Will nichts von einem Spitzenspiel hören: SVU-Coach Thomas Neumeier. Foto.mayr
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Will nichts von einem Spitzenspiel hören: SVU-Coach Thomas Neumeier. Foto.mayr

Der SV mit einem Spiel weniger wie der kommende Gegner

Spitzenspiel in Uffing: Der Tabellendritte WSV Unterammergau ist zu Gast

  • VonMarco Blanco-Ucles
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Der SV Uffing erwartet eine knifflige Aufgabe. Am Abend ist der WSV Unterammergau zu Gast. DIe Gäste können bei einem Sieg auf Rang zwei klettern.

Uffing – Der Fünfte empfängt den Dritten. Auf dem Papier ist die Partie in der Fußball-Kreisklasse 3 zwischen dem SV Uffing und dem WSV Unterammergau am heutigen Abend (19.30 Uhr) ein Spitzenspiel. Doch Vorsicht ist geboten. Erstens befindet man sich am Ende der Anfangsphase der Saison. Zweitens ist durch einige Spielverlegungen das Tabellenbild etwas verzerrt

Beispiel gefällig? Die Gäste aus dem Ammertal haben aktuell drei Zähler mehr als der SVU auf dem Konto. Allerdings hat Unterammergau auch bereits sieben Partien absolviert, Uffing lediglich fünf.

„Es ist noch zu früh in der Saison, um von einem echten Spitzenspiel zu sprechen“, betont Thomas Neumeier. Der SVU-Coach lässt sich vom guten Saisonstart seines Teams – zwölf Zähler aus vier Partien – nicht blenden und weiß um die Stärke des Gegners. „Sie wären vergangene Spielzeit um ein Haar aufgestiegen, sind eine richtig gute Mannschaft.“ Das gelte für das Unterammergauer Kollektiv, nicht nur für Top-Torjäger Ferdinand Brauchle (zehn Treffer). „Natürlich ist es ein Schlüssel zum Sieg, ihn aus dem Spiel zu nehmen. Alleine damit ist es allerdings nicht getan.“ Da der Hauptplatz in Uffing nicht mit den für eine abendliche Partie nötigen Flutlichtmasten ausgestattet ist, findet das Spiel auf dem etwas ungeliebteren, weil kleineren Nebenplatz statt. Für Neumeier allerdings keine Ausrede. „Das betrifft Unterammergau genauso.“

WSV Unterammergau möchte nach Niederlage Wiedergutmachung betreiben

Im Ammertal ist man indes froh, nach der bitteren 0:2-Niederlage gegen Höhenrain am vergangenen Sonntag direkt die Chance zur Wiedergutmachung zu erhalten. „Wir ärgern uns über das verlorene Spiel und wollen es besser machen“, betont Ludwig Hutter. Der Sportliche Leiter des WSV weiß allerdings um die Schwere der Aufgabe: „Uffing ist klarer Favorit in diesem Spiel. Wenn wir dort punkten könnten, wäre es eine Überraschung.“

Rückschläge wie gegen Höhenrain kämen allerdings nicht aus heiterem Himmel. Die Unterammergauer laufen mit einem sehr jungen und damit unerfahrenen Team in der Kreisklasse auf. „Das ist unsere jüngste Mannschaft seit 25 Jahren“, betont Hutter. Aus diesem Grund ist man beim WSV weit davon entfernt, den im Sommer knapp verpassten Aufstieg als Ziel zu formulieren. „Wir müssen mit den jungen Burschen Geduld haben, sie müssen sich erst noch an den Herren-Fußball gewöhnen.“

Aussagen, die nicht an ein Spitzenspiel erinnern. Die Tabelle aber behauptet etwas anderes. (MARCO BLANCO UCLES)

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