Jubel über den Platz an der Sonne? Diese Frage entscheidet sich am Sonntag, wenn der WSV Unterammergau mit (v.l.) Mateo Sebic, Simon Stumpfecker, Sebastian Moser, Robin Reiter und Ferdinand Brauchle auf Münsing trifft.
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Jubel über den Platz an der Sonne? Diese Frage entscheidet sich am Sonntag, wenn der WSV Unterammergau mit (v.l.) Mateo Sebic, Simon Stumpfecker, Sebastian Moser, Robin Reiter und Ferdinand Brauchle auf Münsing trifft.

SV Münsing erst mit einer Saisonniederlage

Kann der WSV Unterammergau im Spitzenspiel die Tabellenführung übernehmen?

  • VonOliver Rabuser
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Am Sonntag trifft der erste auf den zweiten. Oder auch die beste Offensive gegen die beste Defensive.

Unterammergau – Spitzenspiel! Genau das lässt ein Blick auf die Tabelle der Fußball-Kreisklasse 3 vermuten, denn die unterstreicht die Brisanz des Duells zwischen dem WSV Unterammergau gegen den SV Münsing-Ammerland. Der Tabellenzweite empfängt den Spitzenreiter. Beide Teams haben bislang neun Spiele absolviert und dabei sechsmal gewonnen. Bei den restlichen Begegnungen haben die Gäste die Nase vorne, was ihnen somit die Pole-Position vor dem direkten Duell am Sonntagnachmittag (14 Uhr) einbringt.

„Es treffen die beiden Vereine aufeinander, die bis jetzt die meisten Punkte geholt haben“, meint WSV-Abteilungsleiter Leonhard Gansler. Dementsprechend müsse man mit dem Begriff Spitzenspiel leben. „Aber lieber so eine Bezeichnung als Abstiegskampf.“ Doch es ist nicht nur auf Vereinsebene ein Topduell, auch bei den besten Torschützen der Liga treffen die Nummer eins und zwei aufeinander. Hier hat allerdings Unterammergau in Person von Ferdinand Brauchle die Nase deutlich vorne. Die WSV-Tormaschine traf 14-mal ins Schwarze, Verfolger Hans Zachenbacher immerhin schon acht Mal – fast ein Treffer pro Partie im Schnitt.

Das Prunkstück der Gäste ist allerdings die Defensive, die erst sieben Treffer zugelassen hat. Nur Uffing kann diesbezüglich mithalten. Der SVU hat acht Tore kassiert, aber auch zwei Spiele weniger absolviert. Bei den Unterammergauern hingegen liegen die Stärken klar im Offensivbereich. 23 Tore bedeuten Ligabestwert – es treffen also der beste Angriff und die erfolgreichste Abwehr aufeinander.

Interessant zu sehen, wer sich da am Ende durchsetzen wird. „So leicht man sich mit statistischen Spielereien auch tut, alles lässt sich daran auch nicht festmachen“, stellt Gansler jedoch klar. Das beste Beispiel dafür sei, dass Uffing gegen Benediktbeuern verlor und Oberau/Farchant gegen den gleichen Gegner erfolgreich gewesen ist. „Das hätte man beim Blick auf die Tabelle nicht vermutet.“

Personell lichtet sich das Lazarett im Ammertal ein wenig und dabei sind Spieler wie Stefan Wagner oder Christian Kolb noch gar nicht mit einbezogen. „Diese Jungs werden vielleicht nach der Winterpause wieder ein Thema“, vermutet Gansler. Aktuell kehren Anton Speer und Elias Hartwig wieder zurück in die Mannschaft. „Anton war jetzt einige Spiele nicht dabei und auf Elias konnten wir in dieser Saison ja noch gar nicht zurückgreifen“, freut sich Gansler über das Comeback der beiden WSV-Spieler. Grundsätzlich seien die Unterammergauer froh über ihren breiten Kader. (OLIVER RABUSER)

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