Bitter: Bei einem Sieg im Nachholspiel wäre die U19 des SV Ohlstadt vor dem WSV Unterammergau.
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Bitter: Bei einem Sieg im Nachholspiel wäre die U19 des SV Ohlstadt vor dem WSV Unterammergau.

SV Ohlstadt bei Abbruch drei Punkte hinter WSV Unterammergau

SV Ohlstadt: Wegen Spielverlegung kein Aufstieg

Der SV Ohlstadt steht beim Saisonabbruch mit drei Punkten und einem Spiel weniger hinter dem WSV Unterammergau. Grund dafür ist eine Spielverlegung, die jetzt den Aufstieg gefährdet.

Unterammergau/Ohlstadt - Jubel in Unterammergau, Frust beim SV Ohlstadt. Knapper als zwischen den beiden Spitzenteams der U19-Gruppe hätte es nicht laufen können. Spitzenreiter WSV steht nach acht Spielen bei 21 Punkten. Verfolger SVO mit einer Partie und drei Zählern knapp dahinter. Betrachtet man den Punkte-Quotienten, hat Unterammergau mit 2,62 im Vergleich zu Ohlstadt mit 2,57 hauchdünn die Nase vorne.

SV Ohlstadt: Wegen Spielverlegung nicht Erster?

Besonders bitter: Der Tabellenzweite hatte sich in der Hinrunde mit Kellerkind SV Bad Heilbrunn auf eine Spielverlegung ins Jahr 2020 geeinigt. Der Drittletzte hat damals keine Mannschaft zusammenbekommen. Ohlstadt reagierte fair, stimmte der Verlegung zu. Mit einem – sehr wahrscheinlichen – Sieg mehr auf dem Konto stünden die Burschen von Trainer Stefan Frombeck nun punktgleich mit Unterammergau auf dem Platz an der Sonne. Da sie den direkten Vergleich im Herbst mit 3:0 für sich entschieden, würden sie sich am Konkurrenten vorbei auf Rang eins schieben. Hätte, wenn und aber – das Spiel fand nie statt. So steht der WSV als Aufsteiger in die Kreisklasse fest.

Thiermeyer: SV Ohlstadt wurde benachteiligt

WSV-Coach Sepp Thiermeyer nimmt die Entscheidung mit gemischten Gefühlen auf. Ihm hätte eine Entscheidung auf sportlicher Ebene besser gefallen. „Der SV Ohlstadt wurde benachteiligt. Für ihn tut es mir leid. Das ist nicht die fairste Lösung.“

Beim SVO indes wurde die Hoffnung auf den Sprung in die Kreisklasse noch nicht begraben, betont Jugendleiter Andreas Fischbach: „Ich bin positiv gestimmt, dass beide Mannschaften nächste Saison in der Kreisklasse spielen werden.“ Zwei Dinge sprechen für Fischbach dafür: Die Idee des BFV, Mannschaften mit mindestens 80 Prozent des Punkte-Quotienten des Tabellenersten ebenfalls aufsteigen zu lassen. Von dieser Regelung könnte auch die Ohlstädter B-Jugend profitieren. Sie liegen bei gleicher Spielanzahl einen Punkt hinter Spitzenreiter Sauerlach. Final entschieden ist das allerdings noch nicht.

Fischbach: Prinzip der Meldeliga als Schlupfloch

Der zweite Punkt, der Fischbach hoffen lässt: Vergangene Woche fand unter den Vereinen der Zugspitzregion eine Abstimmung statt, ob für die U19 und U17 ab der kommenden Saison das Prinzip der Meldeliga besteht. Das Ergebnis steht noch aus. Doch auch dieses Schlupfloch könnten die Ohlstädter für den Sprung in die Kreisklasse nutzen. Sollte ihnen der Aufstieg verwehrt werden, tritt man den von BFV so oft zitierten „FairPlay-Gedanken“ mit Füßen, findet Fischbach. „Wir würden dann zukünftig vermutlich anders mit Anträgen auf Spielverlegungen umgehen. Das kann ja auch nicht Sinn der Sache sein.“ 26 Kilometer weiter wird es sich Unterammergau nicht nehmen lassen, eine kleine Aufstiegsfeier unter Einhaltung der Hygieneregeln abzuhalten: „Wir werden bei uns auf der Anlage ein bisschen feiern und mit einem Bier oder Spezi anstoßen“, sagt Thiermeyer. Seine Mannschaft freut sich auf die höhere Liga.Ihr Trainer meint: „Sowohl wir als auch der SV Ohlstadt haben das Zeug für die Kreisklasse.“

Text: MARCO BLANCO UCLES

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