Schmerzhafter Verlust: Kapitän Rudi Schedler (r.,Nr.8) fehlt dem SV Ohlstadt länger. Die Kollegen um Johannes Fischer (hinten, liegend) versuchen, ihn zu ersetzen. f:rabuser/archiv
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Schmerzhafter Verlust: Kapitän Rudi Schedler (r.,Nr.8) fehlt dem SV Ohlstadt länger. Die Kollegen um Johannes Fischer (hinten, liegend) versuchen, ihn zu ersetzen. f:rabuser/archiv

Heimspiel gegen Kellerkind Holzkirchen II

SV Ohlstadt muss auf Kapitän Schedler verzichten

  • VonOliver Rabuser
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Der SV Ohlstadt möchte gegen die Reserve der TuS Holzkirchen seinen guten Saisonstart bestätigen und die nächsten drei Zähler einfahren.

Ohlstadt – Vom Aufwind getragen, peilt der SV Ohlstadt den vierten Sieg in Serie an. Hält der Höhenflug auch gegen die TuS Holzkirchen II (Sonntag/15 Uhr) an, winkt der Tischer-Mannschaft ein längerer Aufenthalt in der Spitzengruppe.

Allerdings wird das Vorhaben von zwei Wirkungstreffern aus der Vorwoche begleitet. Weniger vom 7:1-Erfolg der TuS gegen den SV Polling, der für die Truppe von Kemal Kilic ein erster Befreiungsschlag im Tabellenkeller war. Vielmehr wegen der Verletzung von Rudi Schedler. Der SVO-Kapitän fällt wegen Verdachts auf Leistenbruch bis auf Weiteres aus. In puncto Schedler bedient sich Coach Jan Tischer einer anderen Ausdrucksweise als bei vorangegangenen Ausfällen. Bisher galt: „Dann spielt eben ein anderer, und das bestenfalls genauso gut.“ Ist von Franz Leis als Ersatzmann auf der „Sechs“ auch definitiv zu erwarten. Doch sind es Person und Präsenz Schedlers, die dem Team extrem fehlen werden. Seine Entwicklung von der jahrelangen, unauffälligen Fleißbiene, hin zu einem echten Leader ist beachtlich. Der 30-Jährige überzeugte durch Leistung und Verantwortung: „Rudi war in einer Form, die er schon lange nicht mehr hatte“, bedauert Tischer.

Währenddessen kehrt ein anderer Anführer nach dreiwöchiger Auszeit wieder ins Team zurück: Hinter Simon Nutzinger liegen zwei beschwerdefreie Trainingseinheiten als Fundament fürs Comeback in der Innenverteidigung. Auch Yannic Frey ist nach überstandener Bänderdehnung wieder einsatzfähig. Unabhängig von der Personalsituation möchten die Ohlstädter weiter auf das Gaspedal drücken. „Wir wollen in dem Lauf drinbleiben“, betont Coach Tischer. Nicht mit Vollgas und ohne Bedacht aus der jüngsten Euphorie heraus. Vielmehr „aus einer kompakten Abwehr, wie zuletzt gegen Miesbach und Kreuth“.

Der SVO-Trainer hat beim Team ein Umdenken ausgemacht. Es lässt sich weder von Rückschlägen, noch von erfolgreichen Phasen vom Weg abbringen. „Die Mannschaft geht jedes Spiel so an, als wäre es das erste“, sagt Tischer. Der Fokus liegt auf Realität und den abzurufenden Grundtugenden. Dürfte gegen Holzkirchen auch alternativlos sein. „Sie sind vom Kader und Potenzial bislang unter Wert aufgetreten“, warnt der SVO-Coach mit Blick auf Erste Mannschaft und A-Jugend der Gäste, die beide in der Landesliga antreten.

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