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Spannend, aber nicht hochklassig: Bernhard Kurz unterlag mit dem SVO dem TSV mit Benedikt Hausmann (r.).
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Schmid-Team entwickelt sich zu Ohlstadt-Spezialisten

TSV Murnau entscheidet brisantes Derby gegen SV Ohlstadt für sich

  • vonOliver Rabuser
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In einem zerfahrenen Derby zwischen TSV Murnau und SV Ohlstadt, setzten sich die Männer von Tim Schmid am Ende knapp durch.

Ohlstadt – Großes Kontrastprogramm der Charaktere: Während Murnaus Abteilungsleiter Michael Adlwart die nach Schlusspfiff emporgerissenen Arme gar nicht mehr senken wollte und Max Giglberger provokant die Faust gen SVO-Bank ballte, sank Coach Tim Schmid gebeutelt von 90-minütiger Flatrate-Emotionen hinab auf die wackelige Holzbank. Immer wieder fuhr er sich über sein von einer Wollmütze bedecktes Haupt und wusste, es würde wohl dauern, ehe er die Ereignisse dieses frischen Herbstabends verdaut haben wird. Keiner seiner unmittelbaren Vorgänger konnte sich zwei Derbysiege in einer Spielzeit ans Revers heften. Schmid schon. Nach 93 hektischen Spielminuten stand der 2:1 (1:0)-Erfolg des TSV Murnau gegen den SV Ohlstadt in der Fußball-Kreisliga fest.

SC Ohlstadt: Jan Tischer über Leistung seiner Männer enttäuscht

Kollege Jan Tischer war hingegen völlig bedient von der lange Zeit lethargischen Leistung seiner Ohlstädter. „Ich bin absolut enttäuscht von meiner Mannschaft und der ersten Halbzeit. Das war im Vergleich zu Otterfing gar nichts. Wir hatten viel zu viele Totalausfälle.“ Schmid verzichtete auf jedwede Sticheleien in Richtung des Gegners. Es sei ein „50:50-Spiel“ gewesen, bei dem das Glück auf „unserer Seite“ stand. Viel lieber blickte der TSV-Coach auf die überarbeitete Tabelle. „Die Punkte waren überlebenswichtig für uns.“

Es gab in der Vergangenheit weitaus attraktivere und augenfälligere Derbys. Torchancen waren Mangelware. Mag durchaus an den offensiven Ausfällen auf beiden Seiten gelegen haben. Murnau musste mit Gabriel Taffertshofer und kurzfristig auch Moritz Hofmann auf seine flinken Juwelen verzichten. Ohlstadt fehlte mit Maximilian Schwinghammer der klassische Torjäger. Bernhard Kurz, der schon einige Lokalvergleiche mitentschieden hat, saß angeschlagen zunächst nur auf der Bank. Yannic Frey als alleinige Stoßspitze aufzubieten war eine Sache, bei der sich Tischer später selbstkritisch hinterfragte. Als Einzelkämpfer in vorderster Linie fühlt sich ein Kicker zumeist recht verloren. Erst recht, wenn die Zulieferer wenig bis gar nichts liefern. Tischer hätte zur Pause ein halbes Dutzend Kicker austauschen können. Es traf zunächst Klaus Zach und Franz Leis, die beide keinen Weg in diesen Begegnung fanden.

Murnau lag zu diesem Zeitpunkt mit 1:0 in Führung, weil Jonas Thümmler im Strafraum ungeschickt gegen Benedikt Hausmann zu Werke gegangen war und Max Giglberger vom Elferpunkt keine Schwäche zeigte. Was Schmid besonders freute: „Wir haben diesmal den Kampf angenommen.“ Für den SVO galt das erst für die finalen 35 Minuten, und auch da mit Abstrichen. Immerhin stimmten dann Körpersprache und Aufbäumen. Dennoch setzte es den zweiten Rückschlag. Nach gravierendem Ballverlust im Mittelfeld tanzte Murnaus Andreas Knoll Michael Guglhör aus und Moritz Ott versenkte. Hannes Fischers Linksschuss nach abgewehrter Ecke zum 1:2 beschwor eine spannende Schlussphase herauf. Doch allzu schwer machten es die Platzherren dem TSV mangels Präzision nicht mehr.

(OLIVER RABUSER)

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