+
Sieht seine Zukunft als Abteilungsleiter , nicht als Trainer : der Murnauer Fußballer-Chef Michael Adelwart.

Auf der Zielgeraden

Lieber Abteilungsleiter als Trainer: Murnau-Coach Adelwart hört zum Saisonende auf

  • schließen

Es werden seine vorerst letzten Monate als Coach des TSV Murnau. Michael Adelwart legt sein Amt zum Saisonende nieder.

Murnau – Die Mannschaft kennt Michael Adelwarts Pläne. Eine böse Überraschung also wird ausbleiben beim TSV Murnau. Dass der Trainer mit dem Start in diese zweite Saisonphase in der Kreisliga auf die Zielgerade seine Tätigkeit bei der Ersten Mannschaft einbiegt, hat er den Fußballern kundgetan. Sein Entschluss steht fest: „Es ist nicht geplant, dass ich weitermache.“ Als Grund darf man weiterhin seine große Verbundenheit zum Jugendfußball angeben, aber auch die Verquickung von Ämtern, die ihm offensichtlich nicht schmeckt. „Es macht einfach keinen Sinn in meiner Funktion“, stellt der 37-Jährige klar. Dass einige im Umfeld des TSV Murnau anders denken, das ist Adelwart durchaus bewusst. Nur: Umstimmen wird er sich wohl nicht lassen. Denn: „Ich suche ja bereits einen Nachfolger.“ Vielleicht hat er ja sogar schon einen gefunden. Raus rückt er mit dieser Info noch nicht. Nur ein geheimnisvolles Lachen rutscht ihm heraus. Da ist was im Busch.

Noch aber haben Adelwart, sein Stab mit Volker Bockhorni und Stephan Bierling sowie die Mannschaft eine Aufgabe zu lösen. Der Coach spricht Klartext, um das primäre Ziel vorzugeben: „Wir spielen immer noch gegen den Abstieg. Und fehlen noch ein paar Punkte.“ Eine eher kritische Analyse der Lage der Murnauer im Klassement der Kreisliga 1. Doch: Geht der TSV beim Auftakt an diesem Samstag in Deisenhofen leer aus, mag Adelwart damit vielleicht sogar Recht haben. Denn im Grunde liegt alles noch sehr eng beisammen im Mittelfeld. In Deisenhofen bei der zweiten Garde, der U23, anzutreten, ist kein Zuckerschlecken. „Du weißt halt nie, was dich erwartet“, bestätigt der Trainer. „Wenn da die richtigen Leute spielen, ist das Team deutlich stärker. Der Verein hat schon Möglichkeiten.“ 1:4 unterlag Murnau in der vergangenen Saison, in bisher drei Duellen gab es auswärts lediglich einen Punkt.

Eine Serie, die gerne positiver gestaltet werden dürfte. „Wir wollen schon was holen“, sagt Adelwart. Allerdings hat er drei namhafte Ausfälle zu beklagen. Bojan Stojanovic weilt noch in der serbischen Heimat und kommt erst am Sonntag zurück nach Murnau, spielt daher in der Zweiten Mannschaft. Michael Meditz befindet sicht im Urlaub, und Julian Büth ist anderweitig verhindert an diesem Wochenende. „Zwölf Mann“ bleiben übrig – stellt Adelwart klar. Kein Mega-Kader. Aber der Coach klagt nicht. Im Gegenteil. Er ist davon abgegangen, für die Kreisliga-Mannschaft ein 20-Mann-Aufgebot zu benennen. Zu viele Unzufriedene habe solch ein Vorgehen zur Folge. „Und es ist doch besser, wenn auch die Zweite vernünftig trainieren kann.“ Benötigt er dann weiteres Personal, geht er auf die Suche – bei der Reserve oder bei den A-Jugendlichen. So läuft es auch an diesem Wochenende. Moritz Winkler aus der zweiten Garde hat er im Auge oder auch Dominik Jäger, der in der Vorbereitung schon einige Einheiten mit der Ersten bestritten hat. Im Testspiel gegen Bad Heilbrunn stand er sogar in der Startformation. „Er hat wieder angefangen“, sagt Adelwart.

Die Vorbereitung auf den zweiten Teil der Saison bezeichnet der Trainer als „in Ordnung“. Das dürfte sich so ziemlich im Mittelfeld der Erwartungen einordnen lassen. „Wir hatten zwei ganz ordentlich Spiele.“ Gegen die stärkeren Teams aus Bad Heilbrunn (0:1) und Polling (3:2) sah Adelwart gute Ansätze. „Gegen die Schwächeren war es nicht so rosig.“ Was ihn in Deisenhofen erwartet, ist somit eher unklar.

Klar ist hingegen, dass die Murnauer auf Stürmer Fabian Hirschler noch länger warten müssen. „Er ist heiß, wieder zu spielen“, sagt der Coach. Doch: Er wird sich noch gedulden müssen. Vergangene Woche musste er nochmals am ramponierten Knie operiert werden. Was genau fehlte, kann sein Trainer nicht sagen. „Er hatte Probleme, richtig in die Streckung zu kommen.“ Daher mussten die Ärzte nochmals ran. Wie lange sich die Geschichte nun ziehen wird, kann Adelwart nicht abschätzen. „Ein paar Wochen wird es aber sicher dauern.“ Solange sind Thomas Haas und Denis Grgic in der Offensivabteilung alleine für die Torerfolge verantwortlich.

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Neun-Tore-Spektakel: Bad Kohlgrub schlägt Garmisch-Partenkirchen II im U13-Derby
Ein Derbysieg ist den D-Junioren der SG Bad Kohlgrub gegen den 1. FC Garmisch-Partenkirchen II gelungen. 6:3 bezwangen die Nachwuchs-Fußballer ihre Werdenfelser …
Neun-Tore-Spektakel: Bad Kohlgrub schlägt Garmisch-Partenkirchen II im U13-Derby
SV Eschenlohe am Ende nur noch zu acht auf dem Platz 
Verhältnismäßig schmales Programm der Landkreis-Mannschaften in der A-Klasse 6. Gerade einmal an fünf Partien waren sie am Osterwochenende beteiligt.
SV Eschenlohe am Ende nur noch zu acht auf dem Platz 
Unterammergau siegt mit 3:1 - Tobias Speer mit Traumtor
Der Karsamstag war nicht gerade der Tag der Landkreisvereine. Vorösterliche Gefühle dagegen beim WSV Unterammergau.
Unterammergau siegt mit 3:1 - Tobias Speer mit Traumtor
Neumeier: „Irgendwie bin ich auch froh, dass es mal schief ging“
Thomas Neumeier hatte es im Vorfeld schon angedeutet: „Wenn wir so spielen wie in der zweiten Halbzeit gegen Schlehdorf, dann werden wir uns schwer tun, was zu holen“, …
Neumeier: „Irgendwie bin ich auch froh, dass es mal schief ging“

Kommentare