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Brennpunkt Boschet: SV Ohlstadt erwartet Lenggrieser SC zum Spitzenspiel

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Von: Oliver Rabuser

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Auszeit im Schlagerspiel: Luis Steffl leidet an einem Bluterguss im Fußgelenk.
Auszeit im Schlagerspiel: Luis Steffl leidet an einem Bluterguss im Fußgelenk. © or

Die Trainer müssen eher bremsen vor dem Spitzenspiel. Der SV Ohlstadt geht selbstbewusst ins Spitzenspiel gegen den Lenggrieser SC.

Ohlstadt – Der Boschet als Brennpunkt: Erster gegen Dritter. Am Sonntag steigt das Schlagerspiel der Kreisliga 1 in Ohlstadt. Der SVO als Überraschungsspitzenreiter trifft auf den Lenggrieser SC. Früher hätte man im Vorfeld vielleicht Sätze wie „Schau’ ma mal, wie’s läuft“ oder „Vielleicht ist ja wieder was drin“ von den Platzherren gehört. Doch die Zeiten des Understatements sind – zumindest aktuell – vorbei. Selbstsicherheit ist plötzlich kein Fremdwort mehr in Ohlstadt.

Zu hohe Aussagekraft bescherten die vergangenen Wochen einem Team, dem personelle Widrigkeiten derzeit offenbar so gleichgültig sind wie ein falscher Einwurf. „Die Mannschaft hat Blut geleckt“, bestätigt Jan Tischer. „Wir sind da oben, weil wir unsere Hausaufgaben gemacht haben.“ Und was gehört zu einer ordentlichen Kampfansage dazu – richtig, Tischers Zusatz: „Jetzt wollen wir da auch bleiben.“

Neben den Ergebnissen zeigt sich der SVO-Trainer auch vom Auftreten des Teams beeindruckt. „Bei aller Feierei am vergangenen Samstag hat mich das Training am Dienstag sehr verblüfft.“ Keine Albernheiten, kein episches Schwelgen vom sensationellen Aufstieg an die Spitze der Kreisliga. Eher schon müssen Tischer und Co-Trainer Michael Koller den Schaffensdurst einiger Fußballer einbremsen, so viel Zug herrscht an den Übungstagen. Natürlich weiß jeder, es kommen auch wieder andere Zeiten. Doch: Aus denen werden keine Wochen mehr, wie in der Vergangenheit oftmals geschehen. „Vor Rückschlägen ist mir nicht bange“, sagt Tischer im Brustton der Überzeugung. „Die Tage werden kommen, aber das Team wird nicht brechen.“

Von den Lenggriesern erwartet der Übungsleiter derweil physische Akzente. „Sie kommen über das Körperliche, ziehen dabei auch das eine oder andere Foul“ – das hat Tischer von mehreren Seiten gehört. Prinzipiell durchläuft die Elf von Stefan Simon einen ähnlichen Verjüngungsprozess wie die Ohlstädter. Freilich unter Führung etablierter Ausnahmekönner wie den Gerg-Brüdern Matthias und Jakob oder Sturmtank Max Scheck, seit einer Woche 40 Jahre alt. „Gegen die musst du extrem aufpassen und die Räume eng machen.“

An der generellen Spielweise ändert sich nichts. „Wir machen keine Experimente.“ Ausfallen wird Luis Steffl wegen eines Blutergusses nahe des Syndesmosebands, als Folge des Fouls beim verweigerten Elfer in Waldram. Rückkehrer ins Team sind Hannes Fischer und Levent Karaca.

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