saisonerfolg schnuppern die Staffelsee-Kicker am inoffiziellen Titel „Beste Rückrundenmannschaft“. Ob es am Ende dazu kommt, hängt maßgeblich von den Ergebnissen der SF Aying ab. Doch das ist für die Murnauer Fußballer allenfalls ein Randaspekt. Sah auch Andi Knoll so, als er breit grinsend, mit einem Siegestrunk in der Hand, zurück in die Kabine schlurfte.

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Quelle: fussball-vorort.de

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