SC Eibsee-Grainau baut den umweltfreundlichsten Kunstrasen im Landkreis
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Bald fertig: Der neue Kunstrasenplatz in Grainau soll einen umweltfreundlichen Belag erhalten.

Kunstrasen mit umweltfreundlichem Belag

SC Eibsee Grainau baut den umweltfreundlichsten Kunstrasen im Landkreis

Der SC Eibsee Grainau baut einen Kunstrasen mit umweltfreundlichem Belag. Auf Kork beziehungsweise Gummigranulat hat der Verein dabei komplett verzichtet.

Grainau – Übernächste Woche wird eine kleine Sportgeschichte geschrieben beim Sportclub Eibsee Grainau. Dann ist der lang ersehnte, neue Kunstrasenplatz fertig. So umweltfreundlich wie er ist keiner im Landkreis. Denn auf Kork- beziehungsweise Gummigranulat hat der Verein komplett verzichtet. Der Platz wird nur mit Sand beschwert. Im Winter kann er geräumt werden. Und die lästigen Trainingsfahrten nach Oberau entfallen.

Ende dieser Woche trifft der neue Belag ein. Nächsten Dienstag wird der Untergrund verlegt. Zwei Tage soll das dauern. Dann kommt noch der Sand. In 14 Tagen könnten die Fußballer den 60 mal 45 Meter großen Platz theoretisch für das Training nutzen. Wäre da nicht die Corona-Pandemie samt ihrer Auswirkungen. Ursprünglich war das Ende der Arbeiten bereits für spätestens Anfang April geplant – wenn wettertechnisch alles optimal gelaufen wäre.

Damit das Gummi-Granulatgemisch aufgetragen werden kann, brauchen die Arbeiter eine konstante Temperatur von mindestens sechs Grad Celsius. Und das zwei Tage und Nächste lang. Doch dafür war es zu kalt. Erst vor einer Woche kam deshalb die Elastikschicht.

Die Kosten für die Premieren-Anlage beliefen sich auf überschaubare 205 000 Euro

Die Kosten für die Premieren-Anlage beliefen sich auf überschaubare 205 000 Euro. Denn der SC Eibsee Grainau übernahm Planung und Ingenieurkosten. SC-Vorsitzender Christoph Elsner zeigt sich hochzufrieden. „Wir sind bei den Kosten absolut im Soll geblieben.“ Je 45 Prozent übernehmen der Bayerische Landessportverband und die Gemeinde. Die restlichen zehn Prozent stemmt der Verein. Wann das neue Schmuckstück eingeweiht wird, steht in den Sternen.

„Wiederaufnahme des Trainings macht unter diesen Voraussetzungen keinen Sinn“

Vergangene Woche gab der Bayerische Fußballverband bekannt, dass unter strengen Hygienevorschriften Gruppen von maximal fünf Spielern den Trainingsbetrieb wieder aufnehmen können. In Grainau hat man dazu eine klare Meinung. Am Wochenende besprachen sich die Trainer per Video-Chat zu diesem Thema. „Wir sind der Ansicht, dass eine Wiederaufnahme des Trainings unter diesen Voraussetzungen keinen Sinn macht“, sagt Elsner. Der hohe bürokratische Aufwand lohne sich nicht. Zudem liegt der voraussichtliche Saisonstart am 1. September noch in weiter Ferne. Normalerweise startet die Vorbereitung auf die neue Spielzeit sechs bis acht Wochen vorher. In diesem Jahr wäre das frühestens Anfang Juli. Die Spieler müssen sich weiterhin gedulden und anderweitig fit halten.

Die Vereinsspitze behält die aktuellen Entwicklungen im Auge. „Wir werden sehen, was die nächsten Wochen passiert“, sagt Elsner. Er hofft darauf, dass man zumindest in Zehnergruppen trainieren darf. Werden die Auflagen weiter gelockert, will er eventuell in drei bis vier Wochen mit den Einheiten starten. Und endlich Einstand auf dem landkreisweit einzigartigen Platz feiern.

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