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ERDINGER-Torjäger Ferdinand Brauchle: „Ich wüsste nicht, warum ich von hier weg sollte“

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Von: Dominik Mittermaier

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Ferdinand Brauchle hat die Chance auf 15 Kästen Erdinger Weißbier
Ferdinand Brauchle hat die Chance auf 15 Kästen Erdinger Weißbier © FuPa/Andreas Mayr

Mit 19 Treffern nach 16 Partien ist Ferdinand Brauchle der herausragende Mann in den Zugspitze-Kreisklassen. Dank ihm steuert der WSV Unterammergau auf den Aufstieg zu.

Unterammergau - Alle Mannschaftskollegen des WSV Unterammergau zusammen haben so viele Tore erzielt, wie Top-Stürmer Ferdinand Brauchle alleine - nämlich 19 Stück. Zusammen ergeben sich daraus 38 Hinrunden-Treffer, die ausschlaggebend für die Tabellensituation des WSV sind.

Mit vier Punkten Vorsprung auf den SV Münsing-Ammerland thront das Team rund um das neue Trainergespann Tobias Benning und Josef Thiermeyer auf Platz eins - auch dank ihres Torgaranten in der Sturmspitze. Aufgrund seiner zahlreichen Treffer hat Brauchle nun die Chance 15 Kästen Erdinger Weißbier abzusahnen. Wie er sich seinen Torrausch erklärt, erzählt er im Interview mit Fussball Vorort.

 „In der Liga kann jeder jeden schlagen.“

Ferdinand Brauchle möchte sich keinesfalls zu sicher sein

Servus Ferdinand, ihr seid momentan Erster in der Kreisklasse 3 Zugspitze. Wie sieht dein Hinrundenfazit aus?

Im Großen und Ganzen sind wir sehr zufrieden. Wir haben ein junges Team, das von zwei herausragenden und ebenfalls jungen Trainern geleitet wird. Wir hatten ein paar souveräne Spiele und andere Partien, die hart umkämpft waren. Zum Glück haben wir diese auch gewonnen. Da muss man ehrlich sagen, dass uns genau diese Punkte gutgetan haben und entscheidend dafür waren, dass wir jetzt ganz oben an der Tabelle stehen.

Der WSV pendelte in den letzten Jahren immer zwischen A- und Kreisklasse. Wie fühlt es sich an, ein wichtiger Teil dieser Erfolgsmannschaft zu sein, der es gelingen könnte in die Kreisliga aufzusteigen?

Vorab muss gesagt werden, dass es bis dahin noch ein langer harter Weg werden wird. In der Liga kann jeder jeden schlagen und vor allem an der Spitze ist es aktuell noch brutal eng. Dennoch werden wir alles in die Waagschale werfen, um den Aufstieg perfekt zu machen. Dafür brauchen wir weiterhin das nötige Spielglück. Keine Frage. Aber sollten wir auch am Ende ganz oben stehen, wäre das für den ganzen Verein mit Sicherheit der sportliche Höhepunkt.

Du bist mit 19 Toren mit weitem Abstand der beste Torschütze der Liga. Was ist dein Erfolgsrezept?

Das Erfolgsrezept ist auf jeden Fall die Mannschaft. Das will ich an der Stelle ganz klar betonen. Die Tore schieße ich nicht alleine, denn meine Mitspieler haben mir mit ihren Vorlagen maßgeblich dazu verholfen. Ein Stürmer ist immer auf seine Kollegen angewiesen und da ist es wichtig, dass die Hinterleute die entscheidenden Pässe im entscheidenden Moment in den Raum spielen.

„Natürlich hat der ein oder andere höherklassige Verein schonmal angeklopft.“

Ferdinand Brauchle über bisherige Wechselgedanken

Als welche Art von Stürmer würdest du dich bezeichnen? Hast du bestimmte Attribute, die dich besonders auszeichnen?

Ich denke diese eine herausstechende Stärke habe ich nicht wirklich. In dieser Saison habe ich Tore aller Art erzielt. Ob das jetzt Freistoß-, Elfmeter-, Kopfballtore oder Treffer aus dem Spiel heraus waren. Es war von allem etwas dabei, von daher tue ich mir schwer eine bestimmte Stärke hervorzuheben.

Auffällig ist, dass du in deiner gesamten Karriere weitaus mehr Tore erzielst als, Assists sammelst. Woran liegts?

Ich habe bestimmt schon mal ein, zwei Tore aufgelegt, gerade in dieser Saison. Meine Mitspieler treffen ja durchaus auch mal das Tor. Wir haben bisher als Mannschaft 38-mal genetzt, da wird doch hoffentlich auch mal der ein oder andere Assist von mir gekommen sein (lacht).

Hattest du jemals Wechselabsichten, vielleicht in einer höheren Liga sich zu beweisen oder steht das Motto einmal WSV immer WSV?

Natürlich hat der ein oder andere höherklassige Verein schonmal angeklopft, aber ich muss sagen, dass sich mich in der Mannschaft super wohlfühle. Der Großteil meiner besten Freunde spielt hier, von daher habe ich bisher keinen ernsthaften Gedanken an einen Wechsel verschwendet. Zudem ist die Zusammenarbeit mit dem neuen Trainergebilde und dem Vorstand beim WSV wirklich top. Im Großen und Ganzen bin ich super zufrieden und wüsste nicht, warum ich von hier weg sollte.

Das Interview führte Dominik Mittermaier

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