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Spaß in der Halle: Trainer Tim Schmid (l.) und Kapitän Benedikt Hausmann.

Murnau scheidet in der Vorrunde aus

TSV Murnau: Trommeln, Drama, große Gaudi

Keiner konnte ahnen, dass bereits die erste Partie gegen den FC Neuhadern über das Schicksal der Murnauer entscheidet. 

Manching– Hallenfußball ist das große Ding in Manching. Seit 28 Jahren spielt die Elite Oberbayerns Mitte Januar ihren Meister im Süden Ingolstadts aus. Über die Jahre haben die Manchinger ein ordentliches Programm um den Fußball herum gezimmert. In der Finalrunde tritt etwa der Faschingsverein Manschuko auf. Die Qualifikanten nutzen das Turnier für einen einmaligen Ausflug in der Winterpause, der ein Team näher zusammenbringen kann. Der TSV Murnau mietete sich einen Bus, packte seine treuen Zuschauer, TSV-Boss Nikos Lotos sowie ein paar Trommeln ein und machte sich einen schönen Tag in der Halle. Die Rückfahrt sei recht lustig gewesen, sagt Trainer Tim Schmid. Dafür brauchten die Murnauer, die wissen, wie man feiert, keinen großen Erfolg. Die Teilnahme an sich verbuchten sie als riesigen Gewinn. Knapp scheiterte der TSV in der Vorrunde. Nur aufgrund des direkten Vergleichs verpasste er das Halbfinale.

„Wir hätten das gerne mitgenommen“, betont Schmid. Keiner konnte ahnen, dass bereits die erste Partie gegen den FC Neuhadern über das Schicksal der Murnauer entscheidet. Mit Ausnahme des Trainers hatte kein TSV-Fußballer das Prozedere bei der Oberbayerischen vor etwa 350 Zuschauern mitgemacht. Vor zehn Jahren erreichte Schmid mit seinem Heimatklub TSV Peiting gar das Halbfinale in Manching. Er war vorbereitet. Seine Kicker jedoch kämpften mit der Nervosität vor großem Publikum. „Hat man ganz deutlich gespürt“, sagt der Coach. „Ruck zuck“ lag Murnau 0:3 hinten. Chancen für einen Punktgewinn vergab die Mannschaft obendrein. „Wir hätten nicht verlieren müssen.“

Im zweiten Duell traf der TSV auf Grün-Weiß Ingolstadt, den Bayerischen Meister des Vorjahres, der sich unter anderem den Schweinfurter Regionalliga-Trainer Tobias Strobl ausgeliehen hatte. Unter normalen Umständen wäre der Kreisligist aus dem Turnier geflogen, er lag wieder schnell 0:2 hinten. Aber die Murnauer „haben das überragend gemacht“, lobt Schmid. Kevin Diemb glich mit einem Doppelschlag aus, Benedikt Hausmann sicherte mit einem späten Tor einen Zähler beim 3:3. „Ein richtig geiler Kick“, der die Murnauer Hoffnungen am Leben hielt.

Die Ausgangslage vor dem letzten Akt: Der TSV brauchte einen Sieg sowie einen Ausrutscher der Ingolstädter. Teil eins erfüllte er mit einem 3:1-Erfolg über Bad Endorf. Den zweiten Part vermasselte Ingolstadt, das Neuhadern 5:1 wegschoss. Punktgleich mit Neuhadern schied der TSV aus. Fairerweise muss erwähnt werden, dass Murnau ohne Manuel Pratz (verletzt) und auch Bojan Stojanovic – seine besten Hallenkicker – antrat. Stojanovic läuft im Winter zusätzlich für ein Team aus dem Stuttgarter Raum auf. Dafür stellte der Trainer Maximilian Ott, den Kapitän der talentierten U19, auf. Schmid sagt: „Da hat sich der eine oder andere die Augen gerieben.“

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