Meisterfeier statt Fußball: Maximilian Heringer fehlt dem 1. FC Garmisch-Partenkirchen bei der abschließenden Heimpartie gegen Ehekirchen. Für ihn verteidigt Florian Langenegger auf der rechten Seite. foto: oliver rabuser

FC Garmisch will noch einmal alles reinlegen

Saller: „Köpfe und Akkus werden langsam leer“

  • schließen

Garmisch-Partenkirchen – Drei Monate Regeneration und Abstand vom Fußball sind fraglos eine große Verlockung. Verdient hat sich die Mannschaft des 1. FC Garmisch-Partenkirchen diese Ruhezeit allemal.

VON OLIVER RABUSER

Selbst nach zuletzt drei Niederlagen in Folge ist der Vorjahresaufsteiger als Siebter der Tabelle herausragend platziert – allen Unkenrufen aus dem Umfeld vor Saisonbeginn zum Trotz.

Gleichwohl bedurfte es hierfür außerordentlicher Anstrengungen. Ein Aufwand, der Spuren hinterlassen hat. „Köpfe und Akkus werden langsam leer“, sagt Trainer Christoph Saller vor der finalen Partie des Jahres. Das Heimspiel gegen Liganeuling FC Ehekirchen gewinnt aufgrund der jüngsten Pleiten massiv an Bedeutung. Taktisches Geplänkel bleibt diesmal außen vor. Es geht allein darum, noch einmal „alles reinzulegen und dieses Spiel zu wuppen.“

Die Auswirkungen der sinkenden Formkurve hielten sich beim 1. FC in überschaubarem Rahmen. Saller spricht von einem „sehr breiten Mittelfeld“ der Landesliga, in dem einige Teams näher gerückt wären. Doch steht weiterhin ein beruhigender Puffer von zehn Punkten zwischen den Werdenfelsern und der Abstiegszone. Nichtsdestoweniger wäre ein Dreier – es wäre der neunte in dieser Spielzeit – für das Team „unheimlich wichtig“. Saller zielt auf die psychologische Komponente. „Mit vier Niederlagen in den Winter zu gehen, wäre extrem bitter.“ Die Verantwortung für die jüngsten Resultate trage seine Auswahl nur bedingt. Einzig die 2:5-Abfuhr in Memmingen war verdient. Dagegen stuft Saller die Heimpleiten gegen Mering und Neuburg als „äußerst unglücklich“ ein. Ändert nur letztlich nichts: „Unterm Strich stehen null Punkte“, räumt der 45-Jährige ein.

Entsprechend dosiert gestaltete Saller während der Woche die Einheiten am Gröben. Der Fokus lag auf Spaß und Regeneration. Am Dienstag habe man „sehr gedämpft“ trainiert, zwei Tage später dann versucht, mit Spielformen in Wettkampfstimmung zu kommen. „Aber alles mit angezogener Handbremse.“

Gerne erinnert sich der FC-Trainer an das Hinspiel beim Aufsteiger. Der schillernde 5:0-Erfolg war einer der seltenen Siege, bei dem seine Elf im Torabschluss durch enorme Entschlossenheit auffiel. Doch dürfe sich die Mannschaft vom Kantersieg Anfang August nicht blenden lassen. Längst ist Ehekirchen in der Liga angekommen, sukzessiv arbeitete sich das Team aus dem Tabellenkeller. „Wer 30 Punkte auf dem Konto hat, kommt auf Augenhöhe“, verdeutlicht Saller. Die eigene Elf stellt sich derweil praktisch von alleine auf. „Die Reihen lichten sich.“ So fällt Maximilian Heringer wegen einer Feier nach bestandener Meisterprüfung aus dem Kader. Für den Oberhauser rutscht Florian Langenegger zurück auf die rechte Abwehrseite, Michel Naber geht nach links. Auf der Bank sitzen neben Christoph Lößl und Momo Diaby abermals drei A-Jugendliche, darunter erstmals Josip Radusin.

Auch interessant

Meistgelesene Artikel

Neumayer: „Mit Fußball habe das Spiel nichts zu tun gehabt“
Im Aufstiegsrennen lässt der TSV Murnau drei wichtige Punkte in Milbertshofen liegen. Die Niederlage ist laut den Murnauern, dem Platz geschuldet. 
Neumayer: „Mit Fußball habe das Spiel nichts zu tun gehabt“
SV Ohlstadt scheidet früh aus: „Wir waren einfach zu schlecht“
1,4 Sekunden noch. Länger war nicht mehr zu spielen. Eine letzte Aktion überstehen – und der SV Ohlstadt wäre in der nächsten Runde. Doch kam es anders.
SV Ohlstadt scheidet früh aus: „Wir waren einfach zu schlecht“
Hallen: Ohlstadt, Mittenwald, Megas und VTA kämpfen bei Kreismeisterschaft in Huglfing
Landkreis – Drei Wochen nachdem der Kreisfußball in die Winterpause gegangen ist, öffnet die Halle in Huglfing ihre Pforten. Fünf Teams aus dem Landkreis sind im …
Hallen: Ohlstadt, Mittenwald, Megas und VTA kämpfen bei Kreismeisterschaft in Huglfing
Saller: „Die Talente sehen, was bei uns möglich ist“
Der Trainer des Landesligisten zieht ein Fazit zu der bisherigen Saison und blickt darüber hinaus in die Zukunft.
Saller: „Die Talente sehen, was bei uns möglich ist“

Kommentare