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Zurück aus der Babypause: Julian Büth (l.) und Max Giglberger (r.) begrüßen Carlos da Silva Cunha, der wieder im Kader des TSV Murnau steht.  

„In der Hinrunde haben wir zu viele Gegentore kassiert.“

Die Null soll stehen: TSV Murnau legt Augenmerk auf die Defensive

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Nach einer erfolgreichen Hallensaison – der TSV Murnau schaffte es ins oberbayerische Futsal-Finale – trimmt Trainer Schmid sein Team seit zwei Wochen wieder unter freiem Himmel.

Nach einer erfolgreichen Hallensaison – der TSV Murnau schaffte es ins oberbayerische Futsal-Finale nach Manching – trimmt Trainer Tim Schmid sein Team seit zwei Wochen wieder unter freiem Himmel. Der Startschuss für das Unternehmen Klassenerhalt in der Kreisliga ist damit gefallen. Damit sein Team nicht komplett bei Null startet, wurde in der Pause auch gestrampelt. Und zwar beim Spinning. „Wir haben ein paar Einheiten auf den Rädern gemacht“, erklärt Schmid die Aktion.

Es hat sich gelohnt. Das erste Testspiel gegen den Bezirksligisten SC Pöcking haben die Murnauer mit 2:0 für sich entschieden. Dem Coach dürften dabei vor allem die Anzahl der Gegentore gefallen: nämlich null. „Darauf liegt in der Vorbereitung unser Augenmerk“, betont Schmid. „In der Hinrunde haben wir zu viele Gegentore kassiert.“ 33, um genau zu sein. Nur zwei Vereine – Tabellenschlusslicht Egling-Straßlach (44) und der SV Polling (35) – mussten die Kugel öfters aus dem Tornetz holen. Verbesserung wird also dringend gewünscht. „Stabil stehen und dann schnell umschalten“, so lautet der Schmid-Plan des TSV für den zweiten Saisonabschnitt.

Kader erhält mehr Tiefe

Bei diesem Unterfangen mischen endlich auch Andreas Knoll und Carlos da Silva Cunha mit. Beide Mittelfeld-Akteure standen aus unterschiedlichen Gründen in der Hinrunde kaum beziehungsweise gar nicht zur Verfügung. „Carlos ist Vater geworden, und Andi hat sich mit einer langwierigen Fersenverletzung herumgeschlagen“, erklärt Schmid. Zwei Rückkehrer, denen kein Abgang gegenübersteht.

In den ersten Trainingswochen, nimmt der Coach auch die jüngeren im Kader genau unter die Lupe. Moritz Hofmann, Christoph Sailer, Emilio Cabrera und Luca Tropea können endlich regelmäßiger trainieren und sollen sich an den Kreisliga-Kader des TSV herantasten. „Alle vier machen bislang einen sehr guten Eindruck.“ Den Coach freut’s. Erstens schürt das den Konkurrenzkampf und zweitens erhält sein Kader dadurch „mehr Tiefe“.

Trainingslager in Südtirol

Damit die Mannschaft nicht nur quantitativ wächst, sondern auch qualitativ, verpasst ihr Schmid im Trainingslager den nächsten Schliff. Für vier Tage mietet sich der TSV in Latsch (Südtirol) ein. „Dort stehen vor allem spielerische Aspekte im Vordergrund.“ Denn obwohl der Fokus in den Einheiten bislang auf der Defensivarbeit liegt, wollen sich die Murnauer natürlich nicht einigeln. Möglichst bis zum Frühjahrs-Auftakt soll das System von kompakter Abwehrarbeit und spielerischem Angriffsfußball greifen. Das ist auch notwendig. Denn den TSV erwartet gleich zu Beginn ein heißer Tanz: Es geht zum Derby nach Uffing. Für Schmid kein Problem. Im Gegenteil: „Da müssen wir sofort da sein, ich sehe das positiv.“

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