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Eingespieltes Team: Michael Koller (r.) übernimmt in Holzkirchen die Aufgabe des Cheftrainers von Jan Tischer. 

Endlich mal beim TuS gewinnen

SV Ohlstadt will Holzkirchen-Fluch besiegen

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Fährt der SV Ohlstadt nach Holzkirchen, hagelt es eine Niederlage. So war es zumindest in den vergangenen Jahren. Diesmal will die Elf von Jan Tischer endlich etwas Zählbares von der Haidstraße mitnehmen.

Ohlstadt – Vielleicht ohne Cheftrainer, dafür mit jeder Menge Selbstvertrauen fährt der SV Ohlstadt an diesem Sonntag (17 Uhr) nach Holzkirchen – und versucht dort eine Negativserie zu beenden, die für den Klub teilweise selbst schwer erklärbar ist. Gerieten Auswärtsspiele bei der Landesliga-Reserve gerieten in den letzten Jahren doch in unangenehmer Regelmäßigkeit zum Fiasko. Die Voraussetzungen vor dem nächsten Trip an die Holzkirchner Haidstraße sind aber grundsätzlich nicht die schlechtesten aus Sicht des SVO. Zwei Heimsiege am Stück gegen Miesbach und Uffing beförderten die Ohlstädter in das obere Tabellendrittel, ein weiterer Dreier würde gar den Zugang zur Spitzengruppe öffnen.

Klar waren die misslungenen Auftritte in Holzkirchen aus der Vergangenheit während der Woche ein Thema. Doch stand Jan Tischer hierbei nicht der Sinn für Rückblicke. Der Coach rät seinen Mannen an, die Historie einfach auszublenden. „Hinfahren, gewinnen und gut ist es.“ Eine pragmatische Sichtweise, die das Team weiter anstacheln soll. Tischer spricht von „Kopfsache“, mit der es umzugehen gilt, um die Zeit der Veränderung einzuläuten.

Schließlich sei auch die „Grundstimmung“ am Boschet inzwischen eine gänzlich andere als beim Amtsantritt von Tischer und dessen Co-Trainer Michael Koller. „Man merkt, dass jeder Einzelne das umsetzen möchte, was wir vorgeben“, spricht der 40-Jährige seiner Mannschaft ein Kompliment aus. Jetzt wolle man den Aufwärtstrend der letzten Wochen bestätigen: „Die Jungs dürfen nicht nachlassen.“ Ohnehin sei die TuS-Reserve ob deren unberechenbarer Resultate eine „Wundertüte“, sodass man sich am Besten gleich allein auf die eigenen Belange konzentriert.

Ob Tischer selbst in Holzkirchen dabei sein kann, ist fraglich. Ein Arbeitstermin bindet ihn bis mindestens in den Nachmittag hinein – und dann ist da ja auch noch die Anfahrt. Daher rückt wohl Assistent Michael Koller ins erste Glied. Dass der Garmisch-Partenkirchner das draufhat, hat er in der Vorsaison während Tischers Knieoperation hinlänglich bewiesen. Abstriche hat der SVO also keine zu befürchten.

Problematisch könnte schon eher die Personallage innerhalb der Mannschaft werden. Jonas Thümmler musste nach einem „falschen Schritt“ das Training abbrechen, Yannic Frey absolvierte nur Lauftraining, und Dominikus Zach rutscht ob eines Urlaubstrips an den Gardasee vorübergehend aus der Stammelf. Positive Nachrichten gibt es von Franz Leis: Nachdem der 25-Jährige gegen Uffing überraschend auf der Auswechselbank Platz nehmen musste, zeigte er unter der Woche zwei starke Trainingseinheiten. Eine Reaktion, die ihn wohl in die Startformation zurückbringt.

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