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Er ist wieder da: Andreas Knoll (l.) trifft bei seinem Comeback. Mit ihm freuen sich auf dem Sportplatz an der Poschinger Allee (ab 2. v. l.) Max Giglberger, Athanasios Polymeridis und Manuel Pratz.  

Pechvogel Knoll schießt Murnau zum Sieg über Hausham

Traumtag für Murnau-Rückkehrer Knoll

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„Nur der TSV“ ist für Andreas Knoll viel mehr als der verbale Anpeitscher. Umso schlimmer war es für ihn, als er aufgrund von Verletzungen fehlte. Nun schießt er seinen TSV zum Sieg.

Murnau – Er trägt den Drachen wie kaum ein anderer im Herzen. „Nur der TSV“ ist für Andreas Knoll viel mehr als der verbale Anpeitscher vor einem Spiel. Er lebt für seinen Heimatverein. Umso schlimmer war es für ihn, als er aufgrund hartnäckiger und schmerzhafter Verletzungen – Schambein-Entzündung und Kieferbruch in der Relegation – die Vorbereitung beim TSV Murnau verpasste – und die ersten Pflichtpartien. Doch am Samstag feierte der „Knolli“ ein Bilderbuch-Comeback. In seinem Wohnzimmer, der Poschinger Allee, traf der Pechvogel der Vorsaison zum alles entscheidenden 1:0 gegen die SG Hausham 01.

„Überragend, besser kann’s nicht gehen“, findet Knoll, der im Juli seinen 29. Geburtstag feierte. Genüsslich verspeist er tags darauf auf dem Herzogstand einen Kaiserschmarrn und trinkt ein Radler. Irgendwann kommt ihm trotz des Bergpanoramas seine Leidenszeit in den Sinn. „Ich habe mich monatelang gequält.“ Schritt für Schritt arbeitet er sich nun zurück.

Trotz seines Treffers muss Knoll einräumen. „Ehrlich gesagt: Nach 20 Minuten war ich platt.“ Deshalb hatte ihn Trainer Michael Adelwart auch auf die Verteidiger-Position zurückbeordert. Beinahe hätte Knoll seinen Einstand vergolden können. Doch einem weiteren Treffer versagte Schiedsrichter Felix Ruf wegen eines angeblichen Handspiels die Anerkennung.

Doch auch so reichte es gegen Hausham – wenn auch knapp. „Ich denke schon, dass es ein verdienter Sieg für uns ist“, resümiert Adelwart. „Aber so ein Spiel, bei dem dich der Gegner nicht so richtig fordert und du selbst viele Fehler machst, gestaltet sich oftmals schwierig.“ Dabei lief von Beginn an alles nach dem Geschmack der Gastgeber. Gefällig ließen sie den Ball durch die eigenen Reihen laufen. Selbst der Führungstreffer fiel schnell. Athanasios Polymeridis hatte sich den Ball auf der Außenbahn schön vorgelegt und den im Zentrum postierten Andreas Knoll angespielt. Der stoppte das Leder, legte es sich zurecht und versenkte es in den Maschen. „Das war keine Kunst“, relativiert der Torschütze. „Ich hatte ja Zeit ohne Ende, um mir die Ecke auszusuchen.“

Pech hatte im Anschluss Vorlagengeber Polymeridis, dessen Schuss am Innenpfosten landete. „Wir hätten das Ergebnis wirklich angenehmer gestalten können, wahrscheinlich sogar müssen“, moniert der TSV-Coach. „So blieb es doch immer eine Zitterpartie.“ In der die Gäste kurz vor dem Abpfiff aus dem Gewühl heraus beinahe noch den Ausgleich geschafft hätten. „Das wäre wirklich ärgerlich gewesen.“ So aber konnten sich alle Grünweißen mit dem „Knolli“ über sein Traum-Comeback freuen.

TSV Murnau – SG Hausham 01 -1:0 (1:0) 

TSV Murnau: F. Schürgers – Giglberger, Büth, Hausmann, Haas, da Silva Cunha, Axthaler, Knoll, Pratz, Polymeridis, Grgic – Eingewechselt: Mann, Hobekkaya. 

SG Hausham: Edenhofer – Baumgartner, Siglreitmaier, Schauer, Volk, Ngoc, Freund, Büchl, Wagenpfeil, Marcks, Trettenhann – Eingewechselt: Aksoy. 

Schiedsrichter: Felix Ruf (SpVgg Wildenroth) –

Zuschauer: 100. Tor: 1:0 (13.) Knoll. 

Gelbe Karten: Giglberger – Baumgartner, Schauer.

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