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Verspekuliert: SVO-Keeper Kevin Ziener unterläuft vor dem 1:3 einen weiten Ball der Habacher.

Zweimal patzt der Keeper

Tag des Zauderns und Zögerns: SV Ohlstadt geht in Habach leer aus

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Die Hoffnungen auf einen Überraschungserfolg waren groß. Letztlich wurde nichts daraus. Der SV Ohlstadt verliert verdient mit 2:5 beim ASV Habach.

Habach – Die vierte Saisonniederlage schmerzt. Nicht, weil sie mit 2:5 für Ohlstädter Verhältnisse ungewohnt hoch ausfiel. Vielmehr, weil gegen den ASV Habach trotz einiger Ausfälle durchaus etwas zu holen gewesen wäre. Jedoch brachte sich der SVO früh durch eigenes Zutun ins Hintertreffen, hatte später zum Überfluss Pech mit zwei kapitalen Fehlentscheidungen des Schiedsrichters.

Die Körpersprache von Kevin Ziener sprach Bände. Mit gesenktem Haupt und hängenden Schultern stand der Tormann 25 Meter vor seinem Kasten. Exakt an jener Stelle, an der Ziener wenige Minuten zuvor einen Ball per Kopf klären wollte, ihn letztlich aber unterlief, und so den Weg für Maximilian Nebls Treffer zum 3:1 für Habach freimachte. Es war der zweite Patzer des 27-Jährigen an diesem Nachmittag. Zuvor ließ Ziener eine Freistoßflanke von Maximilian Feigl unter die Latte passieren, weil er falsch postiert stand. Jan Tischer kommentierte den Auftritt seines Keepers eher leidenschaftslos. „Wir gewinnen und verlieren miteinander – Kevin weiß selbst, was er falsch gemacht hat.“

Eine Auszeit für Ziener ist mangels Ersatz nicht möglich. Dabei trainiert der Schlussmann fleißig mit Torwart-Coach Günther Hornung, hat sich in vielerlei Hinsicht bereits merklich verbessert. „Aber es gibt keinen Konkurrenzkampf, das ist schlecht“, bedauert Tischer. Am Torhüter allein ist die Niederlage aber keinesfalls festzumachen. Erwischten die Ohlstädter doch mal wieder eher einen Tag des Zauderns und Zögerns. Tischer beobachtete „zu viele individuelle Fehler“ im Spielaufbau, zu wenig Kommunikation untereinander und in Summe eine Reihe „falscher Entscheidungen“. Faktoren, die von Habacher Seite „ausgenutzt“ wurden.

Mit ein wenig mehr Glück hätte die Partie dennoch anders laufen können. So schnappte Matthias Kaindl Habachs Philipp Puchner den Ball vom Fuß, eher er nach einem entschlossenen Lauf über 20 Meter zum 1:2 Anschlusstreffer einschoss. Als dann Franz Leis im Strafraum umgerannt wurde, pochten die Gäste vergeblich auf Strafstoß. Schlimmer noch: Kurz vor dem Pausenpfiff verweigerte Schiedsrichter Lorenz Hailer dem SVO den Treffer zum 2:3. Tormann Tobias Radiske hatte vor dem Abstauber von Rudi Schedler definitiv nicht die Hand auf dem Ball. „Er liegt komplett frei, so wären wir mit nur einem Tor Rückstand in die Kabine gegangen“, stellt Tischer fest. Letztlich aber nahm Felix Habersetzters Treffer zum 4:1 dem SVO in Hälfte zwei den Wind aus den Segeln. 

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