Schon die dritte Niederlage im vierten Spiel

- Geretsried - Franz Benkert stampfte missmutig von dannen. Der Vorsitzende des 1. FC Garmisch-Partenkirchen konnte es nicht so ganz fassen, dass seine Mannschaft dem TuS Geretsried mit 1:2 (1:1) unterlegen war. "Das ist eine ärgerliche Niederlage", nörgelte Benkert. Umso mehr, weil es in dieser Saison die erste in der Fremde und die insgesamt dritte in vier Spielen gewesen ist. "Damit kann man sicherlich nicht zufrieden sein", räumte auch Christoph Buchwieser ein.

Der Technische Direktor der Garmisch-Partenkirchner vertrat Trainer Charly Richter an der Seitenlinie. Der Coach sonnt sich zurzeit für zwei Wochen in Florida und tut gut daran, sich richtig zu erholen, denn bei seiner Rückkehr erwartet ihn noch jede Menge Arbeit. Auch gegen den zweiten Aufsteiger besaßen die Werdenfelser zu wenig Mittel, um sich am Ende durchzusetzen. "Beide Neulinge waren sicherlich schlagbar", gab Buchwieser zu.

Benkert: "Das ist bodenlos."

Ganz so nüchtern war Benkert nicht gestimmt. "Das ist bodenlos", maulte der FC-Chef. Inzwischen trudelt sein Team langsam der Abstiegszone in der Fußball-Bezirksliga Süd entgegen.

Es sieht nicht danach aus, als ob die Garmisch-Partenkirchner diesen Abwärtstrend stoppen könnten. In Geretsried zeigte die Mannschaft zwar wieder eine engagierte Vorstellung, doch am bisher heißesten Tag im Monat August war allein mit Kampfkraft die Partie nicht zu gewinnen. Da Franz Benkert junior immer noch krank ist, verdiente sich Christoph Saller als einziger Akteur eine gute Note für den künstlerischen Wert seiner Leistung. "Vom Spielerischen her sind wir momentan nicht zu mehr in der Lage", entschuldigte Buchwieser seine Elf.

Dass der hoch gelobte Aufsteiger auch nicht mehr zustande brachte, war nur ein schwacher Trost. In der ersten Halbzeit produzierte der TuS nur einen Aufreger, als Florian Bekam fünf Meter vor dem Gehäuse von Sebastian Schmölzl über den Ball säbelte (13.). Die Führung für die Platzherren fiel dann nach einer Ecke von Ralf Zahn, die Dominik Irmer fast unbedrängt einköpfeln durfte. Der Geretsrieder Stürmer besaß gegen Dietrich Hahn einige Freiheiten zu viel, was Buchwieser mit dem langen Urlaub des Verteidigers begründete: "Er hat noch Abstimmungsprobleme."

Richtig integriert im Spiel der Werdenfelser ist Erdal Kücük, der nach Zuspiel von Manuel Deutschmeyer den Ausgleich markierte (45.), Zuvor besaß der Flankengeber schon die Chance zum Ausgleich (20.). Kurz nach der Pause machte Dominik Irmer mit dem 2:1 frühzeitig alles klar. Der 1. FC besaßen nur noch eine Möglichkeit, die erneut Deutschmeyer vergab (75.). Ärgerlich war das Ganze schon.

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