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Rassige Zweikämpfe: In der Partie zwischen Eschenlohe und Huglfing ging es heiß her. 

A-Klasse Zugspitze: Kompakt

SV Eschenlohe am Ende nur noch zu acht auf dem Platz 

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Verhältnismäßig schmales Programm der Landkreis-Mannschaften in der A-Klasse 6. Gerade einmal an fünf Partien waren sie am Osterwochenende beteiligt.

Wichtige Siege im Tabellenkeller feierten Eschenlohe und der VTA. Ein jähes Ende fand das Zwischenhoch des TSV Farchant. Die Elf von Trainer Sascha Handke steht nach der 0:4-Klatsche gegen Oberau auf dem letzten Tabellenplatz.

FC Mittenwald – SC Eibsee Grainau 1:1 (0:1)

Schiedsrichter: Michael Grotz (WSV Unterammergau). – Zuschauer: 66. – Tore: 0:1 (21.) Bilz, 1:1 (68.) Winkler.

Helmut Schug konnte es nicht fassen. Reihenweise beste Torchancen versiebten seine Fußballer vom FC Mittenwald bei der Partie gegen den SC Eibsee Grainau. Schüsse aus drei Metern über oder neben das Tor, Luftlöcher im Fünf-Meter-Raum – alles war dabei. „Teilweise sehr kurios“, räumt der Trainer ein. Den Bann brach erst Daniel Winkler rund zwanzig Minuten vor Schluss. Allerdings war sein Anteil am Mittenwalder Ausgleich verhältnismäßig gering. Sein harmloses Schüsschen hatte Grainaus Spielertrainer und Torwart Andreas Zinn eigentlich längst pariert. Aber eben nur eigentlich. Denn Zinn flutschte der Ball irgendwie noch aus den Fingern und ins Tor. Ein Riesen-Patzer. Das weiß auch Zinn selbst. „Keine Ahnung, wie das passiert ist“, betont er. „Eigentlich war die Szene schon vorbei, und dann liegt der Ball plötzlich drin – wahnsinn.“ Da er bereits in der Woche zuvor danebengegriffen hatte, wurmt ihn der Fehler besonders. „Sehr nervig ist sowas einfach – mir tut’s leid für die Mannschaft.“ Zinn ist sicher, dass der Führungstreffer von Stefan Bilz, der eine Freistoßflanke von Maximilian Hauck per Kopf verwertet hatte, ohne seinen Aussetzer zum Sieg gereicht hätte. Er sagt: „Mittenwald hätte an diesem Tag anders kein Tor gemacht.“ Das bezweifelt auch Kollege Schug nicht. Jedoch kann er sich ob der Vielzahl an Chancen nur schwer mit dem Unentschieden anfreunden. Sein Fazit: „Wer sich so viele Möglichkeiten erspielt, müsste eigentlich gewinnen.“ Aber eben nur eigentlich. nutz

SV Eschenlohe – SC Huglfing 3:2 (3:0)

Schiedsrichter: Alexander Strobel (BSC Oberhausen). – Zuschauer: 40. – Tore: 1:0, 2:0 (4.,10.) Kanakidis, 3:0 (45.) Schorer, 3:1 (54.) Schelle, 3:2 (83.) Strobl. – Gelb-Rote Karten: St. Hopfensberger (61.), A. Wohlketzetter (69., beide SVE) – Rote Karte: M. Straub (80., grobes Foulspiel, SVE).


Drei eminent wichtige Punkte im Kampf um den Klassenerhalt hat sich der SV Eschenlohe mit einem 3:2-Heimsieg über den SC Huglfing gesichert. Das lässt auch Thomas Hesse durchschnaufen. „Wir haben jetzt den Anschluss geschafft und können beruhigt nach Uffing fahren“, bilanziert der merklich gelöste Eschenloher Trainer. Das Skurrile: Der SVE dezimierte sich in der finalen halben Stunde schrittweise, beendete die Partie mit nur sieben Feldspielern. Aber der Reihe nach: Was für ein Auftakt an der Leonhard-Lochner-Sportanlage. Nach nur zehn Minuten führte die Heimelf mit 2:0 gegen einen völlig indisponierten Aufstiegsaspiranten aus Huglfing. „Der Gegner war mit dem Kopf nicht bei der Sache, hat uns auf die leichte Schulter genommen“, vermutet Hesse. Mit knallharten Konsequenzen: Marius Kanakidis traf per direktem Freistoß um eine völlig deplatzierte Abwehrmauer herum zum 1:0, ließ alsbald das 2:0 mit einem abgefälschten Schuss folgen. Kurz vor dem Pausenpfiff verwertete Florian Schorer eine Hereingabe von Anselm Barth zum 3:0. Entschieden war das Duell aber noch nicht. Denn Huglfing sammelte sich in der Pause, stellte um – und kam ziemlich rasch zum Anschlusstreffer. Doch mehr als das spätere 2:3 gelang den Gästen nicht. Bei beiden Gegentoren machte Hesse Schläfrigkeiten in der SVE-Abwehr aus. Nicht minder kritikwürdig waren die Vergehen der bereits vorbelasteten Stephan Hopfensberger und Andreas Wohlketzetter. „Zu schnell unten“ monierte Hesse die unmotivierte Zweikampfführung an der Seitenlinie. Als „harte Entscheidung“ wertete der Spielertrainer die Hinausstellung von Michael Straub, der einem Gegenspieler beim Nachsetzen von hinten in die Beine gelaufen war.  or

1. FC Penzberg II – SV Uffing II 5:3 (2:3)

Schiedsrichter: Matthias Bartl (SV Wielenbach). – Zuschauer: 25. – Tore: 0:1 (8.) Dürr, 1:1 (21.) Azizi, 1:2 (28.) Destek, 2:2 (41.) Menzil, 2:3 (42.) Destek, 3:3 (70.) Azizi, 4:3 (74.) Menzil, 5:3 (83.) Menzil.

