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Das neue Trainergespann: Stefan Schubert und Caroline Rieger betreuen die Murnauer U15.

„Ich sehe die Chance, dass wir drinbleiben“

TSV Murnau U15 mit großer Aufgabe in der Bayernliga

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Der TSV Murnau hat dem großen Ansturm standgehalten. Zig Eltern kutschierten ihre Kleinen zum Probetraining.

Murnau –Michael Adelwart, der Fußball-Abteilungsleiter, hat irgendwann mit dem Zählen aufgehört. „Sehr viele“ spielten vor. Sehr viele fuhren bereits nach einem Besuch an der Poschinger-Allee enttäuscht wieder heim. Die Bayernliga strahlt einen Reiz aus, lockt C-Jugend-Talente bis aus München. Der Kern des Teams aber bleibt ein Murnauer – oder zumindest einer mit TSV-Vergangenheit. 10 der 16 Fußballer gehörten schon vorige Saison zum Team von Thomas Pfefferle.

Der Aufstieg des überaus begabten Jahrgangs 2004 hat den TSV Murnau noch attraktiver gemacht. Diesmal widerstand nicht einmal Stefan Schubert, der neue Trainer der U15, den Murnauer Rufen. „Der Michi“ (Adelwart) melde sich seit Jahren bei ihm, sagt der Coach aus Sachsenkam. Bislang war jedoch nie ein Angebot dabei, das Schubert ansprach. Diesmal passte für den ehemaligen Jugendleiter des TuS Holzkirchen das Gesamtkonstrukt. Er geht sogar so weit und betont: „Murnau ist perfekt.“

Sogar das Restaurant hat er getestet – und für gut befunden. „Mir wurde alles erfüllt, ich habe sämtliche Freiheiten“, lobt Schubert. Es hilft, dass der Neue und Spartenchef Adelwart die Philosophie teilen, wie Fußball im Amateurbereich auszusehen hat. „Ich kann mit Vereinen nichts anfangen, die nur auf die Erste Mannschaft setzen und viele Euros dafür ausgeben“, betont der Routinier. Für beide stehen Jugendarbeit und die Ausbildung zu guten Spielern an erster Stelle. Selbst in der Bayernliga werde noch viel zu oft gebolzt statt gepasst.

Das hat Schubert bei vielen Touren durch Bayern erkannt. Außerdem hat er früher selbst bei der SpVgg Unterhaching die B- und D-Junioren in diesen Bereichen betreut. Seine Idee basiert auf Ballbehandlung und Taktik. Im fußballerischen Bereich zählt er sein Team sogar zur Spitze der Bayernliga. Nur körperlich sieht er die Murnauer im übertragenen Sinn eher am Tabellenende. „Jeder Gegner ist Minimum einen Kopf größer.“ Deshalb lautet sein Ziel im ersten Jahr: Klassenerhalt. „Ich sehe die Chance, dass wir drinbleiben.“

Wenigstens heute Abend beim Auftakt in Memmingen „wird Fußball gespielt“. Schubert hat seine Quellen im Allgäu zum ersten Gegner – einen der Liga-Favoriten – befragt und nur Gutes gehört. Vorbereitet wird sein Team sein. Noch nie hat so viel Qualität und Erfahrung ein Murnauer Jugend-Team angeleitet. Als Co-Trainerin hilft die ehemalige Zweitliga-Spielerin Caroline Rieger. Sie kickte früher unter A-Lizenz-Coach Schubert bei Wacker München in der Regionalliga, das er fünf Jahre betreute. „Die zwei machen das gut“, lobt Adelwart. Sie sind nicht die einzigen Zugänge: Sechs Neue aus Raisting, Peiting, Geretsried und dem Landsberger Raum kamen hinzu. Drei hat sich Adelwart gewünscht, die andere Hälfte wählte Schubert aus.

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