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Volle Kraft voraus: Rudi Schedler und der SV Ohlstadt wollen den LSC von Beginn an unter Druck setzen.

Drei Siege sind für Klassenerhalt notwendig

SV Ohlstadt will gegen „angeschlagenen Boxer“ Lenggrieser SC wichtige Zähler sammeln

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Jan Tischer ruft den Playoff-Modus aus. Geht es nach dem Trainer des SV Ohlstadt, muss sein Team drei der abschließenden fünf Saisonspiele gewinnen, um auch nächstes Jahr in der Kreisliga vertreten zu sein.

Eine Best-of-five-Serie quasi. Den ersten Schritt zum Klassenerhalt hat der SVO mit dem 3:0 in Antdorf vergangene Woche bereits getan. „Wir sind in den Playoffs mit 1:0 vorne“, betont Tischer. Erfolg Nummer zwei soll an diesem Samstag im Heimspiel gegen den Lenggrieser SC (19 Uhr) folgen.

Eigentlich muss er es sogar. Denn im Anschluss treffen die Ohlstädter mit dem ASV Habach und dem TSV Brunnthal auf die zwei Spitzenmannschaften der Kreisliga. Fraglich, ob die Tischer-Elf mit ihrem auf Kante genähten Kader derlei Kaliber im Kreuz hat. Fahrlässig wäre es allerdings, den kommenden Gegner aus Lenggries als signifikant weniger leistungsstark einzuschätzen. Weder von der jüngsten Heimniederlage gegen Murnau, noch von einigen namhaften Ausfällen, darunter Torjäger Maximilian Scheck, darf sich der SVO blenden lassen. Der Großteil des LSC-Kaders verfügt über reichlich höherklassige Erfahrung aus Bezirksligazeiten, die im Vorsommer ihr vorläufiges Ende fanden.

„Der Papierform nach ist Lenggries ein angeschlagener Boxer“, sagt Tischer. Eine gefährliche Konstellation. Der SVO-Coach rechnet mit einer „spiel- und kampfstarken Mannschaft“. Auch an Motivation dürfte es den Gästen nicht mangeln. Kämpfen sie doch nach wie vor um den Einzug in die Aufstiegsrelegation. Für die Ohlstädter gilt es daher, hellwach zu sein – und das „von der ersten Minute an“, stellt Tischer klar. Zuletzt hatten sie sie stets erst ein oder zwei gelungene Aktionen gebraucht, um in die Partie zu finden.

Allein der Zuschauer wegen verlangt der Trainer „ein ordentliches Heimspiel“. Das bis dato einzige unter seiner Leitung lieferte der SVO beim 1:0-Erfolg über den FC Deisenhofen II ab. Jenem Team, das am Donnerstagabend durch einen Kantersieg bei den SF Aying (6:1) den Ohlstädtern ebenso Schützenhilfe leistete wie die DJK Waldram durch dessen 2:2 bei der SG Hausham. Steilvorlagen, die es nun zu nutzen bedarf. In diese Mission schreitet der SVO allerdings einmal mehr mit einem Mini-Kader. Der jüngste Ausfall: Matthias Kaindl. Der Flügelflitzer brach sich in Antdorf zwei Finger. Zudem ist ein Einsatz von Tobias Fels fraglich. Ihn plagt ein Eisbein.

Gegen Lenggries setzt Tischer einerseits auf ein „kompaktes Zentrum“, weiß aber auch um die Unabdingbarkeit, den Wirkungskreis von LSC-Akteur Jakob Gerg einzuengen. Rudi Schedler kehrt hierfür in die Startelf zurück. Gemeinsam mit Hannes Fischer und Tobias Stadler soll er im Mittelfeld für Ordnung sorgen. Stadler bekleidet dabei erstmals den offensiven Part. Durch die Rückkehr von Levent Karaca kann Tischer auf seine „gewohnte Viererkette“ bauen.

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