Florian Neuner ist ja froh, dass ihm so viele Kicker in der momentanen personellen Notlage aushelfen. „Eine super Sache“, sagt der Trainer des SV Uffing II. Aber ohne die nötige körperliche Fitness ist eben auch in der A-Klasse nur wenig zu holen. So auch bei der Partie des SVU beim 1. FC Penzberg II. Den Uffingern, bei denen kaum die halbe Mannschaft regelmäßig trainiert, ging in der Schlussphase die Luft aus. „Da konnten wir leider nicht mehr dagegenhalten“, räumt Neuner ein. Die Folge: drei Gegentore in den letzten zwanzig Minuten sowie die nächste Niederlage. Davor zeigten die Uffinger eine sehr ordentliche Partie. Vor allem Doppeltorschütze Philipp Destek war laut Neuner „bärenstark“. Der Coach hofft, dass sich das Lazarett beim SVU bald lichtet und einige Stammspieler zurückkehren. „Dann sieht’s sicher auch wieder anders aus.“  nutz

ASV Antdorf II – VTA Garmisch-P. 1:2 (0:1)

Schiedsrichter: Rajko Stojcic (TSV Moosach). – Zuschauer: 50. – Tore: 0:1 (14.) Karg, 0:2 (80., Foulelfmeter) Karg, 1:2 (90.) Demmel.

Der VTA Garmisch-Partenkirchen lässt nicht locker. Nach dem Sieg zuletzt im Kellerduell mit Farchant, gingen die Werdenfelser auch in Antdorf als Gewinner vom Platz. „Wenn wir jetzt noch Mittenwald schlagen, ist wieder alles offen“, sagt Abteilungsleiter Zeki Serdaroglu im Hinblick auf die Tabellensituation. Ein Grund für den jüngsten Aufwärtstrend beim VTA ist Daniel do Rosario Fernandes. Mit ihm hat der Verein wieder einen gelernten Torhüter als Rückhalt. Auch in Antdorf hielt do Rosario Fernandes sein Team im Rennen. „Er hat zwei oder dreiklasse Paraden gezeigt“, betont Serdaroglu. Zudem erwischte Justin Karg einen starken Tag. Per Halbvolley aus schwieriger Position besorgte er den Führungstreffer. Dem Anrennen des ASV entgegnete der VTA durch konsequentes Anstehen. „Wir haben den Gegner nicht ins Spiel kommen lassen“, urteilt Serdaroglu. Nach einem Foul an Erdal Kücük bekamen die Garmisch-Partenkirchner einen berechtigten Foulelfmeter zugesprochen, den Karg verwandelte. Antdorf traf aus dem Gewühl heraus noch zum Anschlusstreffer, mehr ließ der VTA aber nicht zu.  or

TSV Farchant – FC Oberau 0:4 (0:2)

Schiedsrichter: Anton Miller (WSV Unterammergau). – Zuschauer: 80. – Tore: 0:1, 0:2 (10., 40.) Hiemer, 0:3 (78.) S. Korthals, 0:4 (81., Foulelfmeter) Elgas.

An dieser Abfuhr gab es nichts zu beschönigen. „Oberau war über 90 Minuten klar besser“, räumte Sascha Handke unumwunden ein. „Sie haben viel Druck und es uns sehr schwer gemacht.“ Handke gab zu bedenken, dass eine Mannschaft wie die Farchanter nicht wie ein Bayernligist mal eben locker zwei Spiele binnen 40 Stunden ohne Aderlass abliefern könne. Gleich auf fünf Positionen musste Handke sein Team im Vergleich zum überraschenden Auswärtssieg unter der Woche in Antdorf umstellen. Eindeutig zu viel, um starken Gästen in Bestbesetzung Paroli zu bieten. Der TSV-Trainer sah keine „richtig zwingenden Chancen“ für sein Team, und nach dem 0:3 war die Sache spätestens gelaufen. Sebastian Schmölzl teilte die Einschätzung des Kollegen prinzipiell, ergänzte aber noch, dass der Sieg „auch höher ausfallen“ hätte können. Beim FCO machte sich die Hereinnahme von Pascal Hiemer bezahlt, der wegen seines Polizeidienstes nur selten aktiv an Training und Spiel mitwirken kann. Hiemer setzte sich zunächst gegen Verteidiger und Tormann durch, schob dann aus spitzem Winkel ein. Kurz vor der Pause profitierte der Linksfuß von einer starken Vorarbeit des A-Jugendspieler Michael Scharpf. Hiemer habe „Tempo und Wucht“ gebracht, erläuterte Schmölzl. Zweiter starker Protagonist war einmal mehr Sebastian Korthals, der zahlreiche Angriffe selbst einleitete. Nach Vorlage von Hiemer schloss Korthals zum 3:0 ab, wenig später wurde er noch elfmeterreif gefoult. Florian Elgas besorgte so vom Punkt den Endstand.  or

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