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Treffer ins Uffinger Herz: Simon Strasser bejubelt das 1:0 gegen den SVU. 

„Neureuther von Eglfing“ entscheidet das Derby

Strasser trifft mitten ins Uffinger Herz

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Wenn es nur die drei Kilometer wären, die Uffing und Eglfing trennen. Doch diese beiden Orte verbindet – auf Fußball bezogen – viel mehr als die Nähe.

Dennis Destek etwa, der Uffinger, der den ASV coacht. Oder auch Simon Strasser, dessen Freundin aus Uffing kommt. Sie saß übrigens im Eglfinger Block, als der Stürmer zum Solo ansetzte. Einen Slalomlauf über das halbe Spielfeld schloss Strasser mit einem trockenen Schuss ab. Die Zuschauer tauften ihn gleich „den Felix Neureuther von Eglfing“. Sein 1:0 entschied die Partie – auch wenn die Gastgeber per Elfmeter das 2:0 nachlegten.

Eine höchst umstrittene Aktion, bei der es eigentlich eine Rote Karte für SVU-Verteidiger Stefan Resch und nur Freistoß für den ASV hätte geben dürfen, weil die Attacke (ein Trikot-Zieher des letzten Manns) klar außerhalb des Strafraums stattfand. SVU-Trainer Thomas Neumeier war’s egal. „Wir hätten hier kein Tor mehr geschossen“, sagt er frustriert. Maßlos ärgerte sich der Coach über die Leistung des Teams im Derby. „Leider hat nur eine Seite dieses Nachbarschaftsduell richtig angenommen – das waren nicht wir, obwohl ich es x-mal angesprochen habe.“ Sein Lehrling, Destek, bezwang den Meister. Ob diese Niederlage mehr schmerzt? Auf diese Frage ließ sich Neumeier gar nicht ein. „Es spielt keine Rolle für mich, wer da auf der Gegenseite auf der Trainerbank sitzt. Ich will das Spiel gewinnen, doch davon waren wir gerade in der zweiten Halbzeit meilenweit entfernt.“

Vor dem Seitenwechsel hatten die Gäste durchaus leichte Vorteile. Doch wieder einmal ließen sie in Person von Georg Kutter und Martin Flöß gute Möglichkeiten ungenutzt. Auf der anderen Seite hatte Eglfing zwar einen Lattentreffer zu verzeichnen, doch SVU-Torwart Hansi Huber wäre wohl notfalls dran gewesen. „Eigentlich wollten wir nach der Halbzeitpause nochmals eine Schippe drauflegen“, erklärte Neumeier. Doch was dann kam, habe mit Fußball nicht wirklich viel zu tun gehabt. Fehlpässe und falsche Laufwege wechselten sich regelmäßig ab. Als Strasser dann wie Neureuther durch die Uffinger Slalomstangen carvte, reagierte der Vize-Meister geschockt. Mehr als ein paar gute Ansätze lieferte die Mannschaft nicht mehr.

ASV Eglfing – SV Uffing 2:0 (0:0)

SVU: Huber – Gerg, Schweiger, Berchtold, Resch, Englbrecht, Kutter, Steindl, Sternkopf, Hoffmann, M. Flöß. – Eingewechselt: P. Destek, M. Weingand.

Schiedsrichter: Matthias Dolderer (FC Seeshaupt). – Zuschauer: 290.

Tore: 1:0 (47.) S. Strasser, 2:0 (88.) Heringer (Foulelfmeter).

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