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Hoch die Hände: Anton Brenner (l.) bejubelt das 3:0 gegen die Uffinger gemeinsam mit seinem Grainauer Teamkollegen Benjamin Zach. 

A-Klasse 6 kompakt

Mittenwald und Farchant abgesagt - FC GAP II mit Tor-Festival 

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Der Winter ist zurück – zumindest für einen Tag. Erwischt hat es aus Landkreis-Sicht vor allem die Teams der A-Klasse 6, von denen die meisten ihre Heimspiele noch am Sonntag austragen.

Landkreis – Pech gehabt – lautet da nun die Devise, da die Samstagspartien alle ohne Probleme durchgingen. Absagen am Sonntag gab es dann in Mittenwald und Farchant. Neue Termine stehen aber schon fest: Der TSV holt seine Partie gegen Söchering am 15. Mai nach, der FC Mittenwald wagt sich gegen Oberau an Christi Himmelfahrt ran – dem Vatertag. Bei den absolvierten Partien gelang sicher dem VTA die größte Überraschung: Die Garmisch-Partenkirchner holten sich einen Punkt beim 1. FC Penzberg II.

SC Eibsee Grainau – SV Uffing II 4:2 (3:0)

Schiedsrichter: Dragan Dekic (TSV Benediktbeuern). –Zuschauer: 60.

Tore: 1:0 (19.) F. Klier (Eigentor), 2:0 (33.) S. Bilz, 3:0 (42.) Brenner, 3:1 (53.) Kinast, 3:2(81.) Weingand, 4:2 (89.) M. Hauck.

Gelb-Rot: Schuster (90./SV Uffing II/)

Der Eibsee-Express nimmt noch einmal Anlauf. Nach dem 4:2-Erfolg gegen Uffing ist das Thema Aufstiegsrelegation für die Grainauer Fußballer plötzlich wieder ins Visier gerückt. Drei Zähler sind es aktuell auf den neuen Zweiten Eberfing. Gegen Uffing reichte dem SCG eine gute erste Halbzeit, um den Grundstein zu legen. „Sechs Chancen, drei Tore. Die Führung geht in Ordnung“, urteilt Andreas Zinn. Einen Schrägschuss von Sebastian Klier lenkte Fabian Klier mit der Fußspitze ins eigene Tor. Danach drückte Stefan Bilz eine Kopfballvorlage von Benjamin Zach über die Linie. Anton Brenner war letztlich Nutznießer einer Pressing-Situation.

Warum Grainau nach dem Seitenwechsel zunehmend fahriger wurde, vermochte Zinn nicht aufzulösen. „Aber wir haben das Spiel aus der Hand gegeben.“ Peter Kinast war nach einem Eckball für Uffing zur Stelle, Michael Weingand besorgte das 2:3. „Schlecht verteidigt“, moniert der Coach. Allerdings lobt er im gleichen Atemzug auch die Moral der Uffinger. Die Gäste versäumten es allerdings, ihre vorhandenen Möglichkeiten auf den Ausgleich zu nutzen, sodass Maximilian Hauck kurz vor Schluss im Gegenzug die Entscheidung besorgte.  or

1. FC Penzberg II – VTA Garmisch-P. 5:5 (2:2)

Schiedsrichter: Alexander Schramm (FC Traubing). – Zuschauer: 10.

Tore: 1:0 Azizi (4.), 2:0 Azizi (19.), 2:1 Karg (22.), 2:2 A. Rotaru (28.), 3:2 Kosova (53.), 3:3 Iacob (55.), 3:4 Karg (69.), 4:4 Menzil (71.), 5:4 Kosova (82.), 5:5 D. Rotaru (90.+3).

