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Auf Wiedersehen: Schiedsrichter Alexandru Craciun zeigt Max Giglberger (r.) Rot.

Pleite in Habach

Murnaus Rückfall in alte Zeiten

TSV Murnau - Der TSV Murnau kassiert gegen Habach in der ersten Halbzeit ein Tor sowie eine Rote Karte und kämpft sich nicht mehr zurück ins Spiel.

So schnell geht’s: Vom Schützenfest vergangene Woche gegen Antdorf sprach im Lager der Murnauer Fußballern keiner mehr. Denn der TSV muss nach seinem Spiel beim ASV Habach wieder kleinere Brötchen backen. Im Nachbarschaftsduell unterlagen die Murnauer mit 0:2.

Eine Niederlage, die TSV-Trainer Steffen Galm zufolge, auch in Ordnung geht. „Habach hat die wichtigen Situationen für sich entscheiden können.“ Und die passierten allesamt in der ersten Halbzeit. Nach einem unnötigen Ballverlust auf Höhe der Mittellinie startete Habach den Angriff, der zum 0:1 führte. Wie der Ball aber ins Tor gelangt, das war unglücklich. Mit Maximilian Nebls Schuss hätte Keeper Hansi Huber keine Probleme gehabt. Doch das Leder wurde noch abgefälscht und änderte so seine Richtung.

Bis zu diesem Zeitpunkt hatte Galm Vorteile für sein Team gesehen. „Wir haben ordentlich angefangen und das Spielgeschehen bestimmt.“ Umso mehr ärgerte er sich über den Fauxpas, der zum Rückstand führte. Zumal Murnau eigentlich selbst hätte vorne liegen müssen. Christian Mayer stand ASV-Torhüter Tobias Radiske in einer Eins-gegen-Eins-Situation gegenüber und schoss ihn an. Dabei hatte Mayer aussichtsreichere Optionen: „Es wäre wohl besser gewesen, am Torwart vorbeizugehen, oder querzulegen“, sagt Galm. Zu allem Überfluss kassierte Maximilian Giglberger eine Minute vor dem Halbzeitpfiff auch noch eine Rote Karte. Schiedsrichter Alexandru Craciun bewertete eine Grätsche als Notbremse. „Das war sie auf keinen Fall, es waren noch zwei Leute weiter hinten“, stellt Galm klar. Viel zu hart und „absolut unnötig“ war die Grätsche allemal. „Bei unserem dünnen Kader tut uns die drohende Strafe richtig weh.“

Keine guten Voraussetzungen für die zweite Halbzeit. Bei Temperaturen um 30 Grad und in Unterzahl einem Rückstand hinterherlaufen – ein fast aussichtsloses Unterfangen. „Das Spiel war irgendwie ein Rückschritt in alte Zeiten“, stellt Galm fest. „Meine Spieler haben nicht mehr richtig dran geglaubt, dass noch was möglich ist. Ich bin ein wenig enttäuscht, denn ich hatte gedacht, dass wir in der Hinsicht schon weiter sind.“ Das 2:0 durch den eingewechselten Michael Baumgartner fiel erst in der Schlussphase und war der offenen Spielausrichtung der Gäste geschuldet. „Wir sind nicht nur in der Situation auswärts in einen Konter gelaufen“, sagt Galm. „Das darf uns eigentlich nicht passieren.“

 

Quelle: fussball-vorort.de

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