Wollen wieder jubeln: Levent Karaca (l.) kehrt zurück in den Kader. Maximilian Schwinghammer ist eh gesetzt. foto: or

SV Ohlstadt setzt gegen Herbstmeister Lenggries auf spielerische Lösungen

SV Ohlstadt: Schluss mit der Bolzerei

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Ohlstadt – Die Marke steht. Zwei Zähler fehlen dem SV Ohlstadt, um das selbst gesteckte Mindestziel von 20 Punkten zu erreichen und sein Trainerduo wenigstens einigermaßen zufriedenzustellen.

Ursprünglich wollte der SVO die Erfordernisse schon in der Vorwoche regeln. Waldram schien in seiner derzeitigen Verfassung der leichtere Gegner zu sein als der an diesem Samstag (14.15 Uhr) wartende Lenggrieser SC. Doch fuhren die Ohlstädter nach zwischenzeitlichem 0:2-Rückstand lediglich mit einem Punkt nach Hause. Muss nun eben der LSC herhalten.

Der thront als Hinrunden-Meister bekanntlich an der Tabellenspitze der Kreisliga. Jan Tischer ist dennoch sicher, dass sein Team mit einem couragierten Auftritt etwas im Isarwinkel holen kann. „Wir brauchen uns nicht zu verstecken“, stellt der SVO-Coach klar. Jeder Einzelne seiner Schützlinge müsse nur endlich „Verantwortung auf dem Platz“ übernehmen. Die Basis für einen Erfolg sieht er in der endgültigen Abkehr von der Bolzerei. Bewusst sprach Tischer die holprigen 70 Minuten in Waldram erst gar nicht an. Vielmehr bestärkte er seine Mannen in jenen spielerischen Lösungen, die sie in der Schlussphase der Partie zeigten. „Wir müssen Fußball spielen, das habe ich der Mannschaft eindringlich gesagt.“

Das gilt freilich auch für den Fall, dass Gegner Lenggries vermehrt lange Bälle schlägt. Tischer erinnert an das Hinspiel, in dem Ohlstadt nach einer starken Anfangsphase plötzlich den Fehler beging, viel zu passiv zu werden. „Sehr gut angefangen, leider stark nachgelassen“, sagt der Coach. Inzwischen haben sich beide Teams entsprechend ihrer Möglichkeiten sortiert. Beim SVO ist noch nicht abschließend geklärt, ob er die Abstiegszone bis zum Schluss fernhalten kann. Als Komfortzone lässt sich der momentane Mittelfeldrang angesichts der knappen Distanz nach unten nicht bezeichnen. Der LSC stand von Beginn an ganz oben, mogelte sich aber zuletzt mit letzter Kraft zu seinen Siegen. Längst hat beim ehemaligen Bezirksligisten ein Umbruch eingesetzt. Viele A-Jugendliche haben die Lenggrieser heuer eingebaut. „Das macht die Mannschaft unberechenbarer“, unterstreicht Tischer. Man dürfe keinesfalls den Fokus nur auf Schlüsselspieler wie Anton Berger oder Torjäger Max Scheck richten, sondern die „anderen nicht außer Acht lassen“.

Mit Ausnahme von Maximilian Baumann (Schulterprellung) kann Tischer aus dem Vollen schöpfen. Levent Karaca kehrt in den Kader zurück, auch Jonas Thümmler ist nach verheilter Platzwunde ein Kandidat für die Startelf. OLIVER RABUSER

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