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Youngster in der Startelf? Christoph Schmidt hat beste Chancen. 

FC-Startelf: Saller lässt sich nicht in die Karten schauen 

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Los geht‘s - und das für den neu aufgestellten Kader des 1. FC Garmisch-Partenkirchen gleich mit einem Heimspiel am Samstag gegen Olching: Es tobt ein Kampf um die Stammplätze, Trainer Christoph Saller hält sich bei der Benennung der Startelf bedeckt

Garmisch-Partenkirchen – Zum Saisonstart bleibt vieles ungewiss. Angefangen bei der Spielstärke des neu formierten 1. FC Garmisch-Partenkirchen, über das System der Mannschaft, bis hin zu etlichen Personalien. Vor dem ersten Heimspiel gegen den SC Olching lässt sich Trainer Christoph Saller auch nicht in die Karten blicken. Er kann und will es nicht. Denn bei zehn neuen Spielern und einer im Bezug auf die Stammplätze wenig aussagekräftigen Vorbereitung könnte es zu Missverständnissen und Enttäuschungen kommen. Denen möchte der Coach erst einmal aus dem Weg gehen.

Saller bat um Verständnis, zumal er sich am Abend vor dem Auftakt noch einmal mit seinen Trainerkollegen besprach. Bei einigen Positionen gehe es „extrem eng“ zu, versichert der Coach. „Nuancen werden entscheiden.“

Einiges wird davon abhängen, auf welche taktische Ausrichtung Saller setzt. Der 45-Jährige präferiert zunächst ein „kompaktes Spielsystem“, da seine Elf „noch nicht eingespielt“ sei. Soll heißen: Viererketten in Abwehr und Mittelfeld, davor zwei Stürmer, die Stefan Lorenz und Moritz Müller sein dürften. Offen ist beispielsweise die Planstelle des rechten Verteidigers – schon im Aufstiegsjahr keine Konstante. Mit Markus Burkhardt und Andreas Grasegger (beide pausieren) sind zwei Optionen verloren gegangen. Maximilian Heringer hat sich in seinen ersten vier Wochen am Gröben fraglos angeboten. Zuletzt aber habe der Oberhauser wegen beruflicher Belange „vieles im Kopf gehabt und ein wenig nachgelassen“.

Generell zeigt sich bereits ein größerer Konkurrenzkampf als im Vorjahr. Diaby oder Schubert, Reiter oder Durr, Kunzendorf oder Schrimpf – die Namen lassen sich fast beliebig hin- und herschieben oder ersetzen. Er habe „viele Modelle“ im Kopf, betont Saller. Der Findungsprozess sei längst nicht abgeschlossen. Und wenn es nach ihm geht, darf er gerne die gesamte Spielzeit über andauern. Der Wunsch: „Ein stetiger Konkurrenzkampf.“ Er verweist auf einen üppig besetzten Kader, der die Möglichkeit bietet, „zu variieren und zu reagieren“.

Noch sind die Fix-Starter in der Unterzahl. Michael Rauch steht freilich nicht zur Disposition. „Ein Mann mit seiner Erfahrung wird bei mir immer spielen, wenn er fit ist“, stellt Saller klar. Ein Freibrief für den neuen Leitwolf also. Christoph Schmidt hat die Nase bei den Innenverteidigern vorne. Die Position neben Florian Scheck war zuletzt eine Variable. Schmidt, eigentlich noch A-Jugendlicher, habe „gute Chancen“, im Abwehrzentrum aufzulaufen. Ein Youngster vor dem nächsten. Denn Andreas von Mücke, der sich anschickt, mittelfristig die Nummer eins am Gröben zu werden, hütet den Kasten. Saller gibt dem 19-Jährigen eine wichtige Botschaft mit auf dem Weg. „Er hat unser Vertrauen, aber auch noch nichts erreicht. Genau jetzt muss er noch eine Schippe drauflegen.“

Sollte Stefan Durr auflaufen, wird er die Mannschaft wie gewohnt als Kapitän aufs Feld führen. Kommende Woche aber wird dieses Amt neu ausgeschrieben. Durch die Wahl des Spielführers will Saller den „neuen Spielern eine Stimme geben“.

Die Gäste vermag der Coach ob der starken Fluktuation schwer einzuschätzen. 13 Abgängen stehen 11 Neuzugänge gegenüber. „Bleibt abzuwarten, was auf uns zukommt“, unkt er. Die schwachen Resultate aus der Vorbereitung möchte er nicht als Gradmesser sehen. „Olching wird mit Sicherheit der erwartet schwere Prüfstein“, betont der Trainer. Obwohl der neue SCO-Coach Simon Kaltenbach beim Casting nach der durchschlagskräftigsten Elf auch noch nicht viel weiter sein dürfte.

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