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Kaum vom Ball zu trennen: Murnaus Manuel Pratz (l.) überzeugte in Fürstenfeldbruck als Torschütze und Vorlagengeber. Für seinen Trainer Michael Adelwart war er gar „der beste Spieler des Turniers“. 

„Wir haben uns sehr gut verkauft“

TSV Murnau verpasst knapp Oberbayerische Meisterschaft

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Der TSV Murnau hat eindrucksvoll bewiesen, dass er heuer zu den besten Hallenmannschaften im Kreis Zugspitze zählt. Am Ende blieb den Fußballern von Trainer Michael Adelwart bei der Endrunde in Fürstenfeldbruck die ganz große Krönung jedoch knapp versagt.

VON TOBIAS HUBER

Fürstenfeldbruck – Es ging ein großes Raunen durch die Wittelsbacher Halle in Fürstenfeldbruck. Soeben hatte Manuel Pratz gleich mehrere Spieler des FC Deisenhofen sehenswert ausgetanzt. Mit seinem Schuss scheiterte er jedoch aus kurzer Distanz an FCD-Torwart Anton Kornbichler. Wäre Pratz erfolgreich gewesen, hätte es für seinen TSV Murnau am Sonntag vielleicht für den ganz großen Coup gereicht. Zu diesem Zeitpunkt stand es 0:0 im Halbfinale der Zugspitz-Hallenmeisterschaft gegen den klar favorisierten und späteren Titelträger FC Deisenhofen. Ein Sieg und der TSV wäre am kommenden Samstag bei der Oberbayerischen Meisterschaft in Manching dabei gewesen.

Stattdessen retteten sich die offensiv lange harmlosenDeisenhofener durch zwei späte Tore zu einem unter dem Strich schmeichelhaften 2:0-Sieg. „Wer seine Chancen nicht macht, braucht sich nicht beschweren“, fasste Murnaus Trainer Michael Adelwart die Partie treffend zusammen. Bereits vor Pratz‘ Gelegenheit hatte Julian Büth eine große Chance zum 1:0 für die clever verteidigenden Murnauer vergeben.

Beinahe wäre der Plan des TSV also aufgegangen. „Wir wollten vor allem hinten stabil stehen“, betonte Adelwart. Im Offensivspiel konnten sich die Grün-Weißen vor allem auf Pratz’ Fähigkeiten verlassen. „Ich habe bei dem Turnier keinen besseren Spieler als ihn gesehen“, stellte Adelwart fest. Beim 2:1 zum Start gegen den ASC Geretsried traf der Edeltechnikereinmal und bereitete das 2:0 durch Moritz Winkler vor. Im Duell mit dem TSV Peiting gelang Pratz mit einem umstrittenen Sechsmeter der 2:1-Siegtreffer. Damit waren die Drachen vorzeitig für das Halbfinale qualifiziert. „Wir konnten so gegen Fürstenfeldbruck Kräfte schonen“, sagte Adelwart. Die 2:3-Niederlage gegen den zu diesem Zeitpunkt bereits als Gruppenletzten feststehenden Bezirksligisten konnte der TSV locker verschmerzen.

Weniger angenehm war die bittere Niederlage des Kreisligisten gegen Deisenhofen, die die Träume von der nächsten Runde platzen ließ. Immerhin konnten die Murnauer das Sechsmeterschießen um Platz drei gegen den überraschend im anderen Halbfinale gescheiterten 1. FC Penzberg (1:5-Klatsche gegen den TSV Peiting) mit 3:2 für sich entscheiden. Adelwarts Urteil nach einem gelungen Ausflug: „Wir haben uns sehr gut verkauft.“

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