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Bester Mann des FC Bad Kohlgrub-Ammertal: Torwart Lukas Gerhauser, der in Gaißach sein Bezirksligadebüt gab.

Bad Kohlgrub blutleer in Richtung Kreisliga

FC Bad Kohlgrub-Ammertal - Der Ausflug in die Bezirksliga ist für die Fußballer des FC Bad Kohlgrub-Ammertaler nun Geschichte. Und auch das Ende war nicht gerade erfreulich: Zum Abschluss verlor der FC bei Mit-Absteiger Gaißach 0:2.

Das Abenteuer Bezirksliga endet für den FC Bad Kohlgrub-Ammertal am Pfingstsamstag so, wie es vor knapp neun Monaten begonnen hatte: mit einer 0:2-Niederlage. Lediglich der Ort war ein anderer. Mitte Juli war die Mannschaft von Trainer Sepp Geipl beim FC Phönix München mit diesem Ergebnis in die Saison gestartet. Und auch am vergangenen Samstag verloren die Ammertaler 0:2 – beim SC Gaißach. „Irgendwie hat dieses Spiel auf unserer Seite keinen mehr so richtig interessiert“, erklärt Geipl. Seine Erklärung: „Die Enttäuschung über den verpassten Klassenerhalt war wohl zu groß, als dass die Spieler nochmal abrufen hätten können, was in ihnen steckt.“

Der Trainer selbst hätte sich im letzten Spiel an der Seitenlinie einen erfolgreicheren Abschied gewünscht. Letztendlich nahm er das Ergebnis relativ gelassen hin. „Vielleicht hat es so sein müssen, dass wir uns genauso verabschieden, wie wir reingekommen sind“, sagt er. Die Partie, sie verlief ganz Kohlgrub-typisch. Ein Dutzend Großchancen zählte Bad Kohlgrubs Übungsleiter, ohne sich auch nur einmal über einen erfolgreichen Abschluss freuen zu dürfen. „Wir waren nicht so richtig präsent“, gab Geipl zu. „Irgendwie blutleer. Wir hatten es nicht mehr so richtig drauf und es hat kaum einer Normalform erreicht.“

Von seiner Kritik ausnehmen wollte der Coach lediglich Torwart Lukas Gerhauser, der am letzten Spieltag noch sein Bezirksligadebüt gab. Das hatte Geipl dem jungen Burschen versprochen, „wenn die Möglichkeit besteht“, betont Geipl. Gegen Gaißach, das wie Bad Kohlgrub schon vor dem Schlussakt abgestiegen war, war’s so weit. „Er hat seine Sache ganz gut gemacht“, lobt Geipl. Bei den beiden Gegentoren ließen ihn seine Vorderleute im Stich. Beide Treffer fielen Mitte der ersten Halbzeit. Ein Doppelschlag von Sebastian Ronge und Adi Flossmann, die innerhalb von nur vier Minuten nahezu ungehindert einschieben durften.

„Den Gastgebern war deutlich anzumerken, dass sie ihr letztes Heimspiel unbedingt gewinnen und sich mit einem Sieg in die Kreisliga verabschieden wollten“, sagt Geipl. Dieses Feuer fehlte den Gästen – verständlich. „Wir konnten uns nicht mehr dazu aufraffen, alles abzurufen.“ Überflüssig war die Niederlage dennoch. Schuld allein waren ja nicht die Nachlässigkeiten in der Defensive: Wie so oft in dieser Spielzeit gingen die Gäste zu schlampig mit ihren Gelegenheiten um. Hinzu kam, dass Gaißachs Torhüter David Lang einen sehr guten Tag erwischte. Gerade bei den Chancen von Bernhard Bauer und Florian Reindl reagierte er ausgezeichnet.

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Quelle: fussball-vorort.de

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