Immer einen Tick zu spät: Korbinian Sachse und der SV Ohlstadt sind Johannes Büchl und dem FC Bad Kohlgrub in der derzeitigen Form weit überlegen.
+
Immer einen Tick zu spät: Korbinian Sachse und der SV Ohlstadt sind Johannes Büchl und dem FC Bad Kohlgrub in der derzeitigen Form weit überlegen.

Ohlstadt schießt Bad Kohlgrub mit 6:1 ab

FC Bad Kohlgrub: Die nächste Klatsche - Bernhard Kurz trifft viermal

  • VonOliver Rabuser
    schließen

Der ultimative Jubel nach Schlusspfiff ist, anders als in der Vorwoche, fast komplett ausgeblieben. Der SV Ohlstadt kam beinahe mühelos zum Kantersieg vor heimischer Kulisse gegen den FC Bad Kohlgrub.

Ohlstadt – Den Gästen blieb die bittere Erkenntnis, dass die Konkurrenzfähigkeit für die Fußball-Kreisliga nicht gegeben ist. Ohlstadt siegte mit 6:1, Bernhard Kurz wurde als vierfacher Torschütze gefeiert, und das Team von Jan Tischer nistet sich im oberen Tabellendrittel ein.

„Pflicht erfüllt“, kommentierte Tischer leidenschaftslos. „Es ist schwierig, wenn du nach einer Minute führst und bald darauf das 2:0 folgt.“ Beide Male war Kurz verantwortlich. Matthias Kaindl verpasste nur wenig später das 3:0. Der zwischenzeitliche Anschlusstreffer durch Niklas Nüßgen (25.) zeigte den Platzherren zur rechten Zeit auf, dass Ernsthaftigkeit vonnöten ist. Zu leichtfertig rückte das Ohlstädter Team im Kollektiv in die Kohlgruber Hälfte. „Nicht konsequent weitergespielt und die Zweikämpfe nicht gewonnen“, moniert Tischer. Erneut war es Kurz, der den SVO wieder in die richtige Spur führte. Hannes Fischer zog nach einer Ecke mit Links ab, Kurz hielt den Schlappen rein – 3:1. Damit war das Soll für den Angreifer erfüllt. Sein Zuspätkommen in Miesbach hätte unter normalen Umständen die Mannschaftskasse klingeln lassen. Man ließ sich den Deal einfallen, dass Kurz seinen Geldbeutel stecken lassen kann, sollte er drei Treffer erzielen. Kann man so machen.

FC Bad Kohlgrub gibt sich kämpferisch

Was man hingegen tunlichst unterlassen sollte, verdeutlichte FC-Coach Oliver Pajonkowski: „Wir schaffen es nicht, hellwach auf dem Platz zu kommen, verlieren das Spiel in den ersten sieben Minuten.“ Das Fehlen von Abwehrchef Max Meditz war unübersehbar. „Die Ordnung findet sich nicht, weil ich jedes Mal umbauen muss“, hadert Pajonkowski. Energisch entgegen tritt er den sich im Landkreis häufenden Vermutungen, dass bei den Ammertalern die ohnehin schon gedämpften Lichter bald komplett ausgehen. Man werde diese Saison „mit Sicherheit“ fertig spielen, stellt Pajonkowski klar. Vielmehr hofft man in Bad Kohlgrub, dass es demnächst wieder „in die andere Richtung“ geht. Hätte am Boschet auch passieren können: Nüßgens zweiten Hochkaräter aber entschärfte SVO-Keeper Kevin Ziener, indem er dem Angreifer den Ball vom Fuß fischte.

Danach nahm das Schicksal der Gäste den bislang gewohnten Lauf. Ohlstadt bestrafte die Nachlässigkeiten des Schlusslichts. Anton Wolf steuerte beim zweiten Einsatz in der Ersten Mannschaft seinen ersten Assist bei, Luis Steffl vollendete per Kopf. Luis Frombeck und Kurz via Elfmeter besorgten den Rest. Dem Mitleidsverdacht bei Teilen der Gastgeber entgegnete Tischer energisch: „Wir müssen uns nicht entschuldigen, wenn wir so einen Gegner abschießen.“ Einen Widersacher dieser Güteklasse wird man am Boschet wohl länger nicht begrüßen.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare