Experiment gescheitert: Christoph Seidl kehrt nach seinem Innenverteidiger-Intermezzo zurück ins Mittelfeld.
+
Experiment gescheitert: Christoph Seidl kehrt nach seinem Innenverteidiger-Intermezzo zurück ins Mittelfeld.

SVU empfängt Spitzenreiter TSV Otterfing

Der Baustellen-Report: Uffing-Trainer Neumeier hat vier Problemfelder

  • Andreas Mayr
    vonAndreas Mayr
    schließen

Halb Uffing ist eine Baustelle. Das gilt für die Hauptstraße, die erneuert wird. Aber auch für den SV Uffing.

Otterfing – Die vier Problemfelder vor dem Duell beim TSV Otterfing, Tabellenführer der Fußball-Kreisliga, auf einen Blick.

Baustelle eins: das Personal 

Vorige Woche über 40 Mann im Training, in dieser nicht einmal genug für ein Pokalspiel. Wie kann das sein? „Da muss man die Spieler fragen“, sagt Trainer Thomas Neumeier. Das Thema nervt ihn selbst am meisten. Er und seine Trainerkollegen halten sich Spieltage und Übungszeiten frei. Ähnliche Zwänge legen sich manche Fußballer nicht auf, verplanen die Wochenenden anderweitig. „Viele machen, wie es ihnen passt.“ Für ein Fußballteam, das auf Kameradschaft basiert, ist das nicht förderlich. „Genau die ein, zwei Prozent fehlen in engen Spielen“, sagt der Coach. Bei nur vier Punktspielen im Herbst erwartet Neumeier mehr Kicker im Training und beim Spiel. „Das muss ich als Spieler hinkriegen.“

Baustelle zwei: Ein Brecher fehlt im Sturm

Keine neue Erkenntnis, aber eine, die mehr ins Gewicht fällt. Martin Flöß, beste Option, verpasste zehn Wochen Vorbereitung (Studium und Verletzung). Die Lage ist ernst genug, um ihn auch mit Rückstand aufzustellen. „Ich werde ihn einfach bringen. Der muss spielen, so lange es geht“, sagt Neumeier. Von internen Wechseln hält er nichts. Er möchte keine Kicker von ihren „Schokoladen-Positionen“ abziehen.

Baustelle drei: die Innenverteidigung 

Christoph Seidl, Mittelfeldmann, in der Innenverteidigung aufzubieten – Schmid wagte es. Der Coach versprach sich Ruhe und Sicherheit im Aufbau. Das Experiment scheiterte aufgrund der Wucht und des Tempos der Murnauer. Deshalb nun die Rückkehr zum Ursprung. Philip Jarosch rückt neben Florian Schweiger in die Zentrale. Auch Jarosch hat diverse Einheiten wegen der Arbeit verpasst. „Ich wollte ihn nicht gleich in den Brennpunkt stellen“, sagt Neumeier. Gegen Otterfing ändert er das. „Ich habe überhaupt kein Bauchweh.“

Baustelle vier: der kommende Gegner 

Die schwierigste Aufgabe der Liga wartet. Die meisten Punkte, die meisten Treffer, die wenigsten Gegentore – Otterfing ist in allen Bereichen Spitze. Da überrascht Neumeiers Ansage umso mehr: „Wir können lesen, wir können Punkte zählen, aber wir können auch Fußball spielen. Wir wollen in Otterfing gewinnen.“ 

(Andreas Mayr)

Auch interessant

Mehr zum Thema

Kommentare