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Stark auf neuer Position: Leo Axthaler (r.) läuft in Habach auf außen auf.

TSV schockt mit Habach nächstes Top-Team

Murnau ist der Schreck einer ganzen Liga

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Der TSV Murnau mausert sich zum Favoriten-Schreck der Kreisliga 1. Beim 0:0 in Habach knöpft die Adelwart-Elf dem nächsten Top-Team einen Punkt ab. 

Habach– Vor einem halben Jahr haben sich der TSV Murnau und der ASV Habach gemeinsam für das Spiel des Lebens beim Fernsehsender Sky beworben. Ihr selbst-gedrehtes Video – mit Fabian Hirschler als Erklärbär – erntete zwar in der lokalen Fußballszene viele Lacher, fiel aber bei der Jury durch. Vielleicht war’s besser, dass sich beide Teams nicht vor vielen Kameras trafen. Denn fernseh-reif war diese Partie nicht. Immerhin das Ergebnis passte für die Murnauer: Beim 0:0 knüpften sie dem nächsten Favoriten einen Zähler ab. „Geht in Ordnung“, findet Trainer Michael Adelwart.

Seine Mannschaft hat Habach im perfekten Moment erwischt: Seit fünf Partien wartet der ASV auf einen Sieg. „Uns fehlt die Durchschlagskraft“, klagt Heim-Coach Martin Wagner. Deshalb spielte sich die Partie die meiste zwischen und nicht in den Strafräumen ab. Adelwart lobt zwar Habach, weil er „eine gewisse Handschrift“ und „ordentlich Tempo“ erkannt habe. Allerdings sah auch er kaum Chancen der Gastgeber, was daran lag, dass Spielmacher Felix Habersetzer nach einem Zweikampf in der Anfangsphase verletzt raus musste. „Wir haben gut dagegengehalten“, betont Adelwart.

Die beste Chance im ersten Abschnitt vergab Tobias Habersetzer, der aber zu überhastet agierte und den Ball weit über den Kasten schoss. Nach der Halbzeitpause boten die Murnauer „20 richtig gute Minuten“, wie der Coach sagt. Zwei Tore hätte der TSV erzielen können. Nahe dran war Kapitän Benedikt Hausmann, dessen Kopfball nach einer Standardsituation nur die Querlatte traf. Auch ASV-Akteur Benedikt Heckmeier köpfte eine Flanke ans Aluminium. Trotz der Chancen-Armut zeigten beide Mannschaften eine sehr laufintensive Partie. Den hohen Einsatz sieht Adelwart als Schlüssel für den Punktgewinn. „Wir haben definitiv was dafür getan.“

Vor dem Anpfiff hatte der Trainer seine geplante Aufstellung doch nochmals über den Haufen geworfen. Nasis Polymeridis war kurzfristig beruflich gefragt. Also vertrat Philipp Mann den verletzten Denis Grgic im Sturm. Ein Überangebot an Spielern im Mittelfeld-Zentrum zwang Adelwart dazu, Leo Axthaler auf außen zu positionieren. Ein Schachzug, der sich auszahlte. Axthaler habe es „richtig gut gemacht“ auf der neuen Position – wie eigentlich das gesamte Team. „Wir können alle sehr zufrieden sein.“

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