Der VTA Garmisch-Partenkirchen und der 1. FC Penzberg II liefern sich in dieser Fußballsaison besondere Duelle: Zwei Spiele, 19 Tore. So lautet die Bilanz nach dem Rückspiel am Samstag. 5:4 hatte der VTA daheim im Käfig überraschend gewonnen, mit einem 5:5 kehrte das Team nun aus Penzberg zurück. „Ein offener Schlagabtausch“, sagt Teamsprecher Erdal Kücük. Allerdings gibt er auch ehrlich zu, dass der Punktgewinn am Ende durchaus glücklich zustande kam. Denn: Zum einen dominierte der FCP die erste Hälfte, zum anderen gelang der 5:5-Ausgleich mit der wirklich letzten Aktion der Partie: einem Freistoß von Spielertrainer Dorel Rotaru, der von der Strafraumgrenze den Ball gefühlvoll über die Mauer hob und im Kasten versenkte. „Penzberg war technisch stark, und auf dem nassen Kunstrasen hatten wir anfangs wirklich Probleme“, räumt Kücük ein. Florim Aziz schoss seinen FC schnell mit 2:0 in Front. „Unser Glück war, dass wir schnell den Anschluss hergestellt haben.“ Der aktuell überragende Justin Karg traf nur wenige Minuten später zum 1:2. Danach ging es hin und her. Mal führte der VTA, mal der FC. Und das, obwohl bei den Türken „fast die halbe Stammformation inklusive Torhüter im Urlaub ist“, sagt Kücük. Den Kasten hütete einmal mehr Routinier Thomas Schultz, sogar Abteilungsleiter Zeki Serdaroglu spielte 90 Minuten.  cf

SV Eberfing – SV Eschenlohe 2:0 (1:0)

Schiedsrichter: Markus Doll (FSV Höhenrain). – Zuschauer: 60.

Tore: 1:0 (18.) M. Plonner, 2:0 (60.) Brunner.

Rote Karte: Wohlketzetter (17./Eschenlohe, Handspiel).

Die entscheidende Szene dieser Partie ereignete sich bereits in der 17. Minute: Der Eschenloher Andreas Wohlketzetter klärte nach einem Lupfer eines Eberfingers in einer kleinen Spielertraube den Ball mit der Hand auf der Linie. Rote Karte und Elfmeter für Eberfing waren die Folge. Martin Plonner verwandelte zum 1:0, zurückblieben Diskussionen über die Szene. „Der Spieler hat mir gesagt, er hätte den Ball bereits im Tor an die Hand bekommen“, sagt Thomas Hesse, der Trainer des SVE. Dann hätte es zwar ebenfalls 0:1 gestanden, die Eschenloher aber hätten zu elft weiterspielen können. Nicht ganz unerheblich. „Ich bin mir sicher, dass wir komplett etwas Zählbares geholt hätten“, sagt Hesse, „denn wir waren bei elf gegen elf eher die stärkere Mannschaft.“ Sogar zu zehnt stemmten sich die Gäste gegen die Niederlage, bekamen einige Chancen. „Aber haben halt mal wieder nichts reingemacht“, bedauert der Coach. Zwei Kopfbälle von Florian Schorer verpassten das Ziel, Mirwan Rahmani zielte daneben, bei Anselm Barth versprang der Ball direkt vor dem Abschluss unglücklich. „Hilft nichts, aber das war zumindest keine desolate Leistung, kein Rückschritt, das war schon in Ordnung, nur eben ein wenig unglücklich mit der Szene zu Beginn.“  cf

ASV Antdorf II – SV Ohlstadt II 1:3 (0:2)

Schiedsrichter: Michael Grotz (WSV Unterammergau). – Zuschauer: 35.

Tore: 0:1 (24.) T. Reißl, 0:2 (32.) Forsthofer, 1:2 (75.) Hoffmann, 1:3 (83.) M. Reißl.

Es war zweifellos eines der selten gewordenen SVO-Wochenenden. „Endlich mal wieder neun Punkte“, bilanziert Reserve-Coach Tobias Fischbach. Früher wurde die inzwischen nicht mehr existierende Dritte Mannschaft mitgezählt, jetzt ist es die A-Jugend. Derlei Glücksgefühle sind heuer die Ausnahme. Dass die Reserve den Klassenerhalt so gut wie sicher hat, lag an einer guten ersten Halbzeit, danach aber eher an richtig viel Dusel. „Wir haben um das 2:2 gebettelt“, bemängelt der Coach. Aus einem sauberen Auftritt wurde plötzlich ein schludriger. Tobias Reißl hatte den SVO nach Zuspiel von Laurin Dotzer zunächst in Front gebracht. Beim 2:0 durfte Franz Forsthofer nach einem Abwehrschnitzer aus fünf Metern Entfernung frei einschießen. Nach dem Seitenwechsel sei dann „zu viel Spaß“ im Spiel gewesen. Nachlässigkeiten schlichen sich ein. Aus einem Eckball resultierte der Anschlusstreffer. Ein Ausgleich für Antdorf wäre sogar verdient gewesen, Michael Reißl aber traf stattdessen um 3:1.  or

Texte: Oliver Rabuser und Christian Fellner

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