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Heiß aufs Derby und aufs Bezirksfinale : Die E-Jugend-Kicker des TSV Farchant mit ihren Coaches Sabine Rotter, Stefan Fessenmayer und Florian Urban. 

TSV Farchant richtet am 7. Juli eines von vier Bezirksfinal-Turnieren aus

Merkur Cup: Farchanter Finale dahoam

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Der TSV Farchant richtet am 7. Juli eines von vier Bezirksfinalturnieren des Merkur Cups aus.

VON ANDREAS MAYR

Farchant – Auch Trainer waren mal jung. Stefan Fessenmayer ist es im Grunde ja heute noch mit seinen 30 Jahren. Und doch: Er hat schon so einige Geschichten aus seiner Fußballkarriere parat. Aus der Jugend eine ganz spezielle: die von Thomas Müller. Der Weltmeister ballerte einst im Merkur CUP die Farchanter U11 vom Platz. „Fünf Tore“, erinnert sich Fessenmayer, der selbst auf dem Platz stand. „Er war damals schon ganz gut“, sagt Fessenmayer und lacht. Müller schoss den TSV Pähl im Alleingang weiter, ging nach dem Merkur CUP 2000 dann zu FC Bayern.

Gerne wäre Fessenmayer im Bezirksfinale 2019 mit dem jetzigen Farchanter Nachwuchs wieder auf einen der großen Drei getroffen: FC Bayern München, TSV 1860 oder Unterhaching. Damit seine Kicker vielleicht auch einmal von Duellen mit Weltmeistern berichten können. Doch bei der Auslosung im Sportpark Unterhaching landeten die Top-Mannschaften in den übrigen drei Gruppen.

Fessenmayer nimmt’s gelassen. Immerhin richten die Farchanter das Turnier am Sonntag, 7. Juli, (ab 10.30 Uhr) dafür selbst aus. „Das i-Tüpfelchen“, sagt der Coach. „So etwas habe ich noch nie miterlebt.“ Ging sogar ohne Bewerbung. Merkur-CUP-Organisator Uwe Vaders bot dem TSV Farchant noch direkt beim Kreisfinale in Murnau an, eines der vier Turniere der Runde der letzten 32 Teams im Verbreitungsgebiet des Münchner Merkur auszurichten. „Wir hatten das gar nicht auf dem Schirm“, räumt Fessenmayer ein. „Aber das ist eine Super-Sache.“

Bereits jetzt tuscheln die Kinder, wie’s wohl wird, ein Finale daheim vor vielleicht hunderten Zuschauern zu spielen. Die Mannschaft freue sich riesig, die Qualifikation für die vorletzte Runde geschafft zu haben – zum dritten Mal in der 25-jährigen Historie des Turniers nach 1997 und 2007.

Noch aber bestimmt ein anderes Thema die Kabinengespräche der Talente. Zwei Tage vorher kommt der 1. FC Garmisch-Partenkirchen zum entscheidenden Ligaspiel nach Farchant. „Immer ein Prestigeduell – in allen Altersklassen“, betont Fessenmayer. Mit einem Sieg würde der kleine TSV den großen Nachbarn überholen, auf Rang zwei rücken.

Danach trennen sich die Wege. Die Garmisch-Partenkirchner fahren am Sonntag zum Bezirksfinale nach Wildsteig, während die Farchanter am selben Tag ihr Heim-Turnier im großen Stil aufziehen. Der Wirt stellt den Grill auf, der TSV die Torwand, ein Glücksrad mit Preisen sowie eine Hüpfburg. „Damit außen herum etwas geboten ist.“ In erster Linie gehe es aber um das Turnier. Fessenmayer hat seine Kollegen aus der Ersten Mannschaft zum Kommen animiert. Einige sagten direkt zu. So viele Zuschauer werden den Puls der Kleinen nach oben treiben. Doch der Coach hat sein Team über sieben Jahre von der G-Jugend an auf solche Duelle vorbereitet. „Wie ich sie kenne, brauche ich nicht viel zu sagen.“

Genießen ist angesagt und Spaß haben. Nach diesem Prinzip lässt er im Kleinfeldbereich trainieren. Druck gehört nicht zum Plan. Welcher Platz herausspringt, das Thema erklärt der Coach zur Nebensache. Die Chance auf den Einzug ins große CUP-Finale der besten acht Vereine schätzen die Farchanter als gering ein. Ihr Trumpf sind Zusammenhalt und Physis. „Die Truppe passt gut zusammen.“

Sollte ihnen doch der Coup gelingen, könnte sich Fessenmayer sogar mit einer Gemeinschaftsaktion anfreunden – etwa gefärbte Haare für alle. „Das müsste ich den Eltern aber erst erklären“, scherzt der Farchanter, der sich mit Florian Urban, Sabine Rotter und Tobias Brendgen um 40 E-Jugendliche im Verein kümmert.

Fest steht dafür, dass der Merkur CUP für Fessenmayer ein Abschluss wird. Spielen will er nicht mehr, weil das Knie streikt. Trainieren hört er auf, weil daheim das zweite Kind auf dem Weg ist. Zeit lasse sich nicht kaufen, sagt er. Daher soll’s zumindest ein Jahr Pause sein.

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