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Trainer Schmid muss sich von Spielstil verabschieden

Alles anders, als geplant: TSV Murnau steckt in der Krise 

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In einer Welt, wie sie Tim Schmid gefällt, wäre alles einfacher gewesen. Sein Team hätte vor dem Winter in Ruhe an den Wünschen und Plänen des Trainers gearbeitet.

VON ANDREAS MAYR

Murnau– So wie es das in den Wochen nach dem guten Start in die Kreisliga-Saison getan hat. Murnau und der Pfad zum „schönen Fußball“ – ein schönes, kleines Lokalmärchen oder zumindest die Idealvorstellung in Schmids erstem Jahr bei den Senioren.

Nun hat eine Serie an Tiefschlägen alles verändert. Schmid steht vor dem Dilemma, das er am liebsten nie erreicht hätte. Er und seine Murnauer müssen abwägen, was denn nun sinnvoller ist: die fußballerische Entwicklung der Mannschaft oder das Punktesammeln ohne Rücksicht auf den Stil. „Ich will trotzdem Fußballspielen. Spielerisch ist es mir lieber“, betont der Coach vor der Partie gegen Otterfing am Samstag (16 Uhr).

Doch die Tabellensituation ist ernst genug, um den Punkt auf der Prioritätenliste nach unten zu schieben. 13 Zähler reichen derzeit für Platz sieben. Die Relegationsränge sind nur drei Punkte entfernt. Unter diesen Umständen wird das nichts mit dem behutsamen Wachstum. Mit Schönspielerei haben im Abstiegskampf nicht viele Teams Erfolg gehabt. Eine gesunde Mischung stellt sich der Coach vor. Schmids erste Aufgabe ist es, die Abwehr zu kanalisieren. Die Stabilität ist verloren gegangen. In den Einheiten machen die Murnauer derzeit nichts anderes, als die Trümmerteile der alten Mauer aufzusammeln und wieder aufzurichten. Als „großes Augenmerk“ bezeichnet der Coach die Renovierungsarbeiten. Nur ein-igeln bringe aber gegen versierte Angriffsreihen, wie sie Otterfing stellt, nichts. „Die zerlegen dich, da hast du keine Chance.“

Ein gesundes Maß an Angriffsfußball verlangt Schmid vom TSV. Mutig nach vorne zu spielen, hält er gegen Otterfing für sinnvoller. Im Duell mit Habach, das viele lange Bälle prägten, fehlten diese Entlastungsangriffe. Es lag an der Unterzahl, sagt Schmid.

Die Partie gegen den Zweiten leitet die entscheidende Phase des Jahres ein. Sieben weitere Zähler, 20 Punkte bis zur Winterpause, „wären natürlich gut“, sagt Schmid. Aber weil die Kreisliga extrem ausgeglichen ist, lässt sich der Peitinger nicht auf Zahlenspiele ein. „Das wäre vermessen, wo doch jeder nahezu jeden schlägt.“

So bleibt es bei einem sehnlichen Wunsch: „Heil durchkommen, der Kader ist nicht üppig.“ Leo Axthaler hat sich krank gemeldet, Michael Meditz schreibt Prüfungen. Mit Manuel Pratz kehrt dafür die verlässlichste Kraft des TSV dieser Spielzeit ins Team zurück. Der Uffinger bringt auf jeder Position gewisse Vorzüge mit. Schmid plant für ihn eine offensivere Rolle ein. Denn auch im Angriff funktioniert weniger, als es sollte.

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